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Platzmangel: Alarm in der Michael-Ende-Schule: Der Pavillon-Bau verzögert sich

Von Der angekündigte Holzpavillon kommt später als geplant auf den Schulhof. Schulleiter Stefan Franz weiß nicht, wie er die Klassen unterbringen kann.
Lange Wartezeit, lange Gesichter: Schulelternbeirat, Schüler und Schulleitung der Michael-Ende-Schule in Rödelheim warten noch immer auf die längst versprochenen Container, denn es müssen mehr Klassen untergebracht werden. Foto: Heike Lyding Lange Wartezeit, lange Gesichter: Schulelternbeirat, Schüler und Schulleitung der Michael-Ende-Schule in Rödelheim warten noch immer auf die längst versprochenen Container, denn es müssen mehr Klassen untergebracht werden.
Rödelheim. 

Stefan Franz hat es kurzfristig erfahren: Der Schulleiter der Michael-Ende-Schule in der Niddagaustraße hat eine E-Mail von der Stadt erhalten, worin stand, dass der zusätzliche Container – ein Holzpavillon in Ständerbauweise mit zwei Klassenräumen – erst nach den Herbstferien bezogen werden kann. „Zugesagt war es für das Ende der Sommerferien. Wie soll ich jetzt die Klassen unterbringen?“ fragt Franz.

Darauf weiß Michael Simon keine Antwort – noch nicht. Der Leiter des neuen Amts für Bauen und Immobilien ist für alles zuständig, was mit dem Bau von Schulgebäuden zu tun hat. Er bestätigt die Aussage des Schulleiters: „Der Bauantrag war zum Jahresende durch, derzeit läuft die Ausschreibung. Der Holzpavillon wird im Sommer geliefert und kann erst im Herbst in Betrieb gehen.“ Wie bis dahin der Unterricht der betroffene Klassen ablaufen soll? Simon kann nur auf eine Gesprächsrunde mit dem Stadtschulamt verweisen. Dort soll entschieden werden, wie die Wochen nach den Sommerferien in der Michael-Ende-Schule überbrückt werden können.

Stadtteil wächst weiter

Die Schulelternbeiratsvorsitzende Dr. Julia Riemann ärgert sich über die Stadt. „Das läuft ja schon länger, das Problem ist bekannt, und der Pavillon ist uns schon 2016 für 2017 versprochen worden.“ Sie blickt in die Zukunft: „Alleine in diesem und dem nächsten Jahr werden mindestens 150 neue Wohnungen in direkter Nachbarschaft der Grundschule fertiggestellt. Der Stadtteil wächst weiter.“

Die Michael-Ende-Schule besteht aus zwei Schulgebäuden: Die vormalige Arndtschule, in der der Haupt- und Realschulzweig untergebracht ist, platzt aus allen Nähten. Und ebenso die Körnerschule, einige 100 Meter weiter. Hier lernen derzeit 394 Grundschüler. „Es gibt 20 Klassen“, sagt Franz. „Und im kommenden Schuljahr werden es mindestens 21 sein.“

Wieder enttäuscht

Schon oft wurden die Lehrer und Schüler der Michael-Ende-Schule enttäuscht – etwa, als klar war, dass alle Fachräume, auch der Musikraum, zu Klassenräumen werden müssen. Fünf Klassen sind bislang in Containern untergebracht: Vor knapp eineinhalb Jahren entstanden hinter der Turnhalle drei Flachbauten mit je einem Klassenzimmer, und noch länger steht der Holz-Ständerbau mit zwei übereinander angebrachten Klassenräumen. Dass das nicht reicht, liegt daran, dass im Sommer die drei vierten Klassen die Schule verlassen. Drei Räume werden also frei. Vier, vielleicht fünf erste Klassen müssen aber neu aufgenommen werden. Derzeit gibt es schon 20 Klassen, Intensivklassen und Vorkurse in der Schule.

„So kann man doch keine Schulräume planen“, ärgert sich Julia Riemann, die Vorsitzende des Schulelternbeirats. „Das geht doch nicht. Es war doch lange bekannt.“

Noch im September vergangenen Jahres hatte das Amt für Bau und Immobilien, das für die Schulgebäude dezernatsübergreifend zuständig ist, die Fertigstellung des Containers im Sommer zugesagt. Jetzt also doch nicht.

Schulleiter Stefan Franz mag gar nicht über seine Alternativen nachdenken. Die Klassen größer machen als 25? Darf er nicht. Es wäre auch pädagogisch schwierig. Viele Kinder sprechen schlecht Deutsch. Mit der Inklusion sind Schüler in den Klassen, die besonderen Förderbedarf haben, und die Förderlehrer sind nur stundenweise da.

Den weiteren, seit zwei Jahren leerstehenden, grünen Container auf dem Schulhof zu verwenden, lehnt Franz ebenso ab: „Unzumutbar!“, lautet sein Urteil über die Blechkiste, deren Betriebsgenehmigung abgelaufen ist. Die Stadt zahlt trotzdem noch 1000 Euro Miete pro Monat. Vor der grünen Kiste auf dem Schulhof, wegen der Bäume aber etwas weiter vorne, soll bald der neue Holz-Ständerbau mit Platz für zwei Klassen stehen.

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