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Familienmarkt sammelt auch wieder in Bornheim: Mehr Zeit für die Spender

Größere, bessere nutzbare Räume hat der Familienmarkt von Caritas und Diakonie seit dem Umzug von Bornheim in die Röntgenstraße 10 in Enkheim. Doch der dichte Verkehr rund um den Riederwald ist für Spender des Sozial-Kaufhauses ein Problem.
Ellen Rieckmann und Stefan Bielka vom Familienmarkt helfen Marika Köberich beim Ausladen von Puppen, die sie dem Kaufhaus spendet. Foto: Leonhard Hamerski Ellen Rieckmann und Stefan Bielka vom Familienmarkt helfen Marika Köberich beim Ausladen von Puppen, die sie dem Kaufhaus spendet.
Bergen-Enkheim. 

Eigentlich ist jetzt alles viel praktischer. Statt wie früher in Bornheim in der Freiligrathstraße mit dem Auto auf dem Bürgersteig vor der Tür zu halten, können Spender nun in der Röntgenstraße 10 direkt zu einem großen Tor auf der Rückseite des Sozial-Kaufhauses fahren. In Ruhe nehmen dort die Mitarbeiter des Lagers des karitativen Second-Hand-Marktes das Gebrachte entgegen, die Sortierung von Kleidung, Haushaltswaren, Spielzeug und andere Dinge geschieht gleich daneben. Und doch schimpft der ein oder andere, Leiterin Verena Schlossarek bekam schon Sätze wie: „Hierher komme ich nie wieder“ zu hören. Das Problem ist der dichte Verkehr rund um den Riederwald, erklärt Schlossarek: „Viele Spender haben keine Lust, sich durch die Staus auf Borsigallee und Am Erlenbruch zu quälen.“

Bis 20 Uhr abgeben

Zwar seien die Lager nach wie vor gut gefüllt, den Unmut der Spender kann Schlossarek aber verstehen. Deshalb hat der Familien-Markt, den Caritas und Diakonie gemeinsam betreiben, seine Annahmezeiten für Spenden ausgeweitet: Von heute an ist das Tor immer donnerstags bis 20 Uhr geöffnet. An einem Dienstag im Monat bieten die Mitarbeiter außerdem künftig an, Spenden an der Bornheimer Heilig-Kreuz-Kirche, Kettelerallee 45, entgegenzunehmen.

„Wir brauchen die Spender. Ohne sie funktioniert der Familienmarkt nicht“, sagt Schlossarek. Einkaufen können hier nur Inhaber eines Frankfurt Passes, den die Stadt an Menschen mit geringem Einkommen ausgibt. Mitte der 1970er als Kleiderkammer gegründet, zog der Markt im April in größere Räume in der Röntgenstraße um. Auf 2400 Quadratmetern Verkaufsfläche bietet er vor allem Möbel, Kleidung und Haushaltswaren an. „Wir haben große Räume, in denen wir unser Angebot ansprechend präsentieren möchten, leere Regale wären nicht schön.“ Die Kunden freuten sich, dass sie mehr als zwei, drei Kleidungsstücke in ihren Größen fänden. „Dazu müssen wir aber ständig Nachschub gewährleisten.“

Lager ist gut gefüllt

Zurzeit ist Sommerkleidung reduziert, sagt Schlossarek. „Für den Beginn des neuen Schuljahres gibt es aber auch viele Schulranzen.“ Zurzeit sei das Lager gut gefüllt, große Rückgänge bei der Spendenbereitschaft habe sie noch nicht gemerkt. „Aber wir wollen uns die Spender ja gewogen halten. Deshalb kommen wir ihnen entgegen.“ Zunächst bis Ende Dezember, dann werde geschaut, ob das Angebot angenommen werde.

Die nächsten Dienstag-Termine in Bornheim (Heilig-Kreuz-Kirche) sind am 5. September, 10. Oktober, 7. November und 5. Dezember von 9 bis 12.30 Uhr.

(hau)
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