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Schwimmwettbewerb der Förderschulen: Durch die Wellen pflügen

Rund 70 Teilnehmer waren beim ,,Schwimmwettbewerb der Frankfurter Förderschulen“ am Start. Der Wettkampf bietet Jugendlichen auch die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen. Trotz rückläufiger Teilnehmerzahlen ziehen die Organisatoren eine positive Bilanz. Unterstützung lieferte die Leberecht-Stiftung dieser Zeitung.
Kopfsprung ins (noch) spiegelglatte Nass: Beim Schwimmwettbewerb der Frankfurter Förderschulen geben  die Schüler alles. Und die „Konkurrenz“ am Beckenrand schaut nicht nur zu, sondern feuert die Wettkämpfer lautstark und kameradschaftlich an. Bilder > Foto: L. Hamerski Kopfsprung ins (noch) spiegelglatte Nass: Beim Schwimmwettbewerb der Frankfurter Förderschulen geben die Schüler alles. Und die „Konkurrenz“ am Beckenrand schaut nicht nur zu, sondern feuert die Wettkämpfer lautstark und kameradschaftlich an.
Bockenheim. 

An den Startblöcken des Schwimmerbeckens herrscht gespannte Stille. ,,Auf die Plätze, fertig, los“, schallt es aus den Lautsprechern an der Hallendecke. Auf das Signal hin springen acht Schüler mit einem Startsprung ins Wasser und schwimmen um die Wette. Mitschüler und Lehrer feuern ihre Schwimmer lautstark vom Beckenrand aus an. Insgesamt 70 Schülerinnen und Schüler von acht Schulen nehmen am ,,Schwimmwettbewerb der Frankfurter Förderschulen“ im Rebstockbad teil.

 

Beim Sport vernetzen

 

Dieser wird bereits zum 26. Mal ausgetragen. Michael Schmidt, Schulsportleiter der Bürgermeister-Grimm-Schule, organisiert den Wettkampf zum mittlerweile 16. Mal. Drei Mal traf sich Schmidt mit den Schulsportleitern der anderen Förderschulen, um den Wettkampf zu planen. Dabei beschränkt sich der „Arbeitskreis Sport“ nicht nur aufs Schwimmen. ,,Bei unseren Treffen organisieren wir auch Fußballturniere und Leichtathletikwettkämpfe“, erzählt Schmidt. Besonders freut er sich darüber, dass sich die Jugendlichen beim Sport kennenlernen und vernetzen. ,,Als die Schüler heute Morgen am Bad angekommen sind, haben sich viele begrüßt, weil sie sich von den Wettkämpfen kennen“, sagt Schmidt.

Beim Schwimmwettkampf im Rebstockbad haben die Jugendlichen eine breite Auswahl an Disziplinen. Die Schwimmer messen sich in Brust, Kraul und Rückenschwimmen. Sogar Turmspringen ist möglich – allerdings aus einer sicheren Höhe von nur einem Meter. Bei den Wettkämpfen muss eine Bahn von 25 Metern Länge so schnell wie möglich zurückgelegt werden. ,,Die acht Zeitschnellsten kommen in den Endlauf und kämpfen um Medaillen und Pokale“, erklärt Schmidt. Besagte Preise werden von der Leberecht-Stiftung dieser Zeitung zur Verfügung gestellt. ,,Für diese Unterstützung sind wir sehr dankbar“, betont Schmidt.

 

Weniger Teilnehmer

 

In den meisten Altersklassen gibt es Vorläufe, um die acht schnellsten Schwimmer zu ermitteln. Manchmal findet aber auch direkt der Endlauf statt. Das liegt dieses Jahr an der relativ geringen Teilnehmerzahl. ,,Vor einigen Jahren hatten wir 140 Teilnehmer. Heute sind es nur noch 70“, erklärt Schmidt. Das sei auf die sinkenden Zahlen von Förderschülern in Frankfurt zurückzuführen. Auch bei den Auswertungen der Wettrennen müssen Schmidt und die anderen Helfer etliche Herausforderungen meistern. In diesem Jahr sind nämlich auch nur wenige Helfer vor Ort. ,,Wir waren ohnehin schon dünn besetzt und müssen dazu noch einige Ausfälle kompensieren“, bedauert Schmidt.

Trotz dieser Schwierigkeiten ist die Stimmung unter den Teilnehmern gut. Die Schwimmer legen sich ins Zeug und versuchen ihre Mitstreiter abzuschütteln. Batuhan (16) von der Weißfrauenschule hat den ersten Vorlauf im Brustschwimmen gewonnen und sich einen Platz im Kampf um die Medaillen gesichert. ,,Darauf bin ich stolz“, sagt er. Batuhan ist schon zum vierten Mal bei den Wettkämpfen dabei. Letztes Jahr hat der 16-Jährige die Silbermedaille im Brustschwimmen gewonnen. ,,Auch dieses Mal möchte ich unter die ersten drei kommen.“

Auch Yasmin (14) von der Weißfrauenschule ist eine erfolgreiche Schwimmerin. Im letzten Jahr hat sie in vier Disziplinen Gold geholt. Die 14-Jährige wagt sich auch ans Turmspringen. ,,Ich werde bei meinem Sprung einen Salto vorwärts machen“, erzählt sie.

 

Lehrer anders wahrnehmen

 

Nicht nur die Jugendlichen sind guter Dinge. Auch die Lehrer freuen sich darüber, mit ihrer Schule und den Jugendlichen beim Wettstreit vertreten zu sein. ,,Dieser Wettkampf ist einfach super“, sagt etwa Damian Grosch von der Hermann-Herzog-Schule. ,,Ich finde es gut, dass die Jugendlichen uns auch einmal außerhalb des Unterrichts erleben“, sagt der Lehrer. ,,So nehmen sie uns einmal nicht nur als Lehrer wahr, sondern auch als Betreuer und Berater.“

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