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Ein Blitz kommt selten allein – und der Donner immer später

30 000 Grad heiß und nicht dicker als ein Finger. Mehr darüber und warum schlechtes Wetter manchmal eigentlich gutes Wetter ist, erfahren Besucher des Wetterparks.
Waltraud Bütof erklärt den ZING-Reportern das Naturereignis Blitz und Gewitter. Die Kinder hängen an ihren Lippen. Waltraud Bütof erklärt den ZING-Reportern das Naturereignis Blitz und Gewitter. Die Kinder hängen an ihren Lippen.
Offenbach. 

Abenteuer Wetter auf 20 000 Quadratmetern. Mit dieser Beschreibung kommt man dem im Jahr 2005 eröffneten Gelände des Wetterparks sicherlich am nächsten. Denn dort kann man in weitläufiger Landschaft an vielen Außenstationen und einem Besucherzentrum viel entdecken und eigenständig Fragen rund um das Wetter erforschen. So kann man unter anderem an einem Windsack selbstständig die aktuelle Windgeschwindigkeit und Windrichtung beobachten oder an einer großen Tafel Luftfeuchtigkeit, Temperatur und den Luftdruck ablesen.

Die Geräte im Wetterpark sind unterschiedlich groß. Je nachdem, was man messen möchte. „Das Thermometer kann sehr klein sein. Andere Geräte müssen größer sein, weil sie etwas anderes messen“, so Waltraud Bütof, eine Führerin im Wetterpark. Bütof arbeitet hauptberuflich für den Deutschen Wetterdienst (DWD) und ist sonst als Wetterbeobachterin für die Wettervorhersage für Flugzeuge am Frankfurter Flughafen zuständig. Gemeinsam mit 14 weiteren Mitarbeitern freut sie sich über Fragen großer und kleiner interessierter Besucher.

 

Berge oder Pilze

 

So kann man bei einer Führung auch viel über Wolken erfahren. Wolken bestehen aus Wasser- oder Eisteilchen, die in der Luft schweben. Es gibt verschiedene Arten von Wolken. Wenn die Wolken weitere Wassertröpfchen aufnehmen, wachsen sie. Das geht aber nur bis zu einer bestimmten Höhe. Wenn sie diese Höhe erreicht haben, wachsen sie in die Breite, da sie irgendwann am oberen Rand der Wetteratmosphäre ankommen. Manche von ihnen sehen sogar aus wie Berge oder wie Pilze. Die meisten der Wolken, die solch eine Form haben sind sogenannte Haufenwolken.

Bei blauem Himmel und Sonnenschein gibt es für die Wetterprofis nicht so viel Interessantes zu entdecken als bei Bewölkung, Regen oder Gewitter. Dann ist am Himmel etwas los!

Neben einem vom Blitz attackierten Eichenstamm können interessierte Besucher alles über Gewitter erfahren. Ein Gewitter entsteht, wenn die Luft feucht und warm ist. Da warme Luft leichter ist als kalte Luft, steigt diese nach oben und kühlt dabei ab. Es entsteht eine bis zu zehn Meter hohe Gewitterwolke. Durch die Reibung der Wassertröpfchen aneinander entsteht eine enorme Spannung, die sich schlagartig in einem Lichtbogen entladen muss. Blitz und Donner entstehen dabei gleichzeitig. Da Licht jedoch dreimal schneller ist als der Schall, wird der Blitz zuerst wahrgenommen.

Den Donner kann der Mensch erst nach dem Blitz vernehmen. Im Süden Deutschlands entstehen Gewitter häufiger als im Norden, Grund dafür ist die warme Luft aus Italien.

 

Nicht erschrecken

 

Das Phänomen des Gewitters können interessierte Besucher auch bei einer der vielen Mitmachstationen im Besucherzentrum genauer erforschen. An einer Art Fernsehen mit zwei Drehschaltern können sie durch Ändern der Lautstärke und des Hintergrundes Blitz und Donner nachstellen. Besucher sollten jedoch darauf gefasst sein, dass ein lauter Schlag ertönt, und dabei nicht allzu sehr erschrecken.

Daneben gibt es noch weitere Experimente zum selbst Ausprobieren. Besonders spannend ist es, einen Tornado selbst zu erzeugen. Tornados entstehen nur in einer Gewitterwolke. Da sie sich sehr schnell drehen, können sie sogar Autos und Häuser hochsaugen.

 

Der Eintritt in Wetterpark und Besucherzentrum ist sogar kostenfrei.

 

 

Ajla Silajdzijia, Arianna Bradlaw, Ben-Elias Krüger, Emma Schmidt, Emmanuela Hofmann, Katharina Lang, Lennard Frühling, Lina Lange, Louis Hensgen, Lukas Helmke, Marius Maier, Marlene Halfar, Mia Scherf, Philipp Wagner, Sonja Morochek, Sory Kourouma, Soumia Dahmani, Unique Church
(Mundanis Stadtschule,
Klasse 3a)

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