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Gesamtschule wird 2017 eröffnet: IGS Riedberg nimmt Gestalt an

Von In einem Jahr soll die neue IGS Riedberg an den Start gehen. Die Gesamtschule wird sich auf Sprache und stark inklusiv ausrichten. Ein Konzept, das es bisher noch an keiner weiterführenden Schule gibt.
Riedberg. 

Das Staatliche Schulamt und das Stadtschulamt haben gelernt: Schon ein Jahr bevor die neue Integrierte Gesamtschule (IGS) Kalbach-Riedberg eröffnen soll, wurde eine Planungsgruppe ins Leben gerufen – und einen provisorischen sowie einen endgültigen Standort gibt es ebenfalls bereits.

Zum Start im August 2017 soll die Schule zunächst ein aus Holzmodulen errichtetes Gebäude an der Carl-Hermann-Rudloff-Allee beziehen. Das 4500 Quadratmeter große Areal befindet sich im sogenannten „Westflügel 2“, dem letzten Bauabschnitt auf dem Riedberg. „Die Bauarbeiten dort haben bereits begonnen“, sagte gestern Laura Franze vom Stadtschulamt bei der Vorstellung der neuen Schule. Die Bodenplatte liege bereits. Schon Ende des Jahres sollen die Holzmodule fertig sein. „So ist ein guter Schulstart möglich“, so Franze. Die Carl-Hermann-Rudloff-Allee ist allerdings nur ein provisorischer Standort für die ersten Jahre, bis ein Neubau auf dem Gelände an der Gräfin-Dönhoff-Straße gebaut ist. Dort befindet sich derzeit die Containeranlage für die neue gymnasiale Oberstufe, die auf einen Neubau im Gallus wartet. „Wann ein Umzug erfolgen kann, steht noch nicht fest“, sagte Franze.

Arbeiten im Team

Fest steht allerdings die Ausrichtung der neuen Gesamtschule – zumindest in groben Zügen. Erste Treffen mit der Planungsgruppe – bestehend aus Lehrern, Eltern, Vertretern aus Staatlichem Schulamt und Stadtschulamt – hat es bereits gegeben, nächste Woche nimmt sie dann richtig ihre Arbeit mit wöchentlichen Sitzungen auf. Die IGS Riedberg wird eine vierzügige Schule, pro Jahrgang soll es rund 100 Kinder geben. Die Klassen werden von der Jahrgangsstufe 5 bis zur 10 von einem Lehrerteam betreut, weshalb man sie auch eine Teamschule nennt.

„Wir wollen in der IGS Riedberg ein ganz besonderes Angebot machen“, sagte Dr. Susanne Gölitzer, Leiterin der Planungsgruppe und zurzeit Rektorin zur Wahrnehmung von Schulleitungsaufgaben an der IGS West, die sie vor sechs Jahren mit aufgebaut hat. Der Schwerpunkt der Schule soll auf Sprache und Vielfalt liegen. „Wir wollen stark individualisiert arbeiten“, sagte Gölitzer. Das heißt: Auf jedes Kind solle individuell eingegangen werden. „Wir wollen bei den Kindern, egal ob sie ein Defizit haben oder nicht, ein Verständnis dafür entwickeln, wie Grammatik aufgebaut ist und Schriftsprache funktioniert“, sagte Gölitzer. Es soll fächerübergreifende Projekte geben, Werkstattarbeiten und AG’s. Dieses Angebot sollen die Fremdsprachen Englisch, Französisch und Spanisch ergänzen.

Viele Kinder mit Handicap

Doch damit ist noch nicht genug. Die IGS Riedberg soll zudem die erste richtig inklusiv arbeitende weiterführende Schule in Frankfurt werden. „Bei uns sollen 25 Prozent der Kinder einen besonderes Förderbedarf haben. Das ist machbar und das wollen wir beweisen“, sagte Sabine Tietz-Achatz, stellvertretende Leiterin der Weißfrauenschule, eine Schule mit dem Schwerpunkt Sprachheilförderung. Die Mittelstufe dort wird ab kommenden Jahr sukzessive abgebaut. Nach Ansicht Tietz-Achatz müsse Inklusion anders aussehen als es bisher an den Schulen der Fall ist. „Man kann nicht mehr 90 Minuten lang mit allen Schülern die gleichen Aufgaben machen“, sagte sie. Das wolle man an der IGS zeigen.

„Die Sprachheilschüler finden in der IGS eine neue Heimat“, sagte der kommissarische Leiter des Staatlichen Schulamts, Jan Weckler. „Es können aber auch Kinder mit anderen Handicaps aufgenommen werden.“

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