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Umfrage: Behalten oder abschaffen - So stehen die Frankfurter zum Bargeld

Ob bar, per Karte mit Chip, per Karte ohne Chip oder gar mit dem Handy – die Zahlungsvarianten an der Supermarkt-Kasse sind heute so vielfältig wie nie zuvor. Die Meinungen zu diesen Bezahlweisen gehen aber auseinander.
Eine Frau bezahlt an einem Gemüsestand auf dem Wochenmarkt mit Bargeld ihren Einkauf. Das mit Bargeld gezahlt wird kommt in Deutschland immer seltener vor. Foto: Christoph Schmidt Eine Frau bezahlt an einem Gemüsestand auf dem Wochenmarkt mit Bargeld ihren Einkauf. Das mit Bargeld gezahlt wird kommt in Deutschland immer seltener vor.
Frankfurt. 

„Das Bargeld soll abgeschafft werden.“ Dieser Satz schwebt wie ein Damoklesschwert über manchem Verbraucher. Obwohl die Kartenzahlung schon seit geraumer Zeit alltäglich geworden ist, sind die Zweifel gegenüber dieser Zahlweise noch immer nicht ganz ausgeräumt: Ist die Kartenzahlung wirklich sicher? Gebe ich damit nicht zu viele Daten preis? Und wie viel schneller und einfacher ist die Kartenzahlung eigentlich?

 

Kein Wunder also, dass das Bargeld bei den Deutschen noch immer hoch im Kurs steht und die Skepsis gegenüber den neuen Zahlungsarten mit dem Handy noch größer ist. Wir haben nachgefragt, wie die Frankfurter zu Bargeld und Karte stehen.

Mal bar, mal mit Karte

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Bernd Christ (72) zahlt regelmäßig mit Karte. „Ich gehe jeden Tag einkaufen und habe dann nicht immer Bargeld dafür dabei“, sagt der Sachsenhäuser. Ganz ohne Bargeld kommt aber auch er nicht aus: „Wenn ich in die Kleinmarkthalle an meine fünf Stände gehe, kann ich natürlich nicht mit Karte zahlen“, so der 72-Jährige. Auch in Restaurants zahlt er noch lieber in bar: „Dann kann man auch viel besser Trinkgeld geben“, sagt er.

Karte oder Handy

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Paty Prieto (54) und David Lynn (40) zahlen oft mit Karte. „Ich fin-de das einfach sicherer, weil man genau sieht, wo man was ausgibt“, sagt Lynn. Die beiden Lehrer aus North Carolina haben auch keine Angst vor der Bargeld-Abschaffung: „Von heute auf morgen kann das aber nicht funktionieren“, so Prieto. Sie zahlt sogar am liebsten mit ihrem Handy. „Die Karten habe ich trotzdem immer dabei“, sagt sie, „falls der Akku leer ist“.

Eine Generationenfrage

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Edith Kanne (77) hat lieber Bargeld in der Tasche. „Geht es denn überhaupt wirklich schneller, mit Karte zu zahlen?“, fragt die Frankfurterin. Die Idee, in Zukunft nur noch bargeldlos zu zahlen, findet sie nicht gut. „Über die Karte hat doch jeder Einblick in meine Einkäufe“, so Kanne. Ihre Generation sei dazu nicht so offen eingestellt, sagt sie. „Ich glaube, die Jugend hat damit weniger ein Problem.“

Cent-Münzen streichen

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Charlotte Raloff (47) zahlt häufig mit Karte und findet das heute auch ganz normal. „Ich habe auch nicht immer genug Geld dabei. Da ist es mit Karte dann schon einfacher“, sagt die Offenbacherin. Abschaffen würde sie das Bargeld aber trotzdem nicht: „Auf Ein- und Zwei-Cent-Münzen könnte ich verzichten, aber ich glaube, im Moment haben wir noch nicht die richtigen Voraussetzungen, um das Bargeld abzuschaffen“, so Raloff.

Weniger Selbstkontrolle

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Fred Moos (27) zahlt lieber bar als mit Karte. Dabei denkt er auch an die Läden, in denen er einkauft: „Für den Laden fällt ja bei jeder Kartenzahlung eine Gebühr an“, sagt der Eschersheimer. Das Bargeld abzuschaffen hält Moos für unklug: „Man hat viel weniger Kontrolle über sein Geld, wenn alles digital ist“, sagt er. „Außerdem“, fragt der 27-Jährige schmun-zelnd, „wie soll man denn ohne Bargeld mit Geld um sich werfen?“

 

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