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„Alte Garde“ der Adlerträger: Eintracht, willkommen!

Von Zum Auftakt der Feierlichkeiten zu ihrem 70-jährigen Bestehen bot die SG Harheim ihren Gästen etwas Besonderes: Auf dem Rasen der Bezirkssportanlage spielten die SG „All Stars“ gegen die Traditionself der Eintracht.
Die Buben Konstantin (l.) und Ada von der SG Harheim führen Thomas Zampach     bei schönstem Abendsonnenlicht auf „ihren“ Fußballplatz. Bilder > Foto: Leonhard Hamerski Die Buben Konstantin (l.) und Ada von der SG Harheim führen Thomas Zampach bei schönstem Abendsonnenlicht auf „ihren“ Fußballplatz.
Harheim. 

Es ist ein rauschendes Fest, das die SG Harheim mit mehr als 650 Besuchern auf ihrem Rasenplatz feiert. Der Fußballverein wird 70 Jahre alt – und die Traditionsmannschaft der Eintracht ist zu Gast. Gleich beginnt das Spiel, und neben den „All Stars“ der SG steht auch die F-Jugend am Spielfeldrand. Deren Spieler dürfen, wie in der Bundesliga, mit den Mannschaften auflaufen. Alexander Schur, der zehn Jahre lang für die Eintracht spielte und heute die U 19 trainiert, streicht Roman (6) kurz übers Haar, dann nimmt er ihn und Mattes (7) an der Hand. Vor ihm trabt Thomas Zampach, der „Eintracht-Fußballgott“, zusammen mit Konstantin und Ada (beide 6) aufs Feld.

 

Bilderstrecke Eintracht: Die "Alte Garde" beim Freundschaftsspiel gegen SG Harheim
Die „Alte Garde“ der Adlerträger trat beim 70. Geburtstag der SG Harheim zum Freundschaftsspiel an. Im Bild: Uwe Bindewald und Rudi Bommer.Thomas Zampach mit den Einlaufkindern der SG Harheim Konstantin (6 Jahre alt) und Adal (6 Jahre alt).Spieler der SG Harheim..

 

Locker geht es zu bei diesem ungleichen Duell, das die Eintracht am Ende klar gewinnen wird. Während die Harheimer vorm Anpfiff schnell noch einmal in der Kabine verschwunden sind, zeigt Eintracht-Torwart Hans Steinle seinem Stürmer Rudi Bommer die Flutlichtanlage, aufgestellt vom Technischen Hilfswerk (THW). „Wir sollten zuerst auf das Tor spielen, da sind nur zwei Strahler aufgebaut“, zeigt er auf die eine Seite. Auf der anderen stehen sechs Strahler hinter dem Tor. „Da habe ich in der zweiten Halbzeit mehr Licht, da sehe ich wenigstens auch mal einen Ball. Und außerdem ist der Weg nach Spielschluss in die Kabine kürzer.“ Bommer lacht.

Das Spiel beginnt. Von der Bank aus beobachten Trainer Clemens Appel, Frank Gerster, Sascha Amstätter und Daniyel Cimen sowie der Physiotherapeut, Andre Scholz, jeden Spielzug. Erst als Holger Friz nach fünf Minuten das erste Tor für die Eintracht schießt, entspannen sie etwas. Gerster stützt sich lässig auf einen Ball, murmelt eine leises „Gib ab, ja, so.“

Amstätter und Scholz entdecken derweil, dass sie zusammen auf der Schule waren: „Ach komm, du bist auch Jahrgang 71?“, fragt Amstätter erstaunt. „Ich war auf der Ernst Reuter.“ „Ja ich auch“, sagt Scholz. Und dann geht’s los: Welche Kurse hattest du, kennst du die Silke noch, und wie hieß der mit den langen Haaren? Scholz war der bessere Schüler, Amstätter wurde Fußballprofi.

Und dann schießen die Harheimer ein Tor, verkürzen auf 4:1. „Davon erzählt der noch seien Enkeln“, meint Frank Gerster in Richtung des Torschützen. „Clemens, hast du dem Steinle etwa gesagt, der soll mal einen durchlassen“, ertönt eine Stimme neben der Bank. Clemens Appel schüttelt kurz mit dem Kopf, schaut dann wieder aus Spielfeld. Der Zwischenruf kommt von einem Harheimer, von Jens Hartmann, der mit einem Glas Bier neben der Eintracht-Bank steht. „Wir sind noch von früher befreundet“, erklärt Hartmann.

Dann ist Halbzeit, es wird lebendig auf und um die Eintracht-Bank herum. Manfred Binz ist inzwischen eingetrudelt, klatscht seine Mannschaftskameraden ab, umarmt einige freudig. Bjarne, Theo, Phil und Benjamin (alle 7) mischen sich, Bratwurst kauend, unter die Eintracht-Profis. „Ich will, dass ihr gewinnt“, sagt Theo und schaut zu Hans Steinle hoch. „Wir haben 7:1 gegen Olympia gewonnen. Und nächste Woche gewinnen wir auch“, erzählt Phil – und Steinle nickt anerkennend: „Immer schön konzentriert bleiben, dann klappt das auch“, gibt er den Jungs mit auf den Weg und geht zurück aufs Feld.

Um kurz nach 8 Uhr ist das Spiel aus. Thomas Zampach steht plaudernd vor dem Vereinshaus, mit ein paar Bekannten. Uwe Bindewald posiert mit Philip (7) schnell noch für ein Foto, Lenn (6) bekommt von Thomas Sobotzik ein Autogramm aufs T-Shirt, Jona (8) und Jannis (7) lassen ihre Bälle signieren. Und während die Eintracht-Spieler, einer nach dem anderen, geduscht den Heimweg antreten, feiern die SG Harheim und ihre Besucher bis spät in die Nacht hinein einen für den Stadtteil außergewöhnlichen Fußballabend.

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