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"Sprechstunde": Freizeit-Krankheit vermeiden

Von Unsere Urlaubszeit rückt näher, doch anstatt die verdiente Erholung im Liegestuhl zu genießen, wird jeder zehnte Deutsche in der ersten Urlaubswoche krank.

Unsere Urlaubszeit rückt näher, doch anstatt die verdiente Erholung im Liegestuhl zu genießen, wird jeder zehnte Deutsche in der ersten Urlaubswoche krank. Es handelt sich hierbei um die „leisure sickness“, die „Freizeit-Krankheit“. Wenn man weiß, warum das passiert, versteht man die geniale Körperintelligenz und kann den Urlaub auch ohne anfängliche Zwangspause genießen.

Aus evolutionsbiologischer Sicht ist diese Reaktion des Immunsystems sinnvoll und überlebensnotwendig. Denn drohte akute Gefahr, musste der Mensch handeln. Kämpfen oder Flüchten war angesagt. Er befand sich im absoluten Überlebensstress. Um diese Reaktionen in der notwendigen Intensität erbringen zu können, werden in solchen Situationen andere Körperfunktionen heruntergefahren, auch die des Immunsystems. Doch in unserem modernen Leben sind Stresssituationen Dauerzustand. Der Mensch funktioniert, als wäre er in ständiger Gefahr. Gerade in diesen Zuständen können sich deswegen virale oder bakterielle Erreger verbreiten oder auch Entzündungsvorgänge auftreten. Da jedoch die Stresshormone die Immunantwort unterdrücken, bemerkt der Mensch erst einmal nicht, dass er eine Krankheit „ausbrütet“. Die typischen Symptome bleiben zunächst aus. Hat sich der Stress gelegt, wenn wir im Urlaub angekommen sind, kümmert sich unsere Immunabwehr um die Beseitigung der Krankheitsauslöser, und die erste Urlaubswoche ist dahin.

Beugen Sie dieser Reaktion vor, indem Sie Ihren täglichen Aktionsstress bereits zwei Wochen vor der Erholungszeit langsam herunterfahren. Planen Sie Ihre Urlaubszeit mit einer Checkliste und packen Sie nicht erst einen Tag vor der Abreise. Gönnen Sie sich genügend Schlaf und gehen Sie vor Mitternacht zu Bett. Diese Schlafphase ist die wichtigste für Ihr Immunsystem. Vermeiden Sie abends Stressthemen. Stresshormone, die Sie über den gesamten Tag ausgeschüttet haben, lassen sich gut durch abendliches Ausdauertraining – zum Beispiel Walken, Joggen oder Radfahren – abbauen. Intensives Dehnen löscht gezielt den mentalen Stress. Gesunde Nahrung versorgt Sie mit den wertvollen Stoffen, die der Körper benötigt, um sich vor den Erregern zu schützen. Gewöhnen Sie sich an die Sonne, in dem Sie sich tägliche, kurze Sonnenbäder erlauben. So bilden Sie das wertvolle Vitamin D für eine funktionierende Abwehr.

Homepage: www.drpetrabracht.de

(pbr)
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