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Achtung bei Cholesterin

Tatsache ist, dass bei jedem dritten Deutschen ein erhöhter Gesamtcholesterinwert im Blut nachweisbar ist. Tatsache aber ist auch, dass dieser Wert für sich alleine nicht aussagefähig ist und schon gar nicht die Einnahme eines den Fettstoff senkenden Medikamentes rechtfertigt. Erst mit der zusätzlichen Bestimmung der Triglyceride (Neutralfette), LDL (schlechtes) und HDL (gutes) Cholesterin lassen sich Rückschlüsse wie ein mögliches Risikoprofil ziehen. Optimal wären noch das Bestimmen von Lipoprotein (a), CRP, Homocystein, Fibrinogen und Vitamin D. Außer diesen Blutwerten sollte man sich auch den Menschen und seine Lebensweise, Vorerkrankungen und Risikofaktoren anschauen.

Die optimalen Werte für die Blutwerte sollten wie folgt ausschauen: Gesamtcholesterin < 200, Triglyceride < 150, LDL < 100, HDL > 60, Lipoprotein (a) < 30, Homocystein < 10, Fibrinogen < 300 und Vitamin D > 100nmol/l. Der Taillenumfang sollte bei Frauen nicht mehr als 88cm betragen, bei Männern darf er mit maximal 102 cm etwas größer sein. Von Bedeutung ist ebenso die Einnahme der Pille und von Wechseljahreshormonen, die als kritisch einzustufen sind. Nehmen Sie bereits Fett senkende Medikamente – meist sind es Statine, die verordnet werden –, sollten Sie über ihre Nebenwirkungen Bescheid wissen. Sie senken nicht nur das Cholesterin, sondern verhindern auch die Bildung des lebensnotwendigen Provitamins Q 10. Es ist für die Gesunderhaltung der Mitochondrien, unserer Zellkraftwerke, unverzichtbar. Patienten, die das nicht wissen, gefährden ihre Mitochondrien und leiden häufig an extremen Muskelschmerzen.

Folgende Maßnahmen versprechen guten Erfolg: Reduzieren Sie Cholesterinlieferant Nr. 1, das Fleisch, und alle daraus hergestellten Produkte sowie alle Tiermilchprodukte. Essen Sie lieber fetten Tiefseefisch mit wertvollen Omega-3-Fettsäuren. Verwenden Sie Leinöl. Leinsamen, Haferkleie und Flohsamen senken Cholesterin und Triglycerid-Werte um bis zu 20 Prozent. Planen Sie ab sofort Bewegung und Entspannung von etwa insgesamt einer Stunde in Ihren Tagesablauf ein. Hierzu eignen sich Übungen aus dem Faszien-Yoga und die gängigen Ausdauerbewegungen wie Walking, Joggen, Radfahren sowie ein kleines Krafttrainingsprogramm bestehend aus Kniebeugen, Liegestützen und Klimmzügen.

Wenn Sie an einer seltenen ererbten Form der Fettstoffwechselstörung leiden – etwa 0,15 Prozent der Bevölkerung – und zusätzliche gravierende Erkrankungen bestehen, geht es nicht ohne entsprechende Medikamente.

(pbr)
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