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Firmengelände wird zur Wohnsiedlung

Von Ein neues Baugebiet soll ab Sommer südöstlich des Urnbergwegs entstehen. Nach dem Wegzug des Bauunternehmens Weiler plant dort ein Investor 85 schlüsselfertige Reihenhäuser und Doppelhaushälften für 36 Millionen Euro.
Schicke Reihenhäuser entstehen auf dem ehemaligen Weiler-Gelände. Bilder > Schicke Reihenhäuser entstehen auf dem ehemaligen Weiler-Gelände.
Harheim. 

Es ist das letzte Baufeld von zirka drei Hektar, das das Areal zwischen der Bebauung an der Philipp-Schnell-Straße, dem Auweg und dem Niddaufer füllt. Dort entsteht bald ein neuer Ortsrand. Doch dieser scheinbare Lückenschluss hat eine lange Vorgeschichte. Seit 1968 hat das Bauunternehmen Weiler an jener Stelle sein Gewerbe. Bereits 1969, erinnert sich Lutz Weiler, sei direkt nebenan ein Wohngebiet ausgewiesen worden, damals noch vom Kreis Friedberg, zu dem Harheim früher gehörte.

„Damals ging der Ärger los“, klagt Weiler. Das sei immer noch so, denn seine Lkw müssten durch die enge Philipp-Schnell-Straße fahren, da blieben manchmal nur 20 Zentimeter zum Manövrieren. Die Folge seien regelmäßige Schäden an Autospiegeln gewesen.

Schon vor zehn Jahren habe Ortsvorsteher Herbert Seuffert (Grüne) die Idee gehabt, den Betrieb umzusiedeln. Doch die Variante, südlich des neuen Bonameser Baugebietes anzusiedeln, habe die Politiker nicht begeistert. Auch die Rödelheimer Option zerschlug sich, weil das Grundstück der Bundesimmobiliengesellschaft BIMA gehört und die Stadt als Zwischenkäufer hätte auftreten müssen. Insgesamt, so Weiler, habe die Stadt „keinerlei Hilfe“ geleistet, eher noch behindert. Vor zwei Jahren kam Weiler dann ins Gespräch mit Offenbach, erhielt ein Areal in der Sprendlinger Landstraße. Dort steigt am 24. März die Umzugsparty der drei Firmen Weiler, Tief-und Rohrleitungsbau GmbH, A+M, Asphaltbau und Mischwerke GmbH und A+L Handels GmbH. Sie verabschieden sich zuvor von Harheim mit einem Flohmarkt für gute Zwecke. Derzeit packt Weiler aber nicht nur Umzugskartons, „wir müssen noch den Kanalumbau bewerkstelligen“, teilt er mit.

Abbruch im Sommer

Das 18 Hektar große Areal ist bereits an die Firma Werner Wohnbau aus Niedereschach im Schwarzwald verkauft worden. Sie möchte dort 85 Reihenhäuser und Doppelhaushälften bauen, teilt Projektentwickler Holger Lohmann mit. Die Vermarktung werde voraussichtlich im Sommer oder Frühherbst beginnen. Eine Preis-Kalkulation gibt es noch nicht. Die Häuser werden schlüsselfertig bis auf Bodenbeläge und Tapezierarbeiten angeboten. Losgehen soll es im Sommer mit dem Abbruch des Tiefbauunternehmens. Das Investitionsvolumen beziffert Lohmann auf 36 Millionen Euro.

Das mittelständische Unternehmen baut jährlich etwa 300 Wohneinheiten, meist als Reihen- und Einzelhäuser und ist in Frankfurt kein Unbekannter. So gab es bereits Projekte in Unterliederbach, Bonames, Zeilsheim, Sindlingen und Seckbach. Das Harheimer Areal sei „eine sehr schöne Lage“ am Ortsrand mit unverbaubarem Blick auf die Nidda, wirbt Lohmann.

Begrüntes Wohngebiet

Was dort geplant ist, darüber können sich Interessenten bei der Offenlage des Bebauungsplans 919, „Südöstlich Urnbergweg“ noch bis zum 22. Februar informieren. Die Pläne liegen im Planungsdezernat, Kurt-Schumacher-Straße 10, aus. Sie sind im Internet einsehbar unter www.stadtplanungsamt-frankfurt.de/bebauungsplan_nr_910_suedoestlich_urnbergweg_13597.html?psid=d. Bei der Neuplanung als Wohngebiet sollen große Flächen entsiegelt werden. Das Plangebiet sei als Gebiet zur „Wohnbaulandentwicklung mit Priorität“ ausgewählt worden, heißt es in der Beschreibung des Bebauungsplans. Die Stadt Frankfurt verfolge das Ziel, unter Berücksichtigung ökologischer und insbesondere klimatischer Erfordernisse ausreichend Wohnbauland zur Verfügung zu stellen. Hierzu trage das Plangebiet durch die Umnutzung einer nahezu vollständig versiegelten gewerblich genutzten Fläche in ein begrüntes Wohngebiet in besonderem Maße bei.

Fest vorgesehen ist ein Spielplatz für die künftigen Bewohner, auch überdachte Stellplätze soll es vereinzelt geben.

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