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Ruderfest: Olympiazweite übernimmt die Leitung

Christiane Huth ist die neue Regattaleiterin des Frankfurter Ruderfestes und organisiert die Großveranstaltung in der Mainmetropole im Mai. Weil der Vorgänger der Olympiazweiten und heutigen Polizeikommissarin so erfolgreich war, sieht Huth kaum Verbesserungsbedarf und möchte vor allem den Unterhaltungswert des Ruderfestes aufrecht erhalten.
Rudert selbst fast jeden Tag auf dem Main: Christiane Huth genießt das Ambiente mit der Frankfurter Skyline im Hintergrund. Rudert selbst fast jeden Tag auf dem Main: Christiane Huth genießt das Ambiente mit der Frankfurter Skyline im Hintergrund.
Sachsenhausen. 

Christiane Huth rudert am liebsten direkt nach Sonnenaufgang. Dann fühlt sie sich, als habe sie den Main für sich allein. Zudem ist dann der Blick auf die Frankfurter Skyline am exklusivsten. „Gleich nach dem Sonnenaufgang erscheint sie am magischsten, am spektakulärsten“, schwärmt Huth.

Die 37-Jährige ist aber auch eine Frühaufsteherin, weil ihre Tage meist von reichlich Arbeit geprägt sind. Und die wird in den kommenden Wochen nicht weniger: Seit Ende Februar ist Christiane Huth die neue Regattaleiterin des Frankfurter Ruderfestes. Sie löst damit Oliver Palme ab, der das Amt aufgrund beruflicher Verpflichtungen abgeben musste. Zur neunten Auflage des Ruderfestes vom 9. bis zum 13. Mai wird Huth die Regie führen, auch wenn sie noch nicht ganz weiß, was das Amt alles mit sich bringt.

„Der genaue Aufgabenbereich ist noch nicht ganz definiert. Grob gesagt, bin ich für alles zuständig, was auf Land und Wasser passiert. Wenn irgendwo Probleme auftauchen, bin ich erste Anlaufstelle und muss Dinge klären“, sagt die neue Regattaleiterin. Gut, dass der Umgang mit Problemen und das Klären von Dingen zu Huths beruflichem Alltag gehören, denn die aus dem thüringischen Suhl stammende Frau ist seit Sommer vergangenen Jahres Polizeikommissarin und arbeitet für die Frankfurter Autobahnpolizei.

Auf ihr neues Amt ist sie aber auch so gut vorbereitet. Huth rudert für die Frankfurter Ruder Gesellschaft Germania, hat in den vergangenen Jahren schon im Vorstand des Vereins gewirkt und Freizeitruderer trainiert. Zuletzt hatte sie außerdem die Leitung für die sogenannte Corporate Regatta, die während des Ruderfestes ausgetragen wird, inne, bei der an Christi Himmelfahrt Firmenteams in Boote steigen und gegeneinander auf dem Main antreten.

Als designierte Regattaleiterin muss sie nun auch die Wettbewerbe der Freizeit- und Profiruderer mit koordinieren, die in diesem Jahr beim Ruderfest zwischen dem Holbeinsteg und der Untermainbrücke ausgetragen werden.

Fest der Freude

Am Ablauf und Programm des Festes soll sich unter Huth nichts ändern. Sie sieht dafür aufgrund der Arbeit ihres Vorgängers auch keinen Anlass: „Alles war unter ihm bestens organisiert, das Fest stets ein großer Erfolg. Das Gute, das sich entwickelt hat, möchte ich stabil halten, damit die Menschen nach wie vor mit einem Lächeln zum Fest kommen und damit auch wieder gehen.“

Als Arbeit nimmt Huth ihre neue Aufgabe ohnehin nur bedingt war. Wenn sie nicht für Recht und Ordnung sorgt, widmet sie die meiste Zeit ihres Lebens dem Rudern. Der Wassersportart ist sie seit ihrem 14. Lebensjahr verfallen. Für die Potsdamer Ruder-Gesellschaft nahm sie schon ab 1997 an Junioren- und Seniorenweltmeisterschaften im Einer, Doppelzweier und Doppelvierer teil. Ihren größten Erfolg feierte sie im Jahr 2008 bei den Olympischen Spielen in Peking, als sie gemeinsam mit Annekatrin Thiele die Silbermedaille im Doppelzweier holte. Beide mussten sich damals nur um Haaresbreite den neuseeländischen Olympiasiegerinnen geschlagen geben.

Kein Leistungssport mehr

Den Leistungssport hat Huth zwar mittlerweile an den Nagel gehängt, auch aufgrund ihres Berufs. Doch für ihr Wohlbefinden und die berufliche Fitness geht sie noch immer fast jeden Morgen aufs Wasser, in den Kraftraum oder joggt das Mainufer entlang. „Die Vielseitigkeit dieser Sportart macht sie aus: Man ist viel draußen und kommt oft mit der Natur in Berührung, kann alleine trainieren oder auch im Team. An manchen Tagen trainiert man Kraft, schwimmt oder fährt Fahrrad, weil schließlich all das die Athletik eines Ruderers fördert“, erklärt sie.

Auch lasse sich der Sport zeitlich gut mit ihrem Beruf verbinden: „Nach vier Tagen Schichtdienst habe ich anderthalb Tage frei. Daher bleibt mir auch Zeit für die Vereinsarbeit.“ Und es wäre nicht verwunderlich, wenn Huth neben Beruf, Hobby und Ehrenamt sich irgendwann noch einer weiteren Aufgabe widmet. „Ich liebe Herausforderungen, denn die lassen einen wachsen“, sagt die ehrgeizige, neue Regattaleiterin.

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