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Schule in Frankfurt: Günderrodeschule wird für 5,2 Millionen erweitert

Von Deutlich mehr Platz steht den Günderrodeschülern zur Verfügung, wenn der Anbau ans Schulgebäude fertig ist. Die Bauarbeiten starten nächstes Jahr in den Sommerferien, voraussichtlich zum Beginn des Schuljahres 2018/2019 soll alles fertig sein.
Der Schulhof der Günderrodeschule ist während der Bauphase von rund einem Jahr nur eingeschränkt zu nutzen. Der Anbau entsteht auf der anderen, der südlichen Gebäudeseite. Darin werden unter anderem neue Klassenräume eingerichtet. Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA Der Schulhof der Günderrodeschule ist während der Bauphase von rund einem Jahr nur eingeschränkt zu nutzen. Der Anbau entsteht auf der anderen, der südlichen Gebäudeseite. Darin werden unter anderem neue Klassenräume eingerichtet.
Gallus. 

Von Bauarbeiten hat Birgit Kron, die Leiterin der Günderrodeschule, eigentlich die Nase voll. Seit Monaten rattern in der Frankenallee direkt vor der Grundschule die Baumaschinen, weil die Allee auf einem weiteren Teilstück aufgewertet wird. „Das ist ganz schön laut, weil die Klassenzimmer alle zur Frankenallee angeordnet sind“, sagt Kron. In Kürze droht aber schon der nächste Lärm: Die Arbeiten für den Erweiterungsbau der Schule starten. Los geht es in den Sommerferien 2017.

Ursprünglich war der Projektstart schon für März terminiert, musste dann aber nochmals verschoben werden. „Deswegen sind wir froh, wenn es nun endlich los geht“, sagt die Schulleiterin. Denn grundsätzlich werde der Platz in der Grundschule allmählich knapp. Vor allem für die Erweiterte Schulische Betreuung (ESB) am Nachmittag fehlen Räume. Die 63 Mädchen und Jungen, die das Angebot derzeit nutzen, werden auch in eigens auf dem Schulhof aufgestellten Containern betreut.

306 Grundschüler

„Nach dem Umbau organisieren wir uns neu. Langfristig wollen wir schon 100 Kinder in der ESB betreuen“, sagt Kron. Im Moment besuchen 306 Kinder die Grundschule. Auf steigende Schülerzahlen wurde bereits reagiert: Die Eingangsstufe wurde zum aktuellen Schuljahr auf vier Klassen erweitert, die restlichen Jahrgangsstufen sind dreizügig. Mit dem Erweiterungsbau werden die Voraussetzungen für den späteren fünfzügigen Ausbau gelegt.

Verwaltung zieht um

5,2 Millionen Euro investiert die Stadt in die Erweiterung und die Teilsanierung der Grundschule. Herzstück der Baumaßnahme ist ein zweistöckiges Gebäude, das südlich ans Bestandsgebäude angebaut wird. Im Obergeschoss sind um das durch den Neubau entstehende Atrium drei neue Klassenräume gruppiert: ein Musikraum, ein Computerraum sowie ein Gemeinschaftsraum. Die Verwaltung, die im ersten Stock des Altbaus zu wenig Platz zur Verfügung hat, zieht aus diesem Grund um – und zwar ins Erdgeschoss des Neubaus. In den bisherigen Verwaltungsräumen werden im Gegenzug Klassenzimmer eingerichtet. Im Erdgeschoss finden zudem das Lehrerzimmer sowie ein Mehrzweckraum mit Ausgabeküche Platz. Hier sollen später mal bis zu 120 Essen an die Grundschüler ausgegeben werden, die die Nachmittagsbetreuung besuchen.

Außerdem werden Mängel beim Brandschutz behoben und die maroden sanitären Einrichtungen modernisiert. Damit künftig auch Schüler, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, den Unterricht problemlos besuchen können, wird ein Aufzug eingebaut und der Neubau über eine Rampe erschlossen.

Im Krieg zerstört

Die Günderrodeschule wurde im Jahr 1901 eröffnet. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude in der Hufnagelstraße beschädigt und erst 1953 wieder aufgebaut.

Die jetzt anstehende Baumaßnahme wird bei laufendem Schulbetrieb umgesetzt. Um den Unterricht nicht übermäßig zu stören, sollen besonders laute Arbeiten erst nach dem Mittag ausgeführt werden. Im Bestandsbau wird grundsätzlich nur in Abschnitten in den Ferien gearbeitet. Nur eingeschränkt zu nutzen ist während der Bauphase der Schulhof. Die Arbeiten sollen innerhalb eines Jahres abgeschlossen sein.

Birgit Kron jedenfalls freut sich schon auf den Baustart und sagt, dass sie mit der Planung grundsätzlich zufrieden sei. Allerdings habe die Stadt beziehungsweise das Bildungsdezernat viel zu spät reagiert. „Die Entwicklung der Schülerzahlen war schon länger bekannt“, sagt die Schulleiterin. Erst nachdem Eltern, Lehrer und Schüler ihrem Unmut Luft gemacht und auf die unbefriedigenden Zustände an der Schule hingewiesen hätten, sei reagiert worden.

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