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Eintracht Frankfurt: Peter Fischer vs. AfD: Was Sie wissen müssen

Zwischen der AfD und Eintracht-Präsident Peter Fischer ist ein heftiger Streit entbrannt. Wir geben Ihnen einen Überblick.
Foto: dpa Foto: imago sportfotodienst (imago sportfotodienst) Foto: dpa
Frankfurt. 

Zwischen Eintracht-Frankfurt-Präsident Peter Fischer und der "Alternative für Deutschland" (AfD) tobt seit Ende Dezember ein heftiger Streit, der grundsätzliche Fragen zur gesellschaftlichen Funktion von Sportvereinen und ihren Funktionären aufwirft. Jüngste Eskalationsstufe der Kontroverse: Die AfD Hessen hat am Mittwochvormittag angekündgt, Anzeige wegen Volksverhetzung gegen den Eintracht-Präsidenten stellen zu wollen.

Worum geht es in dem Streit genau? Wer hat sich wann zu Wort gemeldet? Wir geben Ihnen einen Überblick über die Kontroverse.

"Wer die AfD wählt, kann bei uns kein Mitglied sein"

Der Streit entzündet sich am 28. Dezember: In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bezieht Eintracht-Präsident Peter Fischer deutlich Stellung gegen die AfD. "Wer die AfD wählt, kann bei uns kein Mitglied sein", sagt Fischer.

Kurz darauf legt Fischer in einem Gespräch mit dem Hessischen Rundfunk  noch einmal nach: "Es gibt für die braune Brut keinen Platz. Solange ich da bin, wird es keine Nazis bei Eintracht Frankfurt geben."

(Peter Fischer ist übrigens nicht der erste Eintracht-Funktionär, der offen Kritik an der AfD übt.)

Darf der Präsident eines Sportvereins sich so äußern? Darf er die Wähler einer im Bundestag vertretenen Partei so offen ausschließen? Der Sozialwissenschaftler Nils Zurawski verteidigt Peter Fischer. Grundsätzlich, sagt Zurawski, hätten Sportvereine das Recht, sich in politische Debatten einzumischen.

AfD nennt Fischer einen "Hetzer" - und erstattet Anzeige

Die beiden Landessprecher der AfD Hessen Klaus Hermann und Robert Lambrou erstatten am 4. Januar Anzeige wegen Beleidigung, übler Nachrede und Verleumdung gegen Peter Fischer.

Rückendeckung bekommen sie wenig später von dem Frankfurter AfD-Abgeordneter Albrecht Glaser: In einem Interview mit der FNP wirft Glaser dem Eintracht-Präsidenten vor, eine ganze Gruppe von Menschen pauschal zu verunglimpfen. "[Peter Fischer] reiht sich in einen Chor von Leuten ein, die zwar überall irgendwelche Hetzer sehen, aber in Wahrheit selber welche sind", sagt Glaser.

Kevin-Prince Boateng stellt sich hinter Peter Fischer

Während die Fußball-Welt über die Äußerungen von Peter Fischer diskutiert, schweigen die Eintracht-Spieler - zumindest während der ersten Januartage.

Am 9. Januar ergreift schließlich Kevin-Prince Boateng das Wort. "Ich stehe hinter [Peter Fischer]", erklärt der Fußballprofi. "Ich stehe hinter jedem, der gegen Rassismus kämpft."

AfD kündigt Anzeige wegen Volksverhetzung an

Am 10. Januar erreicht der Streit zwischen dem Eintracht-Präsidenten und der AfD seinen - bisherigen - Höhepunkt: Die AfD-Landessprecher kündigen an, Anzeige wegen Volksverhetzung gegen Peter Fischer stellen zu wollen.

Sie verweisen auf einen auf der Facebook-Seite "peterfischereintracht" veröffentlichten Kommentar, in dem AfD-Wähler als "brauner Nazidreck" bezeichnet werden.

Bild-Zoom Foto: Screenshot von Facebook

Ob dieser Kommentar tatsächlich von Peter Fischer stammt, ist allerdings unklar. Die Eintracht erklärt auf Nachfrage, dass weder der Verein noch Peter Fischer selbst die Seite bespielen.

 

 

 

 

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