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Künftiger Stadtschreiber will an Roman arbeiten

Er hofft auf frische Impulse: Der Schriftsteller Thomas Lehr will als Stadtschreiber von Bergen-Enkheim an einem neuen Roman arbeiten. Die Handlung soll Kunst und Wissenschaft thematisieren, so Lehr, der sein Amt morgen offiziell antritt.
Der Schriftsteller Thomas Lehr ist der neue Stadtschreiber von Bergen-Enkheim. Foto: dpa Der Schriftsteller Thomas Lehr ist der neue Stadtschreiber von Bergen-Enkheim. Foto: dpa
Frankfurt. 

Von seinem Aufenthalt in Frankfurt im kommenden Jahr erhoffe er sich frische Impulse, sagte Thomas Lehr einen Tag vor seiner Ernennung zum 38. Stadtschreiber am Donnerstag. Der 53-Jährige löst den Dresdner Schriftsteller Thomas Rosenlöcher ab, der die mit 20 000 Euro dotierte Auszeichnung im vergangenen Jahr erhielt. Der neue Roman, der in Deutschland spielen soll, handle von Kunst und Wissenschaft, verriet Lehr.

Mit dem symbolischen Amt ist das Wohnrecht im Stadtschreiberhaus in dem Frankfurter Stadtteil verbunden. Lehr kündigte aber bereits an, seinen Lebensmittelpunkt weiter in Berlin zu belassen. Der Literaturpreis wurde 1974 erstmals vergeben. Zu den Stadtschreibern in den vergangenen Jahrzehnten gehörten Autoren wie Wolfgang Koeppen, Peter Rühmkorf, Herta Müller, Wilhelm Genazino, Friedrich Christian Delius oder Uwe Timm. In sein Amt wird Lehr von der Schriftstellerin Katja Lange-Müller eingeführt, die ebenfalls schon Stadtschreiberin war.

Dem 1957 in Speyer geborenen Lehr gelinge es, "unsere Gegenwart in exemplarische Muster zu fassen und sie in eine in poetischen Artikeln aufgelöste Sprachwirklichkeit zu überführen", urteilte die Jury. Auf diese Weise entwickle seine Erzählkunst "einen beträchtlichen Sog". Der bereits vielfach ausgezeichnete Autor machte zuletzt mit seinem Roman "September" auf sich aufmerksam, für den er 2010 als Finalist für den Deutschen Buchpreis nominiert wurde. In dem Werk, das ohne Satzzeichen auskommt, verknüpft er die Lebensgeschichten von zwei Vätern und zwei Töchtern aus den USA und im Irak - parallel zu den Anschlägen auf das World Trade Center im September 2001.

(dpa)
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