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Verkehr: Geplanter Ausbau der S6 sorgt für Ärger

Da sich das Verkehrsdezernat nicht in die S-Bahn-Baupläne schauen lässt, fordern die Mitglieder aller Parteien des Ortsbeirates 14 (Harheim) nun einstimmig Rechtsauskunft.
Wie Fußgänger, Autofahrer die Bahnlinie während der Bauarbeiten an der S-Bahn-Station Berkersheim überqueren können ist nur ein Punkt, über den der Ortsbeirat 14 Klarheit will. Foto: Rainer Rüffer (Rueffer) Wie Fußgänger, Autofahrer die Bahnlinie während der Bauarbeiten an der S-Bahn-Station Berkersheim überqueren können ist nur ein Punkt, über den der Ortsbeirat 14 Klarheit will.
Harheim. 

Für die Mitglieder des Ortsbeirates 14 beginnt das neue Jahr mit alten Forderungen. Die Schärfe im Ton nimmt allerdings zu. Denn mittlerweile finden es alle Faktionen nicht mehr nachvollziehbar, warum das Verkehrsdezernat trotz mehrfacher Aufforderung die Pläne zum Ausbau der Main-Weser-Bahn nicht zur Verfügung stellt. Unter Vorsitz von Ortsvorsteher Frank Immel (CDU) wurde in der Sitzung am Montag ein Antrag mit dem Ziel verabschiedet, die Rechtsgrundlage prüfen zu lassen, weshalb die Stadt Frankfurt seit mehr als einem Jahr die Entwurfspläne zurückhält. Außerdem soll Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) zu einer der nächsten Sitzungen eingeladen werden.

Grünen-Fraktionsvorsitzender Helmut Seuffert wies darauf hin, dass er beim Neujahrsempfang mit Peter Feldmann (SPD) gesprochen habe. Der Oberbürgermeister habe mitgeteilt, dass er mit Oesterling in der Sache telefoniert habe. Dabei solle der Verkehrsdezernent signalisiert haben, dass der Ortsbeirat die Papiere haben könne. „Da bin ich jetzt neugierig“, sagte Seuffert erwartungsvoll. Stefan Quirin, Fraktionsvorsitzender der CDU fügte hinzu: „Wir müssen immer wieder bohren, sonst passiert gar nichts.“

Schon Bäume gefällt

Die Deutsche Bahn will 2018 mit dem Ausbau der Main-Weser-Bahn von zwei auf vier Gleise beginnen, die ersten Bäume sind dafür bereits gerodet. Doch viele Fragen rund um den Baustellenverkehr, der auch durch Harheim fließen soll, seien noch offen, kritisiert Immel (CDU). Dazu soll unter anderem die schmale, nur für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen zugelassene Brücke über die Nidda verstärkt werden. Aber nicht nur die Brücke, sondern auch die zu ihr führende Verlängerung des Harheimer Stadtwegs sind sehr schmal. „Die Straße ist hier sehr schmal, ein Lastwagen passt hier so gerade eben durch.“

Immel betonte mehrfach, dass der Ortsbeirat berechtigt sei, Vorschläge zu machen. Die Genehmigung zur Einsicht in die Bauplanung müsse allerdings von der Stadt erteilt werden. Sowohl Seuffert als auch Quirin erklärten, dass es nicht ausreiche, wenn Stadtverordneten Infos weitergäben. Grundsätzlich sei es Aufgabe des Magistrats zu informieren.

Die Stadtverordnete Kristina Luxen (SPD) hatte erklärt, dass sie als Bindeglied zwischen dem Magistrat und dem Stadtteilparlament Informationen zum geplanten Bahn-Ausbau weitergegeben habe. „Ich frage mich aber, warum? Offenbar wird angezweifelt, was ich sage.“

Details zur Bahn-Querung

Einstimmig beschlossen wurde ein Papier der Grünen, in dem der Magistrat aufgefordert wird, Einzelheiten zur Querung der Bahnlinie während der Bauarbeiten an der S-Bahn-Station Berkersheimer zu verraten. Das Gremium fordert zum wiederholten Mal Auskunft darüber, wie Fußgänger und Radfahrer während der Bauarbeiten die Bahnlinie überqueren können und ob Nutzer des Öffentlichen Personennahverkehrs barrierefrei an der Buslinie 26 und der S6 umsteigen können. „Wie erwarten von der Verwaltung Antworten auf unsere Fragen. Immer wieder neu anzufragen, ist anstrengend,“ so Quirin.

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