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Erasmus-Kindergarten feiert Einjähriges: Hier kommt einem vieles Spanisch vor

Von Ein Jahr gibt es nun die Kindertagesstätte im Riedberger Westflügel, in der Kinder nach dem Erasmuskonzept betreut werden. Dazu zählt auch die Mehrsprachigkeit, die eine Herausforderung birgt: Die Suche nach geeignetem Fachpersonal, das auch Englisch und Spanisch spricht, ist noch schwieriger als ohnehin schon.
Bunt sind im Erasmus-Kindergarten nicht nur die Wände, sondern auch das Sprachenwirrwarr. Drei Sprachen werden gesprochen. Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA Bunt sind im Erasmus-Kindergarten nicht nur die Wände, sondern auch das Sprachenwirrwarr. Drei Sprachen werden gesprochen.
Riedberg. 

Die noch vor einem Jahr weißen und kahlen Wände der Kindertagesstätte Erasmus im Westflügel sind längst bunt. Fahnen aus der ganzen Welt, bunte Hände und Füße, Bilder und Buchstaben hängen daran. So bunt wie die Wandgestaltung ist auch die Zusammensetzung in der Einrichtung, die vor einem Jahr eröffnete – Kinder aus 30 Nationen werden in dem zweistöckigen Gebäude in der Lucy-Hillebrand-Straße betreut. Das schätzt zumindest Katja Brandt. Denn wirklich gezählt, aus welchen und wie vielen Ecken der Welt die Kinder kommen, hat sie noch nicht.

87 Kinder, zwischen einem und sechs Jahr alt, werden in der Kita nach dem Erasmuskonzept betreut. Aufgeteilt sind sie auf drei Kindergartengruppen mit jeweils 21 Plätzen sowie zwei U 3-Gruppen, mit jeweils zwölf Plätzen. Die Preise für die Plätze sind dabei an die der Stadt Frankfurt angepasst. Räumliche Kapazitäten für eine dritte U 3-Gruppe gibt es auch noch, allerdings fehlen der Kita die Erzieherinnen.

Lange Wartelisten

Drei Voll- und eine Teilzeitkraft müssten es sein, um zwölf Kinder entsprechend betreuen zu können. „Auch wir spüren den Fachkräftemangel. Hinzu kommt, dass wir ein trilinguales Konzept haben und unsere Erzieherinnen neben Deutsch noch möglichst fließend Spanisch oder Englisch sprechen können“, erklärt Katja Brandt, dass sie keine Sorge hätte, auch die dritte U 3-Gruppe mit Kindern füllen zu können. Denn die Nachfrage ist auf dem Riedberg ungebrochen hoch. „Die Wartelisten sind lang, es tut mir immer leid, Eltern eine Absage erteilen zu müssen. Aber auch wir haben nur begrenzte Möglichkeiten“, sagt sie.

Muttersprachler fühlen sich wohl

In der Kita wird konzeptionell ganzheitlich, situationsorientiert und nach dem Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan gearbeitet. Es werden drei Sprachen gesprochen: Deutsch, Englisch und Spanisch.

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In deutsch-englische und deutsch-spanische Gruppen sind die Kinder aufgeteilt. Welche Sprache in welchem Raum gesprochen wird, sieht man schon an den zweisprachigen Türschildern. Viele der Kollegen, die bei Katja Brandt arbeiten, kommen aus Lateinamerika, es gibt aber auch eine Erzieherin aus Rumänien, die zwei Sprachen spricht. Überprüft werden die Kenntnisse bei einem Sprachtest, der muss für eine Einstellung bestanden werden. Untereinander sprechen die Erzieher deutsch, ebenso wie die Kinder, berichtet die Kitaleiterin. Bis die Kinder ein erstes Verständnis für die neue Sprache zeigten, dauere es meist nur sechs bis acht Wochen. „Das geht bei den Kleinen wirklich ganz schnell“, erklärt Brandt, dass die Kinder zudem die gesamten fünf Kitajahre der ausgewählten Sprache treu bleiben würden. Einen Wechsel zwischen Spanisch und Englisch würde es nicht geben.

Riesiges Außengelände

Ein Jahr lang hatte die Kita nun Zeit, sich in dem zweistöckigen Gebäude einzuleben. Das habe gut funktioniert, zwar gebe es immer noch Kleinigkeiten, die nachgebessert werden müssten, das sei aber „alles im Rahmen“. Herzstück ist das riesige Außengelände vor dem zweistöckigen Gebäude in Modulbauweise. Dort können die Kinder freispielen, hier treffen die Älteren auf die Jüngeren. „Das funktioniert sehr gut, die Kinder können frei und vor allem selbstbestimmt spielen. Das Gelände ist von überall gut einsehbar“, so Brandt.

Im Inneren sind nicht nur die Gruppen bunt gestaltet, auch an den Wänden der beiden langen Flure hängen farbenfrohe Poster und Plakate. Wie das des ersten Nationalen Nachmittages in der Kita. „Wir versuchen die Eltern mit einzubeziehen, bieten immer wieder Veranstaltungen an, in denen sie in die Kita kommen und sich kennenlernen können“, erzählt Katja Brandt, dass der Nachmittag eine bunte Mischung aller Nationen war. Dazu zählten auch viele Asiaten, eine Bevölkerungsgruppe die, vor allem durch die Universität, am Riedberg immer größer wird. Zudem soll schon bald die Koreanische Botschaft dort eröffnen. „Es gibt tatsächlich Überlegungen eine chinesische und koreanische Gruppe zu eröffnen. Wenn die Möglichkeiten es hergeben“, würde sich die Leiterin nicht beschweren, wenn die Kita noch bunter und internationaler werden würde.

Mit einem Sommerfest

feiert die Kindertagesstätte Erasmus, Lucy-Hillebrand-Straße 3, am Samstag, 26. August, von 12.30 bis 17 Uhr ihr einjähriges Bestehen.

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