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Ortsbeirat 16 und Fachleute laden zur Anhörung am 20. Februar ein: Bergen-Enkheim: Wenn Bürger im Verkehr ersticken

Machen Stadtteilpolitiker Vorschläge zur Lösung von Verkehrsproblemen, bekommen sie von der Verwaltung meist zu hören: So kann man das nicht machen. Und die Bürger sind frustriert, weil sich nichts tut. Um diesen Kreislauf zu durchbrechen, veranstaltet der Ortsbeirat 16 am 20. Februar eine Bürgeranhörung zu Verkehrsthemen im Stadtteil.
Nicht nur wenn wie hier die Autos im Neuen Weg parken, wird es eng: Busse kommen oft nicht aneinander vorbei. Foto: Leonhard Hamerski Nicht nur wenn wie hier die Autos im Neuen Weg parken, wird es eng: Busse kommen oft nicht aneinander vorbei.
Bergen-Enkheim. 

Seit einem Dreivierteljahr kämpft die kleine Bürgerinitiative (BI) darum, den Verkehr im Neuen Weg, einer der steilsten Straßen Bergen-Enkheims, zu beruhigen. „Er ist eigentlich eine Wohnstraße. Und doch fährt hier viel Schleichverkehr aus dem Umland durch“, sagt BI-Mitglied Andrea Schuster. Immer mehr Fahrzeuge brausten hier durch – sie seien schneller unterwegs als früher. Hinzu kommen drei Buslinien, die den Hang zwischen Bergen und Enkheim hoch und runter fahren. „Dabei ist die Straße so schmal, dass zwei Busse sich nicht begegnen können, ohne auf den Bürgersteig auszuweichen.“ Zudem gebe es unübersichtliche Kurven, in denen auch geparkt werde. „Es gab schon Wortgefechte, ja fast Schlägereien zwischen Autofahrern.“

Um die Lage zu ändern, sammelten die Anwohner 50 Unterschriften mit der Forderung, den Durchgangsverkehr zu reduzieren, das erlaubte Tempo von 40 auf 30 Kilometer pro Stunde zu reduzieren und die Busse nur in einer Richtung durch den Neuen Weg fahren zu lassen. Erreicht haben sie nichts, auch weil der Ortsbeirat unschlüssig ist, was er hier noch machen soll. „Seit mehr als zehn Jahren bemühen wir uns um eine Lösung im Neuen Weg, verändern alle paar Monate die Parkregeln, bauen Schilder ab und stellen sie anderswo wieder auf. Aber dann kommt immer jemand, dem die neue Regelung nicht passt“, sagt Ortsvorsteherin Renate Müller-Friese (CDU).

Das Fass läuft über

Der Neue Weg sei nicht das einzige Verkehrsproblem, an dem sich der Ortsbeirat im Diskurs mit der Verwaltung und Bürgern die Zähne ausbeißt, sagt die Ortsvorsteherin. „Aber er war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.“ Der Ortsbeirat beschloss, zur Bürgeranhörung zu laden, damit die Bergen-Enkheimer loswerden können, welche Verkehrsprobleme sie beschäftigen. Nun wurden die Einladungen verschickt: Die Anhörung findet am Montag, 20. Februar, um 18.30 Uhr in der Stadthalle Bergen, Schelmenburgplatz 2, statt.

Dann werden Vertreter des Referates für Mobilität und Verkehrsplanung in einem einleitenden Vortrag die Verkehrssituation im Stadtteil darlegen. „Sie sollen auch erklären, was Grundnetzstraßen und was Wohnstraßen sind, welche Regelungen zum Parken man wo treffen kann oder wie wir mit Straßen umgehen müssen, in denen Busse fahren“, sagt Müller-Friese. Das sei wichtig für die Bürger, damit diese verstehen, warum etwas nicht so einfach zu regeln sei wie es auf den ersten Blick erscheine. Auch erhoffe sich der Ortsbeirat einen Rahmen, um Anträge zu Verkehrsthemen zustellen. Denn allzu oft bekommt er aus der Verwaltung zu hören: Das, was ihr wollt, geht nicht!

Kein Platz zum Parken

Ein wichtiges Thema sei in Bergen-Enkheim das Parken, sagt Müller-Friese. Etwa das noch recht neue Baugebiet Im Rosenträger. „Zwischen den Zufahrten zu den Garagen stehen Bäume. Das ist schön. Aber man kann dort nicht am Straßenrand parken.“ Anderswo hätten sich in Sachen Parken Gewohnheitsrechte herausgebildet. Auf diese pochten Anwohner auch gegenüber der Stadtpolizei, wenn diese Knöllchen schreibe, weil diese Gewohnheitsrechte nicht mit der Straßenverkehrsordnung in Einklang stünden.

Bei der Bürgeranhörung geht es aber nicht nur ums Parken oder den Neuen Weg: Alle Bürger könnten sich einbringen und auf Probleme hinweisen. Diese will der Ortsbeirat sammeln und dann gemeinsam angehen.

(hau)
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