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Kapazitäten müssen erhöht werden: Kein Platz in den U-Bahn-Linien U 8 und U 9

Von Der Riedberg wächst weiter. Das stellt auch höhere Anforderungen an den öffentlichen Nahverkehr. Dort gibt es noch Kapazitäten, sowohl die Taktung als auch die Länge der U-Bahn-Linien U 8 und U 9 könnten erhöht werden.
Der Riedberg braucht langfristig eine noch bessere U-Bahn-Anbindung. Foto: Photographer: Holger Menzel Der Riedberg braucht langfristig eine noch bessere U-Bahn-Anbindung.
Riedberg. 

Riedberg-Kalbach ist der am stärksten wachsenden Stadtteil Frankfurts – 1540 Einwohner kamen alleine 2017 hinzu. Das entspricht 8,4 Prozent. Die Menschen, die sich bewusst für eine Haus oder eine Wohnung auf dem Riedberg entscheiden, wünschen sich zugleich eine gute Anbindung an die Innenstadt.

Zwei Möglichkeiten gibt es für den Weg dorthin: Entweder man nutzt das Auto oder die U-Bahn. Zeitlich unterscheiden sich beide Varianten nicht – 26 Minuten braucht die Bahn über die A-Strecke auf der Eschersheimer Landstraße. Auch mit dem Auto braucht man locker 30 Minuten, schließlich muss die lästige Parkplatzsuche noch eingerechnet werden. Und die verdirbt immer mehr Menschen die Laune, die sich deswegen auch ganz bewusst für die Bahn entscheiden. Schließlich ist der Riedberg gut an das Frankfurter U-Bahn-Netz angebunden. Alle 15 Minuten, in den frühen Morgen- und den Abendstunden alle 30 Minuten, verkehrt die U-Bahn-Linie U 8 zwischen dem Riedberg und dem Südbahnhof. Meist mit drei Wagen. Zudem bindet die U 9 den Stadtteil an, sie ist in derselben Taktung zwischen Ginnheim und Nieder-Eschbach unterwegs. Allerdings mit maximal zwei Wagen. Doch reicht dieses Angebot auch dann aus, wenn einmal die prognostiziert mehr als 15 000 Menschen auf dem Riedberg leben?

Eine Frage, die sich der Ortsbeirat 12 (Kalbach, Riedberg) bereits im Mai vergangenen Jahres stellte und auf die der Magistrat jetzt in einer Stellungnahme reagiert hat.

  Fahrgastzahlen: Regelmäßig erhebt die städtische Nahverkehrsgesellschaft Traffiq Erhebungen an der U-Bahnstation „Niederursel“. In den morgendlichen Spitzenstunden nutzen rund 2000 Fahrgäste die Linien in beide Richtungen.

  Prognose: Der Magistrat geht in jedem Falle von einer weiteren Zunahme der Fahrgastzahlen aus. In einem langfristig angelegten sogenannten „Maximal-Szenario“ wird von einer Verdoppelung der Zahlen ausgegangen.

  Maßnahmen: Bei der Linie U 8 kann die Anzahl der Wagen auf vier erhöht werden. Außerdem kann der Takt gegebenenfalls auf einen Zehn-Minuten-Takt verdichtet werden. Das würde allerdings die Ausdünnung einer schwächeren Linie auf der A-Strecke bedeuten, da diese mit 24 Fahrten pro Stunde und Richtung bereits ausgelastet ist.

Auch auf der Linie U 9 ist der Einsatz von vier Wagen möglich. Eine Taktverdichtung ist jedoch nicht vorgesehen. Als Grund nennt der Magistrat die bereits bestehende Anbindung an die U 3, so wie nach Realisierung der neuen S-Bahn-Station „Ginnheim“ auch die Umsteigemöglichkeit in die S 6. Beide Bahnen verkehren ebenfalls im 15-Minuten-Takt.

  Bauliche Veränderungen: Mit den angedachten Maßnahmen könnte auch ohne den Ausbau der Infrastruktur auf steigende Fahrgastzahlen reagiert werden. Voraussetzung sei allerdings die sukzessive Beschaffung weiterer Stadtbahnwagen.

  Lückenschluss: Die Realisierung einer Stadtbahnverbindung von Ginnheim nach Bockenheim, der sogenannte Lückenschluss, würde durch die Verlagerung von Fahrgästen eine Entlastung der A-Strecke bedeuten. Dafür kommen unterschiedliche Varianten in Frage, die jedoch aus wirtschaftlichen Gründen nicht ausschließlich aus dem städtischen Haushalt finanziert werden können. Deswegen wird das Nutzen-Kosten-Verhältnis der möglichen kommenden Varianten ermittelt, bei einem positivem Wert können Zuschüsse aus Landes- und/oder Bundesmitteln beantragt werden. Einen Zeitpunkt, wann mit den Arbeiten begonnen werden kann, gebe es deswegen aber noch nicht.

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