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Klänge für die Jüngsten

Von Seit mehr als 40 Jahren gibt Jürgen Gaal Musikunterricht, auch für kleine Kinder – unter anderem in der Kita Brandhöfchen, in der er seit deren Eröffnung vor 20 Jahren musikalische Früherziehung macht.
Jürgen Gaal (hinten links) übt mit den Kinder das Geburtstagslied zum 20-jährigen Bestehen der Kita Brandhöfchen. Foto: L.Hamerski Jürgen Gaal (hinten links) übt mit den Kinder das Geburtstagslied zum 20-jährigen Bestehen der Kita Brandhöfchen.
Bonames. 

Für die große Probe ihres Geburtstagsständchens haben sich alle Kinder der Kita Brandhöfchen im Sandkasten versammelt. Musiklehrer Jürgen Gaal (58) spielt auf seiner Gitarre und singt vor: „Die Kita, die Kita, die Kita wird zwanzig Jahr. Wir feiern heut ein großes Fest und ihr seid alle da.“ Die Kinder singen mit, einige tanzen dazu im Kreis. Am kommenden Samstag, 9. Juli, feiert die Kita ihr 20-jähriges Bestehen. Genauso lange kommt auch Jürgen Gaal einmal wöchentlich hierher und macht mit den Kindern musikalische Früherziehung.

Anderes Konzept

Denn Musik ist ein Schwerpunkt in der Arbeit der Kita, deren Träger die gemeinnützige BVZ GmbH ist. Neben einer Krabbelgruppe mit elf Kindern gibt es drei Kindergartengruppen, in denen – anders als in anderen Kindergärten – auch einige Zweijährige betreut werden. „Die Einjährigen kommen in die Krabbelgruppe. Neue Kinder, die bereits Zwei sind, kommen direkt in eine Kindergartengruppe“, erklärt Kita-Leiter Wolfgang Maier. Ein System, das sich bewährt habe: „Es ist klasse, wie butterweich die oft rabaukenhaften Vorschulkinder mit den ganz Kleinen umgehen.“

Neben viel Musik gehen die Kinder so oft wie möglich raus in die Natur – kein Wunder, liegt die Kita doch neben dem Alten Flugplatz Bonames. „Wir gehen Tiere beobachten und Pflanzen suchen“, sagt Maier. Und in der Nähe des Weidenlabyrinths der Naturschule Hessen gebe es tolle Kletterbäume.

Bei der musikalischen Früherziehung machen selbst die Einjährigen mit. „Wenn ich freitags komme, widme ich mich zuerst den Krabbelkindern“, sagt Gaal. Einfache Sachen machen sie meist, „die Kleinen müssen ja erst mal richtig sprechen lernen“. Aber Tiere nachspielen zu den Liedern, die Gaal singt und zu denen er Gitarre spielt, können sie. Etwa sich die Nase zuhalten und mit dem anderen Arm einen Rüssel formen, wenn Gaal vom Elefanten singt. Oder wild wie Affen hopsen oder springen wie ein Känguru. „Anhand von Bildern erkläre ich, wie die Tiere aussehen, wie sie sich bewegen und welche Laute sie machen.“ Vor allem sollen sie Spaß an der Bewegung und an der Musik haben. „Sind sie älter, macht es ihnen viel Spaß, zur Musik ihre eigenen lustigen Texte zu reimen.“

Seit mehr als 40 Jahren, seit seinem 16. Lebensjahr, unterrichtet Gaal bereits Gitarre. „Als kleiner Junge spielte ich Mundharmonika. Und in der Schule musste ich wegen meiner schönen Jungenstimme immer vorsingen.“ Mit Zwölf begann er, Gitarrenunterricht zu nehmen. Bald unterrichtete er andere Kinder, um sein Taschengeld aufzubessern. „Als ich 19 war, wurde die Jugendmusikschule Bad Homburg auf mich aufmerksam.“ Seither unterrichtet er dort Gitarre.

Eigener Übungsraum

In Bonames aufgewachsen, machte sich Jürgen Gaal 1990 mit einem Übungsraum in der Homburger Landstraße 634 als Musiklehrer selbstständig. „Bald fragten Kitas an, ob ich nicht bei ihnen musikalische Früherziehung anbieten könne.“ Außerdem gibt er nachmittags Gitarrenunterricht, spielt seit zehn Jahren in der Band „Double Generation“ und tritt mit der Sängerin und Gitarristin Karina Hartmann als Duo auf. „Oft kamen so mehr als 60 Stunden pro Woche zusammen. Gleichzeitig macht die Arbeit mit Menschen, vor allem mit den Kindern, großen Spaß“, sagt Gaal.

Auch beim Geburtstagsfest der Kita, Brandhöfchen 5, musiziert Gaal mit den Kindern. Gefeiert wird am 9. Juli von 15 bis 19 Uhr. „Es wäre schön, auch viele Ehemalige zu diesem runden Geburtstag begrüßen zu können“, sagt Wolfgang Maier. Das Spielmobil des Abenteuerspielplatzes Riederwald kommt, ein Clown tritt auf und es gibt eine Theateraufführung.

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