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Forderungen der Riedberger Grundschulen: Kampf für kleinere Klassen

Von Mit 25 Kindern haben die Flex-Klassen an der Grundschule Riedberg und der Marie-Curie-Schule ihr Maximum erreicht. Für bessere Lernbedingungen fordern die Eltern jetzt eine Klassengröße von 20 Kindern.
An der Marie-Curie-Schule werden die Erst- und Zweitklässler jahrgangsübergreifend unterrichtet. Foto: Heike Lyding An der Marie-Curie-Schule werden die Erst- und Zweitklässler jahrgangsübergreifend unterrichtet.
Riedberg. 

Die Eltern der Grundschüler auf dem Riedberg schlagen Alarm. Weil die Flex-Klassen an beiden Grundschulen – dort werden die Erst- und Zweitklässler gemeinsam unterrichtet – „aus allen Nähten platzen“, beklagen die Elternbeiräte. So sind in der Grundschule Riedberg alle acht Klassen mit 25 Kindern voll belegt. Nach den Weihnachtsferien kommt ein weiteres Kind hinzu. Das bringt nicht nur räumliche Schwierigkeiten mit sich.

Zu wenig Lehrer

„Eine Lehrkraft kümmert sich um 25 Kinder, die aufgrund des Altersunterschiedes und Lernfortschrittes eine entsprechende Betreuung benötigen. Das ist mit einer Lehrkraft nicht umsetzbar“, sagt Michaela Guccione, Vorsitzende des Elternbeirats der Grundschule Riedberg. Verschärft werde die Situation an der Schule derzeit durch fünf Flüchtlingskinder mit wenig Deutschkenntnissen, die eine besondere Förderung benötigten.

„Solch ein Programm ist für eine Lehrerin nicht machbar. Die Flex-Klassen müssen auf maximal 20 Schüler verkleinert werden“, fordern deswegen die Eltern. Zudem kritisieren sie, dass im Flex-System die Anzahl der benötigten Klassen jahrgangsbezogen und nicht -übergreifend berechnet wird. Dann würde es an der Grundschule an der Kalbacher Höhe nämlich statt den aktuell acht, neun Flex-Klassen geben. „Und damit eine Lehrkraft mehr“, erklären die Eltern, die die derzeitige Berechnung als „faktische Diskriminierung der Flex-Klassen“ bezeichnen.

Unterstützt werden die Forderungen der Eltern durch einen Antrag von CDU, SPD und Grünen in der Sitzung des Ortsbeirates 12 (Kalbach, Riedberg). Demnach soll sich das Staatliche Schulamt dafür einsetzen, dass die Grundschulen mit flexiblem Schulanfang die selben Klassenstärken und Lehrerzuweisungen erfahren wie Schulen ohne Flex-System.

Zusätzliche Stunden

Das Kultusministerium stellt allerdings klar, dass die maximale Klassengröße von 25 Kindern auch weiterhin gelte. Für alle Schulformen. „Außerdem bietet sich den Lehrerinnen in den Flex-Klassen immer die Möglichkeit, sich kleineren Gruppen zuzuwenden“, denkt Sprecher Stefan Löwer nicht, dass Kinder zu kurz kommen. Zudem gebe es zusätzliche Unterstützung durch Sozialpädagogen – sieben Stunden pro Woche und Klasse. Dann weist Löwer auf eine Besonderheit hin: An der Marie-Curie-Schule gebe es nach wie vor neun Flex-Klassen. Obwohl die Schülerzahl unter 200 liegt.

 

Der Ortsbeirat 12 tagt heute, 9. Dezember, ab 20 Uhr in der Grundschule Riedberg, Zur Kalbacher Höhe 15.

 

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