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Bürgeranhörung in Bergen-Enkheim: Engstelle am Rathaus entschärfen

Von Um die Verkehrsprobleme in Ber-gen-Enkheim zu lösen, hat der Ortsbeirat 16 eine Bürgeranhörung veranstaltet. Etwa 70 Bürger waren in den Saalbau gekommen und diskutierten.
Engstelle mit häufigen Staus: Das Alte Rathaus in der Marktstraße war gestern Thema bei der Bürgerinformation zum Verkehr. Foto: Leonhard Hamerski Engstelle mit häufigen Staus: Das Alte Rathaus in der Marktstraße war gestern Thema bei der Bürgerinformation zum Verkehr.
Bergen-Enkheim. 

Die Verkehrsprobleme in Bergen-Enkheim sind groß, und der Ortsbeirat ist schon seit Jahrzehnten damit befasst. „Wir wollen von Ihnen hören, was Sie sich wünschen“, forderte Ortsvorsteherin Renate Müller-Friese gestern von den Zuhörern. „Scheuen Sie keine unkonventionellen Vorschläge.“

Roland Pfeifer hatte einen solchen mitgebracht. Der Seckbacher schlug vor, oben an der Vilbeler Landstraße eine Pförtnerampel auf Rot zu stellen, morgens von sieben bis neun Uhr. „Dann bleiben die Autos draußen.“ Punkt. So einfach sind Verkehrsprobleme zu lösen.

Einbahnstraße auf Zeit

Jens Wöbbeking, bei der Stadt für das Referat Mobilitätsplanung zuständig, machte Pfeifer keine großen Hoffnungen: „Das bekommen Sie nicht durch.“ Realistischer fanden er und Müller-Friese den Vorschlag eines anderen Frankfurters, der daran erinnerte: „Am Lerchesberg sind bestimmte Straßen vormittags in die eine und nachmittags in die andere Richtung Einbahnstraße. Wenn man den Verkehr raushalten will, dann schafft man es auch.“

Diese und viele andere Vorschläge, kündigte Müller-Friese an, werde der Ortsbeirat im Gremium und mit den Ämtern besprechen. „Es gibt dann eine weitere Bürgeranhörung, damit Sie erfahren, wie es weitergeht.“

Der viele Durchgangsverkehr im Stadtteil ist eine Folge des fehlenden Riederwaldtunnels. Alles quält sich über die Vilbeler Landstraße. Ein anderes Problem ist zugleich eine Stärke: Weil der Stadtteil, wie Wöbbeking erläuterte, so gut mit Buslinien ausgestattet ist, gibt es fast überall Haltestellen, niemand hat weit zum Bus. „Und natürlich begegnen sich die Busse auch.“ Ein Riesenproblem in engen Straßen.

Müller-Friese nannte als Beispiel die Marktstraße, wo das alte Rathaus ihrer Information zufolge noch mindestens bis 2020 eingerüstet bleibt. „Täglich mindestens ein Mal kommen sich Busse in die Quere.“ Eine Lösung hat die Ortsvorsteherin nicht.

Parken auf dem Gehweg

Eine Anwohnerin machte einen Vorschlag: „Wo die Bürgersteige breit genug sind, kann man doch erlauben, Autos mit zwei Rädern auf dem Bürgersteig zu parken.“ Ab Hausnummer 62 dürften die Probleme nach Einschätzung der Frau damit auf eine Strecke von 500 Metern gelöst sein.

Gleiches Problem, andere Straße: Viele Bergen-Enkheimer beschwer-ten sich über das Gedränge der Busse im Neuen Weg. Die Straße ist schmal, Parkplätze knapp, und wenn dann noch zwei Busse aufei-nander zufahren, gibt es kaum eine Lösung.

Generell sprachen sich die anwe-senden Bürger für noch mehr Tem-po 30-Zonen und strengere Kontrollen aus. Müller-Friese selbst warb an einer Stelle dafür, „die Autos auch mal fahren zu lassen“ und nicht überall Hindernisse zu fordern.

Eine Mutter beschwerte sich: „Wir haben alle Angst, unsere Kinder über die Erlenseestraße gehen zu lassen.“ Dort gebe es einen Zebrastreifen, doch die Autos fahren so schnell, die Fahrer halten nicht, wenn sie die Kinder sehen. „Wir Mütter der Erstklässler haben uns organsiert, eine ist immer am Zeb-rastreifen.“ Was, schlug die Frau vor, wenn man ein Dialog-Display dort installiere?

Diese freundlichen Hinweise, die die Autofahrer mit roten oder grünen Farben hinweisen, sind eine gute Alternative zu einer Ampel, sagte Wöbbeking. Aber es wirke nur, weil die Autofahrer überrascht sind und nicht in jeder Straße so ein Display stehe. Letztlich sei es eine Frage des Geldes, wie viele mobile oder fest installierte Displays sich Frankfurt leisten will.

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