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Die Kasse klingelt trotz Regens: Leberecht-Flohmarkt bringt rund 10.000 Euro ein

Von Bei der 22. Auflage des Flohmarktes zugunsten der Leberecht-Stiftung dieser Zeitung vor der Jahrhunderthalle Höchst kamen rund 10 000 Euro zusammen. Der Betrag kommt behinderten und benachteiligten Kindern zugute.
Michelle und Daniel Meisinger trotzen dem Regen: Sie haben ihren Dachboden leergeräumt und sind vom Frankfurter Berg zur Jahrhunderthalle gefahren, um beim Flohmarkt mitzumachen. Das Ehepaar hat schon Schallplatten und eine Kiste mit Taschenbüchern verkauft. Bilder > Foto: Maik Reuß Michelle und Daniel Meisinger trotzen dem Regen: Sie haben ihren Dachboden leergeräumt und sind vom Frankfurter Berg zur Jahrhunderthalle gefahren, um beim Flohmarkt mitzumachen. Das Ehepaar hat schon Schallplatten und eine Kiste mit Taschenbüchern verkauft.
Frankfurt. 

Grau in Grau zeigt sich der Himmel an diesem Vormittag, es regnet immer wieder und es ist kühl. Für Michelle und Daniel Meisinger ist das Wetter jedoch kein Problem. Das Ehepaar vom Frankfurter Berg hat einen Stand auf dem Flohmarkt vor der Jahrhunderthalle aufgebaut. „Zum ersten Mal“, erzählen die beiden. Einen Pavillon, um sich vor dem Regen zu schützen, haben sie daher nicht. „Wir halten durch und bleiben bis zum Schluss“, sagt Daniel Meisinger kämpferisch.

Dass der Flohmarkt dieses Mal ganz im Zeichen des guten Zwecks steht, weiß das Ehepaar nicht und lässt sich aufklären. Sämtliche Standgebühren, die an diesem Tag fällig sind, werden von Flohmarktorganisator Joachim Weiß an die Leberecht-Stiftung dieser Zeitung gespendet. Weiß und sein Team setzen sich einmal jährlich zugunsten der Stiftung und damit für behinderte und benachteiligte Kinder und Jugendliche ein. Es ist bereits der 22. Leberecht-Flohmarkt. Möglich ist die Aktion, weil sie auch durch die Betreiber der Jahrhunderthalle mitgetragen wird. Sie verzichten an diesem Tag auf eine Benutzungsgebühr für den Parkplatz.

Die Meisingers zahlen ihre Standgebühr an Dirk Müller-Kästner, stellvertretender Leiter des Höchster Kreisblatts (HK), einer Regionalausgabe der Frankfurter Neuen Presse. Er und Ulrike Kleinekoenen gehen mit Weiß und seinen Mitarbeitern durch die Reihen. Beim Kassieren nutzen sie die Gelegenheit und informieren die Verkäufer über die Arbeit der Leberecht-Stiftung (siehe eigener Artikel).

Lustige Taschenbücher

Daniel Meisinger findet die Aktion gut und hat sichtlich Spaß am Verkaufen: „Vieles, was wir dabei haben, liegt schon teils 25 bis 30 Jahre verpackt auf dem Dachboden. Das muss jetzt mal weg“, sagt er. Eine ganze Kiste mit „Lustigen Taschenbüchern“ von Walt Disney sei er bereits morgens um 6 Uhr losgeworden. Und auch die alte Schallplattensammlung mit Bands aus den 60er bis 80er Jahren hat überwiegend neue Besitzer gefunden. Wenige Exemplare befinden sich noch in der Kiste, etwa ein Album von „Kid Creole & The Coconuts“.

Während Müller-Kästner und Kleinekoenen kassieren, engagieren sich weitere Mitarbeiter dieser Zeitung. Sie haben einen Flohmarktstand aufgebaut, bieten dort Bücher, Porzellan, alte Fotokameras und Kleidung feil. Schnell füllt sich der Stand mit Besuchern, viele kennen die Arbeit der Leberecht-Stiftung und möchten diese mit dem Kauf einer Kleinigkeit unterstützen. Schließlich zählt jeder Euro. Wer nichts findet, der kann auch so spenden. Ein großes Sparschwein steht zusätzlich auf dem Tisch, immer wieder ist das Geräusch eingeworfener Münzen zu hören.

Schnäppchenpreise

Die Bücher sind dieses Mal ein Renner am Stand –egal ob Krimis, Historienromane oder Sachbücher – die Auswahl ist vielfältig. Irmgard Wolf entdeckt beim Stöbern in den Kisten das Buch „Vicky und der Weihnachtsengel“ der Schriftstellerin Eva Ibbotson. Bei einem Euro ein Schnäppchen, die Kaufentscheidung fällt ihr leicht. „Ich freue mich schon darauf, es zu lesen“, sagt sie.

Dirk Müller-Kästner ist mittlerweile am Stand von Daniela Pfeifer und ihrer Tochter Nina angekommen und nimmt die Standgebühren entgegen. Es regnet wieder leicht, doch auch hier ist Kampfgeist angesagt, schließlich sind die beiden für den Flohmarkt extra aus Wiesbaden angereist. Die zwölfjährige Nina trennt sich von einigen Dingen aus ihrem Kinderzimmer, einer Lampe etwa, Klamotten und Büchern. „Von dem Geld möchte ich mir eine neue Winterjacke kaufen“, verrät sie. „Wir machen zum ersten Mal in Höchst mit beim Flohmarkt und ziehen das jetzt bis zum Schluss durch“, sagt ihre Mama. „Obwohl das Wetter viel schlechter ist als erwartet, finde ich die Atmosphäre hier sehr schön.“

Noch weiter angereist, nämlich aus Heidelberg, ist an diesem Morgen Anke Rätzel. Neben typischen Flohmarktartikeln wie Kleidern, Büchern und einer großen Kiste an Kuscheltieren, hat sie Honig mitgebracht. „Mein Mann ist Hobby-Imker“, sagt sie. Der Honig sei frisch geerntet. Die süße Leckerei gibt es im Glas, eine Besonderheit sind die noch mit Honig gefüllten Waben. Von denen gibt es nur ganz wenige. „Die schmecken ganz süß und man bekommt sie nicht immer“, sagt Margitta Gallas und kauft sich ein kleines Stück für 4,50 Euro.

Trotz des schlechten Wetters und weniger Verkäufern als an Tagen mit Sonnenschein, ist der Benefiz-Flohmarkt am Ende aber doch sehr erfolgreich: Die Einnahmen aus den Standgebühren und aus dem Verkauf am Stand dieser Zeitung bringen es zusammen rund 10 000 Euro zugunsten der Leberecht-Stiftung ein.

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