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Fußgänger schwer verletzt liegen gelassen

In Seckbach wurde ein 65-jähriger Frankfurter angefahren und blieb stundenlang schwer verletzt liegen, der Autofahrer beging Unfallflucht. „Es war klar, dass irgendwann so etwas passieren wird“, heißt es beim angrenzenden Kleingartenverein.
Einfahrverbot wird irgnoriert: Kleingartenvorsitzende Heidrun Holz auf der Haide will die Unfallstraße schließen. Foto: Leonhard Hamerski Einfahrverbot wird irgnoriert: Kleingartenvorsitzende Heidrun Holz auf der Haide will die Unfallstraße schließen.
Frankfurt. 

. Ein Radfahrer fand das Unfallopfer am Donnerstagmorgen gegen 5.30 Uhr. Der 65-Jährige lag seit Stunden mit mehreren Knochenbrüchen am Rand der Straße „Am Sausee“ und war stark unterkühlt. Der Rettungsdienst brachte ihn sofort ins Krankenhaus. In Lebensgefahr schwebe der Mann nicht, aber er müsse operiert werden, hieß es gestern. Die Polizei veröffentlichte einen Zeugenaufruf. Denn vom Fahrer jenes dunklen Autos, dass den Fußgänger umfuhr, fehlt bisher jede Spur.

Beliebte Abkürzung

Der schmale asphaltierte Weg führt zwischen den Anlagen des Kleingärtnervereins Günthersburg in Seckbach hindurch und ist bei Autofahrern als Abkürzung beliebt. „Die rasen hier mit Tempo 60 oder sogar 80 durch“, sagt Vereinsvorsitzende Heidrun Holz auf der Haide. „Es war klar, dass irgendwann so etwas passieren wird.“ Seit Jahren setzen sich die Kleingärtner dafür ein, dass die Straße „Am Sausee“ richtig gesperrt wird. Das bisherige Einfahrverbot mit „Anlieger frei“-Schild werde ignoriert. Im Oktober habe es einen Ortstermin mit Vertretern der Stadt gegeben, sagt Holz auf der Haide. „Da wurde uns zugesichert, dass Poller aufgestellt werden, um die Raser zu stoppen.“ Doch getan habe sich seitdem nichts.

Aus dem Verkehrsdezernat war dazu am Freitagmittag nichts mehr zu erfahren. „Grundsätzlich ist uns das Problem bewusst“, sagte ein Dezernatssprecher. Aber die Frage, ob dort weitere Maßnahmen der Verkehrsberuhigung geplant seien und wann sie gegebenenfalls umgesetzt werden, könne er erst am Montag beantworten.

Auf dem Weg nach Hause

Für das Unfallopfer kämen solche Maßnahmen ohnehin zu spät. Der 65-jährige Riederwälder sei auf dem Weg von der Kleingartenanlage nach Hause gewesen, berichtet ein Polizeisprecher. Er habe ausgesagt, gegen 23 Uhr von einem schwarzen Auto, womöglich ein 3er-BMW, frontal erfasst und auf einen Grünstreifen geschleudert worden zu sein. Aufgrund seiner schweren Verletzungen konnte der Mann nicht aufstehen und musste liegen bleiben, bis ihn der zufällig vorbeikommende Radfahrer fand.

Die Polizei ermittelt nun, hatte aber zunächst Schwierigkeiten, die genaue Unfallstelle zu finden. „Es sind noch viele Fragen offen“, sagt der Sprecher. Nach ersten Erkenntnissen müsse der Unfallwagen vorne beschädigt sein. Der Fahrer sei in Richtung Norden weitergefahren, womöglich wohne er in der Nähe. Die Beamten hoffen nun auf Hinweise von Zeugen – und dass sich der rettende Radfahrer noch einmal meldet. Er sei weitergefahren, nachdem der Rettungsdienst eingetroffen war und sich um den Verletzten gekümmert habe, sagt der Polizeisprecher. Gegen den noch unbekannten Autofahrer laufen Ermittlungen wegen Unfallflucht. dg/dpa

Zeugen gesucht

Hinweise nehmen das 6. Polizeirevier, Telefon (0 69) 75 51 06 00, oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

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