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Ein gefährlicher Irrtum

Von Die gefährlich vereinfachende Einschätzung bezüglich der Wertigkeit von Nahrungsmitteln hat verheerende Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen.

Die gefährlich vereinfachende Einschätzung bezüglich der Wertigkeit von Nahrungsmitteln hat verheerende Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen. Vor über 100 Jahren kamen Ernährungswissenschaftler zu dem Schluss, dass der Mensch wie eine Verbrennungsmaschine funktioniert. Obwohl es damals jedem Bauer bewusst war, dass die Gesundheit seines Viehs stark von der Qualität des Futters abhängig ist, wurde der Mensch damals als eine Art „höherwertiges“ Wesen eingestuft, das unabhängig von diesem Naturgesetz sei.

Der Mensch benötigt zum Leben natürlich Nahrung, die ausreichend Energie zur Wärmeerzeugung enthält. Man sah damals nur diesen Aspekt und schätzte die Wertigkeit der Nahrungsmittel deswegen nur mittels der Kalorien ein. Fasziniert von diesem Verbrennungs-Denkmodell entstand 1895 der erste amerikanische „Lebensmittelführer“, der Lebensmittel danach verglich, wie viele Kalorien für 25 Cent gekauft werden konnten.

Erst etwa 20 Jahre später entdeckte man, dass es weitere lebensnotwendige Substanzen für den Menschen gab, die keine Kalorien enthielten, nämlich Vitamine. Wenig später fand man noch weitere Substanzen, die wesentlich kleiner, aber genauso unabdingbar für ein gesundes Leben sind – Mineralien und Spurenelemente. Seit einigen Jahren stehen zusätzlich die sekundären Pflanzenstoffe immer mehr im Fokus. Sie verleihen Pflanzen Aroma und Farben und sind für uns Menschen von großem gesundheitlichen Nutzen. Besonders die Polyphenole, die unsere Sirtuin-Gene aktivieren und dadurch unabdingbar für die Gesundheit unserer Zellen sind. Zu ihnen gehören auch die bitter schmeckenden Salvestrole, die dazu in der Lage sind, Krebszellen zu zerstören.

Die „moderne“ Ernährung mit hohen Anteilen an Fertignahrung, die teilweise drastisch verändert ist und dadurch für unseren Körper immer unverwertbarer wird sowie unsere Entgiftungsorgane überfordert, lange Transportzeiten und daher unreifes Ernten, das Haltbarmachen mit ausufernden Konservierungsmitteln, Pflanzenkost, die viele Raffinierungs- und Schälprozesse durchläuft, um dann angeblich besser zu schmecken – all das raubt unserer täglichen Kost die meisten Vitalstoffe.

 

Demzufolge schädigen sich viele Menschen durch eine schleichende Minderversorgung über Jahrzehnte hinweg und entwickeln die heute weit verbreiteten Zivilisationserkrankungen. Wir sollten deswegen – soweit möglich – Nahrung in ihrer ganzen Natürlichkeit zu uns nehmen, um ihre volle Wirkung zu genießen.

(pbr)
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