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Barockes Gebäude: Schönheitskur für die Marienkapelle

Von Die Marienkapelle in der Eschbach-Aue in Harheim ist ein barockes Kleinod. In diesem Jahr soll sie für rund 20 000 Euro saniert werden.
Die Harheimer lieben ihr Kapellchen und schmücken den Innenraum sehr schön. Das Grünflächenamt lässt das Gebäude nun sanieren. Foto: Leonhard Hamerski Die Harheimer lieben ihr Kapellchen und schmücken den Innenraum sehr schön. Das Grünflächenamt lässt das Gebäude nun sanieren.
Harheim. 

Idyllisch steht die Marienkapelle unweit des Eschbachs zwischen alten Bäumen. Erst vor vier Jahren hatte die Stadt Graffiti-Schmierereien entfernen lassen und pflasterte anschließend mit finanzieller Unterstützung des Ortsbeirats einen kleinen Platz rund um die Kapelle. All das geschah rechtzeitig zur Feier des 250-jährigen Bestehens des kleinen Gebäudes. Nun wird die Marienkapelle saniert. Am liebsten würde Stephan Heldmann, Leiter des Grünflächenamts, die Arbeiten im Frühjahr beginnen. Aber noch stünden letzte Absprachen mit dem Hochbauamt aus. Rund 20 000 Euro, schätzt Heldmann, wird die Sanierung kosten.

Ein markanter Ort

„Wir freuen uns sehr über die Sanierung, das ist großartig“, sagt Ortsvorsteher Frank Immel (CDU). Erst im vergangenen Oktober hatte der Ortsbeirat nachgefragt, was denn aus der bereits im September 2016 angekündigten Sanierung werde. Der Standort sei ein markanter Ort im Stadtteil, sagt Immel. „Hier ist ein kleiner Park, direkt neben dem Bürgerhaus. Die Bonifatiusroute führt hier entlang und der Bürger- und Heimatverein hat hier seinen Grenzsteingarten angelegt – verwendet wurden Kopien von Grenzsteinen zu den Nachbarorten, die oft andere Landesherren hatten als die Harheimer selbst, entsprechend waren die Harheimer Ortsgrenzen denn auch oft auch die Landesgrenzen.

Umfassend renoviert wurde die Marienkapelle zuletzt vor 23 Jahren. Das Dach muss erneuert werden, außerdem kann der Innenraum neue Farbe gebrauchen. Das Grünflächenamt ist Eigentümer der Kapelle. Abstimmen müsse sich seine Behörde mit dem Hochbau- und dem Denkmalamt, erklärt Heldmann. Die Kapelle stehe unter Denkmalschutz. Auch ein Gutachter werde dabei befragt, etwa um den richtigen Farbton zu finden.

„Das Kapellchen hat eine lange Geschichte, die eng mit jener Harheims verbunden ist“, sagt Immel. Wie wichtig den Harheimern ihr Kapellchen ist, zeigt sich im gepflegten Innenraum. Eine Kerze sowie meist auch ein paar frische Blumen stehen dort neben dem Bildnis der Jungfrau Maria samt Jesuskind. Im Mai hält die katholische Gemeinde hier immer sonntags Marienandachten ab. Die Prozessionen der katholischen, aber auch der portugisischen Gemeinde führen an dem kleinen Gebäude vorbei.

Dank für Unversehrtheit

1763 wurde die barocke Kapelle aus Buntsandstein erbaut. Das Gebäude stand zunächst außerhalb des Dorfes, in der Nähe der Ober- und Untermühle jenseits des Eschbachs. Gestiftet wurde sie von Anna Maria Baltes, ein Name, der im 17. Jahrhundert in Harheim sehr geläufig war.

Über die Herkunft der Marienkapelle gibt es bis heute nur Vermutungen, aber keine Beweise. So soll Harheim um 1760 von mehreren Epidemien heimgesucht worden sein, wie die Vorsitzende des Bürger- und Heimatvereins, Dagmar Wendler, unsere Zeitung einst erzählte. Anna Maria Baltes blieb wahrscheinlich davon verschont und ließ zum Dank die Kapelle erbauen.

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