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Gute Geschäfte für Leberecht

Von Ein Betrag von 8 370 Euro kam bei der 20. Auflage des Flohmarkts zugunsten der Leberecht-Stiftung der Frankfurter Neuen Presse und ihrer Regionalausgaben vor der Jahrhunderthalle Höchst zusammen. Die Summe kommt behinderten und benachteiligten Kindern zugute.
Christina Anthes (links) vom Beirat der Leberecht-Stiftung steht neben Flohmarkt-Organisator Joachim Weiß. Beide kassieren die Standgebühr bei Cornelia Eckebracht (vorne rechts), Sylvia Michalski und Michael Eckebrecht, die zum ersten Mal überhaupt bei einem Flohmarkt mitgemacht haben.	Foto:Maik Reuß Bilder > Christina Anthes (links) vom Beirat der Leberecht-Stiftung steht neben Flohmarkt-Organisator Joachim Weiß. Beide kassieren die Standgebühr bei Cornelia Eckebracht (vorne rechts), Sylvia Michalski und Michael Eckebrecht, die zum ersten Mal überhaupt bei einem Flohmarkt mitgemacht haben. Foto:Maik Reuß
Höchst. 

Michael Eckebrecht und seine Freundin Sylvia Michalski stehen zusammen mit Mama Cornelia Eckebrecht zum ersten Mal auf dem Flohmarkt vor der Jahrhunderthalle Höchst. „Wir kommen aus Bad Soden, haben früher mal in Unterliederbach gewohnt. Der Höchster Flohmarkt liegt für uns am nächsten“, erzählen die drei. Die Oma sei verstorben, der Haushalt aufgelöst. „Das, was wir selbst nicht mehr behalten wollen, haben wir zusammengepackt und hierher gebracht“, sagt Cornelia Eckebrecht. Die Familie gehört zu den wenigen privaten Verkäufern, die an diesem Samstag nicht vom morgendliche Regen abgeschreckt werden. Genauso wie ihre Mitstreiter und die professionellen Flohmarkthändler, haben sie morgens noch im Dunkeln ihren Stand auf dem Parkplatz an der Pfaffenwiese aufgebaut.

 

Das 20. Mal

 

Dass der Markt an diesem Tag ganz im Zeichen der Leberecht-Stiftung der Frankfurter Neuen Presse und ihrer Regionalausgaben und damit für den guten Zwecks steht, erfahren sie von Flohmarktorganisator Joachim Weiß. Weiß und sein Team setzen sich einmal jährlich zugunsten der Stiftung und damit für behinderte und benachteiligte Kinder und Jugendliche ein. Es ist bereits der 20. Leberecht-Flohmarkt. Auch die Betreiber der Jahrhunderthalle mit ihrer Geschäftsführerin Uschi Ottersberg beteiligen sich, indem sie auf eine Benutzungsgebühr für den Parkplatz verzichten.

Die Standgebühren, die Weiß den Verkäufern diesmal berechnet, werden eins zu eins gespendet. Christina Anthes vom Beirat der Leberecht-Stiftung läuft zusammen mit Weiß über den Markt, informiert über die Stiftungsarbeit und verteilt Flyer. Jeder Standbetreiber bekommt zudem eine Taschenlampe mit dem Logo des Höchster Kreisblatts.

„Die Flohmarktverkäufer sind erfahrungsgemäß immer sehr spendabel, runden oftmals die Standgebühren auf, wenn sie erfahren, dass das Geld an die Leberecht-Stiftung geht“, sagt Weiß. „Viele melden sich sogar nur wegen Leberecht überhaupt mit einem Stand bei uns an“, fügt er hinzu. Wie auch Heidelore Müller aus Hofheim. „Ich bin heute hierher gekommen, weil ich in der Zeitung gelesen habe, dass die Standgebühren an die Leberecht-Stiftung gehen“, erzählt sie.

Kurzerhand hat sie verschiedene Dinge zu Hause eingepackt, Gläser will sie loswerden, auch ein paar Hüte, die sie doch nicht mehr trägt. An ihrem Verkaufstisch stehen Petra Stahl mit ihrer Tochter Mirja. Die beiden schauen sich ein Fernglas an. „Das gehörte mal meinem Vater“, sagt Müller. „Es ist ein gutes Fernglas.“ Zum Verkauf kommt es schließlich dennoch nicht, da Mutter und Tochter einen kleinen Defekt gefunden haben und lieber ein unbeschädigtes Fernglas erwerben möchten. „Wir laufen gerne über Flohmärkte, ohne, dass wir etwas Konkretes suchen“, schildern sie. Was ihnen gefällt, werde angeschaut und manchmal eben auch gekauft.

Auch für das Team des Höchster Kreisblattes heißt es an diesem Tag anpacken und aufbauen. Kajo Schmidt, Leiter der Hofheimer Redaktion, und seine Kolleginnen haben einen großen Stand aufgebaut und bieten dort Gespendetes zum Verkauf an: Bücher, Fotokameras, Kinderkleidung, Puzzle, Glas, Porzellan oder Schallplatten. „Viele kommen gezielt zu unserem Stand, möchten die Stiftung unterstützen, kaufen eine Kleinigkeit und geben auch mal mehr“, so Schmidt.

 

Gezielte Unterstützung

 

So hält es auch Mechthild Siddiqui. Sie wird am HK-Stand schnell fündig und entscheidet sich für einen großen Bildband über die Vereinigten Staaten sowie zwei CDs mit lyrischen Texten und entspannenden Melodien. Außerdem interessiert sie sich noch für Musik-Kassetten, von denen es ebenfalls eine große Auswahl gibt. „Ich liebe Flohmärkte. Wenn ich an einem Stand etwas kaufe, dann handele ich auch. Hier aber nicht, weil ich weiß, dass das Geld für einen guten Zweck ist.“

So wie Mechthild Siddiqui denken an diesem Tag viele Besucher und Flohmarktverkäufer. Am Ende ist eine Spendensumme von 8 370 Euro zugunsten der Leberecht-Stiftung zusammengekommen.

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