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Am Lindenbaum: Kinderzentrum schafft mehr Plätze

Von 48 Drei- bis Sechsjährige besuchen das Kinderzentrum am Lindenbaum. Für mehr gibt es keinen Platz – und das in einer bei Familien besonders beliebten Gegend. Ein Erweiterungsbau für drei Millionen Euro soll den Engpass aus der Welt schaffen.
Im Garten des Kinderzentrums entsteht der Neubau. Dafür musste der Bebauungsplan geändert werden. Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA Im Garten des Kinderzentrums entsteht der Neubau. Dafür musste der Bebauungsplan geändert werden.
Eschersheim. 

Im Kinderzentrum am Lindenbaum (KiZ 86) ist es eng. So eng, dass in dem Gebäude aus den 1960er Jahren lediglich 48 Kinder zwischen drei und sechs Jahren betreut werden können. Zwei der insgesamt drei Gruppenräume sind so klein, dass sie lediglich Platz für 14 Kinder bieten. Das entspricht längst nicht mehr den heutigen Anforderungen und Bedürfnissen von Kindern, Eltern und Erziehern.

Deswegen wird die Stadt jetzt aktiv und erweitert das Kinderzentrum, das inmitten eines bei Familien beliebten Wohngebietes liegt. Für insgesamt drei Millionen Euro.

Möglich ist die Erweiterung dank der großzügigen Außenfläche mit altem Baumbestand, die im südlichen Teil bebaut werden soll. Mit dem Ziel, das künftig 75 Kinder betreut werden können, aufgeteilt auf drei Kindergartengruppen mit jeweils 21 Plätzen sowie einer U3-Gruppe mit zwölf Plätzen. Denn daran mangelt es in Eschersheim, dort liegt der U3-Versorgungsgrad bei gerade einmal 18 Prozent.

Keine Auslagerung nötig

Diskutiert wird die dringend nötige Erweiterung bereits seit 2010, erste Planungen wurden vier Jahre später dem Ortsbeirat 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim) vorgestellt. Es gab jedoch immer ein Problem: Weil der Bebauungsplan auf dem Grundstück kein weiteres Gebäude vorsah, war eine entsprechende Befreiung nötig. Zudem gab es Einsprüche der Nachbarn gegen die Maßnahme.

Doch all diese Stolpersteine sind mittlerweile aus dem Weg geräumt, die Bau- und Finanzierungsvorlage steht und muss jetzt nur noch von der Stadtverordnetenversammlung und den entsprechenden Ausschüssen abgesegnet werden. Der Ortsbeirat hat seine Zustimmung bereits in der Januar-Sitzung gegeben.

Das Wichtigste vorweg: Für den Neubau ist keine Auslagerung der Kita in Container nötig. Denn bis das Gebäude im Passivhausstandard steht, werden die Kinder in den bisherigen Räumen betreut und ziehen erst dann um.

Im Neubau werden künftig alle vier Gruppen untergebracht, zudem werden dort eine Küche, ein Hauswirtschaftsraum sowie die notwendigen Nebenräume realisiert. Über einen offenen Laubengang wird der frei stehende Neubau mit dem Bestandsgebäude verbunden, das für 100 000 Euro auf Vordermann gebracht wird. Das Büro der Kita-Leitung, Personal-, Mehrzweck-, Werk- und Elternsprechraum werden dort ihren Platz finden. Alle Gruppenräume, die jeweils eigene Toiletten und Waschbecken-Reihen besitzen, erhalten einen direkten Zugang ins Freie.

Nützlicher Aufzug

Im Obergeschoss des Neubaus wird dieser durch außenliegende Treppen realisiert. Im Foyer befinden sich die Garderoben, es dient zugleich als Eingangsbereich. Zudem gibt es einen Aufzug, der vor allem für den Transport des Essens ins Obergeschoss dient, aber auch einen Fahrkorb mit behindertengerechten Abmessungen besitzt. Deswegen und auch weil das Gebäude barrierefrei geplant wird, können in allen Altersstufen auch Kinder mit Behinderungen betreut werden.

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