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Klar, Frankfurt ist hässlich, provinziell und kalt!

Der Sitz des Kapitals, abends ist hier nix los. Tote Hose überall. Ein Alptraum aus Bankentürmen und Häuserschluchten. Das Essen? Noch viel schlimmer. Rippchen, Sauerkraut, Grüne Soße. Obendrein auch noch das saure Gesöff namens Apfelwein.
Frankfurt am Main im Sommer Foto: David J. Engel (90065318) Fotolia_90065318_XXL Frankfurt am Main im Sommer © davis
So klingen verbreitete Frankfurt-Klischees. Doch immer mehr Menschen zieht es in die Mainmetropole. Die Gründe liegen auf der Hand: Frankfurt bietet viele Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung. Die Arbeitslosenquote erreichte im November 2016 den niedrigsten Stand seit 25 Jahren. Und die ersten Prognosen der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit lassen darauf schließen, dass der Beschäftigungszuwachs im neuen Jahr weitergehen wird. Gute Aussichten also für alle, die den Sprung nach Frankfurt planen, den die Top-Arbeitgeber in der Region suchen permanent Verstärkung.
 
Doch in der Stadt am Main wird nicht nur gearbeitet. Die „New York Times“ führte Frankfurt als einzige deutsche Stadt unter die „52 places to go in 2014“ auf. Frankfurt! Nicht Berlin, nicht Hamburg und auch nicht München. Im Artikel wurde als Hauptgrund das Frankfurter Bahnhofsviertel genannt, das sich zu einem Szeneviertel gemausert hat, das allabendlich von einem bunt gemischten Publikum bevölkert wird. Ohne Zweifel hat sich die Mainmetropole in den vergangenen Jahren stark entwickelt. Vorbei die Zeiten, in denen Auswärtige spotteten, in Frankfurt würden nach Bankenschluss die Bürgersteige nach oben geklappt. Frankfurt ist angesagt. 2015 hatte das Bürgeramt Statistik und Wahlen 3000 Frankfurterinnen und Frankfurter befragt, ob es sich lohnt, in Frankfurt zu leben. Sieben von zehn der Befragten hatten dies bejaht. Auch die Anzahl der ausländischen Touristen steigt und befindet sich zurzeit auf einem Rekordhoch. Die Gründe liegen auf der Hand: Frankfurt ist multikulturell und trotzdem im Vergleich zu anderen europäischen Metropolen eine Kleinstadt. Einige Stadtteile haben ihre dörfliche Struktur behalten. Von den Bankentürmen in der Innenstadt ist es nicht weit bis zur Fachwerkidylle: Wer einmal nach Bonames oder Harheim - beides Viertel im Norden der Stadt - gekommen ist, kann das bestätigen. Von dort aus ist es nicht mehr weit in den Taunus, den viele am Wochenende gern aus Ausflugsziel heimsuchen.

Ein weiterer wichtiger Standortfaktor in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet ist die Kultur. In den Städten der Region finden sich Museen mit hervorragenden Sammlungen, wie das Frankfurter Städel. Zahlreiche Ausstellungen locken Tausende von Besuchern in die Mainmetropole. Zudem finden sich gleich zwei renommierte Ausbildungsstätten für Kreative im Rhein-Main-Gebiet: die Städelschule, aus der viele bekannte Künstler hervorgegangen sind, sowie die Hochschule für Gestaltung in Offenbach. Apropos Kultur: die Oper Frankfurt zählt zu den bedeutendsten Opernhäusern in Europa und wurde 2015 wiederholt zum "Opernhaus des Jahres" ausgezeichnet. Doch auch abseits der Hochkultur gibt es in Frankfurt viel zu erleben: In den zahlreichen Apfelweinlokalen sitzen Einheimische neben Touristen, Banker neben Studenten beim Ebbelwoi, dem Nationalgetränk der Frankfurter. Und neben Rippchen und Sauerkraut hat Frankfurt eine große Vielfalt an internationalen Restaurants zu bieten. Wenn es warm ist, gehen viele Menschen nach der Arbeit an den Main und blicken auf die Skyline von "Mainhattan" oder paddeln dem Sonnenuntergang entgegen.
Großprojekte werden hier zügig angegangen. Während Berlin noch am Flughafen BER baut und Hamburg nach jahrelanger Verzögerung die Elbphilharmonie nun endlich eröffnet hat, wird in der Mainmetropole nichts auf die lange Bank geschoben, was man am Beispiel der Europäischen Zentralbank sehen kann. Die Innovationsfähigkeit der Frankfurter war schon immer bekannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg stand sogar zur Debatte, dass Frankfurt die deutsche Hauptstadt werden sollte.

Frankfurt ist ein bedeutender Messestandort sowie eine Drehscheibe für den internationalen Flugverkehr. Vermutlich hatte Friedrich Stoltze (1816-1891) dies alles schon vorausgeahnt, als er sein Frankfurt-Gedicht mit der berühmten Passage schrieb: "Un es will merr net in mein Kopp enei, wie kann nor e Mensch net von Frankfort sei!"
 
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