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Gastronomie: "Henninger am Turm": Gelungene Premiere für neues Brauhaus

"Henninger am Turm - Das Frankfurter Brauhaus" heißt eine neue Wirtschaft, die am Donnerstagabend zum ersten Mal ihre Türen geöffnet hat. Obwohl der Premierenabend inoffiziell war, gab es in dem modernen Lokal nach kurzer Zeit schon keinen Platz mehr.
Hier gibt’s Bier in vielen Sorten und Größen. Christoph Löwer, Restaurantmanager im neuen Frankfurter Brauhaus „Henninger am Turm“, präsentiert am Donnerstagabend die Ein-Liter-Bügelflasche mit Haus-Etikett. Foto: Rainer Rüffer Hier gibt’s Bier in vielen Sorten und Größen. Christoph Löwer, Restaurantmanager im neuen Frankfurter Brauhaus „Henninger am Turm“, präsentiert am Donnerstagabend die Ein-Liter-Bügelflasche mit Haus-Etikett.
Sachsenhausen. 

Archivbilder und Werbeposter vom Henninger Turm hängen an den Wänden des neuen Brauhauses „Henninger am Turm – Das Frankfurter Brauhaus“. Fahrradsattel mit angeklebten Lenkrädern ersetzen die Hirschgeweihe, und selbst gemachte Bembel-Lampen sorgen für eine gemütliche Atmosphäre. Da konnte selbst ein Bauzaun die Gäste am Donnerstagabend nicht davon abhalten, das neue Lokal auszuprobieren. „Die Leute finden uns trotzdem“, sagt Tobias Jäkel lachend.

Mit Haxe im Trend

Zusammen mit Matthias Schönberger führt Jäkel die japanische „MoschMosch“-Kette – und jetzt eben auch ein Brauhaus. „Die deutsche Küche ist eben im Trend, deshalb bieten wir die klassische Haxe und Frankfurter Schnitzel an“, erzählt Jäkel. Aber auch „moderne Gerichte“ wie Pizza und Burger findet man auf der Speisekarte, passend zur zeitgemäßen Einrichtung.

Nachbar und Namenspate: der neue Henninger Turm Bild-Zoom Foto: Rainer Rüffer
Nachbar und Namenspate: der neue Henninger Turm

Zum ersten Mal öffnete das moderne Brauhaus am Donnerstag seine Türen – zwar nur inoffiziell, trotzdem war es gut besucht. Um 18 Uhr waren die Türen offen, eine halbe Stunde Später war der Laden voll. Innen bietet das Brauhaus Platz für knapp 200 Gäste. „Wir haben eine ruhige Stube für Veranstaltungen, eine Bier-Schwemme für ein schnelles Bier und den Hauptgastraum“, erzählt Jäkel. Zusätzlich gibt es zwei Leinwände, die bald für die Übertragung von Fußballspielen genutzt werden können. „Im Frühjahr folgt die Außengastronomie mit 100 Plätzen“, ergänzt Christoph Löwer, einer von zwei Restaurantmanagern.

Hier wird gesungen

Ein weiterer Plan sei das „singende Brauhaus, bei dem ein Alleinunterhalter anfängt und alle Gäste mitsingen“, so Jäkel. Damit wolle er trotz des modernen Umfelds die traditionelle Idee des Brauhauses beibehalten. „Vor 100 Jahren war es typisch, gemeinsam zu singen. Und so konnte sich niemand blamieren“, erzählt Jäkel. Doch zuerst muss das Alltagsgeschäft laufen. „Wir haben in den letzten Tagen ein paar Vereine und Nachbarn zu Probeabenden eingeladen, um den Ablauf zu üben“, erzählt Jäkel. Die Resonanz sei durchgehend positiv gewesen. „Auch wenn es anfangs noch ein paar Schwierigkeiten gab, aber das ist ganz normal“, sagt er lächelnd.

Mittlerweile haben sich die 40 Mitarbeiter gut eingespielt. „Wir sind ein neues Team, da muss sich ein Rädchen ins andere finden. Aber jetzt läuft alles rund“, betont auch Restaurantmanager Löwer. „Wir bekommen jeden Tag etwa 40 Reservierungsanfragen, bis Weihnachten ist alles ausgebucht“, ergänzt Jäkel. Auf Touristen hofft das Brauhaus-Team besonders, „weil man mit Deutschland eher Bier als Apfelwein verbindet“, meint Jäkel. Und davon gibt es viel zur Auswahl: Henninger Hell, Henninger Pils, Henninger Radler, das an die Radrennen um den Turm erinnert und sogar ein Diät-Pils. Zusätzlich wird Sachsenhäuser Kellerbier, Allgäuer Büble und Craft-Bier ausgeschenkt.

1961 war der Turm das damals höchste Gebäude Frankfurts, nur ein Jahr später begannen die Radrennen „Rund um den Henninger Turm“. Repro/
Gegen den Bau gab es sogar Einsprüche Der Henninger Turm: Ein Wahrzeichen, das nur langsam ...

Auf dem Sachsenhäuser Berg thront mittlerweile der neue Henninger Turm. Doch sein Vorgänger war nicht immer so beliebt wie nach vielen Jahren Radrennen und bei der Entscheidung, ihn abreißen zu müssen.

clearing

Wem das Bier sehr am Herzen liegt, kann noch bis zum 1. Dezember in das Brauhaus investieren. „Mithilfe von Crowdfunding-Partnern suchen wir neben der finanziellen Unterstützung vor allem potenzielle Stammkunden“, erklärt Jäkel. Ab einer Beteiligung von 100 Euro können sich Bierfans mit einer 4,5 prozentigen Rendite pro Jahr und einer Laufzeit von drei Jahren am Projekt beteiligen. Prämien wie die Bier-Bons für Gratis-Bier gibt es ab 500 Euro, ab 1000 Euro eine Einladung zum Essen. So soll vor allem ein Gemeinschaftsgefühl kreiert werden. „Die Brauhäuser der letzten Jahrhunderte wirkten wie eine Art ,Melting Pot’, der Menschen aller Art zusammenbringt. Das wollen wir auch erreichen“, betont Jäkel.

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