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Neue RMV-Tarife benachteiligen die Harheimer

Harheim. 

Auf heftige Kritik stößt das neue Tarifmodell des Rhein-Main-Verkehrsbundes (RMV) im Harheimer Ortsbeirat. Die Grünen bemängelte in einem Antrag, dadurch verteuere sich eine Fahrt in die Innenstadt um 75 Prozent von 2,90 auf 5,09 Euro. Helmut Seuffert erklärte, er habe sich als Testperson für den Tarif beim RMV gemeldet. Gerade in Stadtteilen, in denen Bürger mangels anderer Angebote wie Carsharing oder direkter Radwege immer noch am Auto festhielten, solle die Tarifstruktur den Umstieg auf den ÖPNV fördern und nicht unwirtschaftlich machen. Schon jetzt, so Kristina Luxen (SPD) hätten Harheim und Nieder-Erlenbach „die größte Autodichte Frankfurts“.

Eigentlich hatte das Harheimer Gremium schon im Januar einen einstimmigen Antrag an den Magistrat gestellt, doch der blieb bislang unbeantwortet. Die Neufassung des Papiers wurde kontrovers diskutiert. Stefan Quirin (CDU) störte sich an der Formulierung des Grünen-Textes, in dem es zunächst um die Kohlendioxid-Bilanz und verfehlte Ziele der „Greencity Frankfurt“ ging. „Die Randgemeinden werden massiv benachteiligt“ darum gehe es, nicht um die „Greencity“, beharrte Quirin.

Seuffert regte an, die Antragstexte zu kombinieren. Auch Luxen sah Handlungsbedarf: „Das ganze Ding gehört abgeräumt – so schnell wie möglich.“ Einfach nur den RMV zu fragen, sei zu wenig, fand Seuffert. Denn die Tarifstruktur werde mit sinkenden Preisen beworben. Und bei den Testpersonen würden sich vor allem solche melden, die profitierten und nicht enttäuscht weiter Auto führen. So wurde der Antrag einstimmig verabschiedet.

In der Bürgerfragestunde kritisierte dann ein erregter Harheimer, die Linie 25 werde nur mit mangelhaften Bussen betrieben, der Einstieg sei mit Kinderwagen kaum möglich „und man fühlt sich wie auf einer Rüttelplatte“.

(dd)
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