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Toiletten erneutern: Stadt investiert 18.000 Euro in Licht- und Luftbad

Das Licht- und Luftbad im Riederwald erfreut sich dort und in benachbarten Stadtteilen immer größerer Beliebtheit. Weil das Bestandsgebäude aber verfällt, sorgt sich der betreibende Verein um dessen Zukunft. Die Stadt hilft nun mit einem fünfstelligen Betrag.
Uta Henßge (links) und Angela Wolf vom Vorstand des Vereins Liluba kümmern sich um den Erhalt des Licht- und Luftbads. Uta Henßge (links) und Angela Wolf vom Vorstand des Vereins Liluba kümmern sich um den Erhalt des Licht- und Luftbads.
Riederwald. 

Der kleine Gebäudekomplex mit dem Flachdach wirkt auf den ersten Blick wie ein ausgestorbenes Vereinsheim des benachbarten Fußballplatzes. Von der Leuchtreklame über dem Kiosk neben dem Eingangsbereich sind bloß noch ein paar Kabel übrig. Erst das dahinterliegende Areal macht deutlich, warum jener Ort vor allem bei jungen Riederwäldern einer der beliebtesten Plätze im ganzen Stadtteil ist. Die Blätter einiger Jahrzehnte alter Buchen und Birken bedecken den Boden des weitläufigen Licht- und Luftbades Riederwald, ebenso den Spielplatz und das Volleyball-Feld, die noch gut in Schuss sind. Trotz der Nähe zur Autobahn A 661 und den Schienen des Güterverkehrs neben der Hanauer Landstraße herrscht hier selige Ruhe.

Ein wenig verkohltes Holz ist noch vom Martinsfeuer übrig geblieben, das hier vor ein paar Tagen entzündet wurde. Aufgrund der Jahreszeit ist im liebevoll Liluba genannten Licht- und Luftbad derzeit nur sporadisch etwas los. Den Rest des Jahres über steigen auf der Lichtung betreute Ferienspiele, Open-Air-Konzerte, Flohmärkte und andere Veranstaltungen.

Die Beliebtheit des Lilubas passt jedoch nicht zum Zustand seiner Gebäude. Die Stadt investiert daher nun rund 18 000 Euro in deren Sanierung. Die ramponierten Toiletten sollen damit erneuert werden. Ein Verschlag links neben dem Eingang, in dem hin und wieder Obdachlose übernachten, soll abgerissen werden. Auch den Kiosk möchte die Stadt wieder beleben.

Ehrenamtlich betrieben

Ohne die Finanzspritze der Stadt sähe es düster aus um die Zukunft des Lilubas. Dieses wird seit dem Jahr 2003 vom gleichnamigen Verein ehrenamtlich betrieben. Bürger aus dem Riederwald taten sich einst zu diesem zusammen, um das Licht- und Luftbad mit Leben zu füllen, als es vor dem Verfall stand. Es wurde im Jahr 1920 eröffnet, um armen Kindern aus der Altstadt einen Ort der Erholung zu bieten. Mit Spendenmitteln gelang dem Verein der Wiederaufbau eines kleinen Wassersprühfeldes mit Dusche und Pumpe. Drei Jahre nach der Vereinsgründung wurden erstmals Ferienspiele auf dem Gelände veranstaltet.

Das Grünflächenamt übernahm die Liegenschaft zudem vom Frankfurter Sportamt. Die Behörde ließ den Spielplatz sanieren und kümmert sich seitdem um die Pflege des Geländes. Finanziert wird der Verein Liluba über das Programm Aktive Nachbarschaft und mit Spendeneinnahmen.

Der Erhalt des Lilubas ist für den Stadtteil umso wichtiger, weil es im Riederwald an Orten mangelt, an denen Menschen zusammenkommen können. Aber auch Menschen aus Nachbarstadtteilen wie Bornheim zieht es dorthin. „Orte wie der Günthersburgpark sind meist überlaufen, weshalb die Menschen das Liluba vorziehen“, sagt die Vereinsvorsitzende Angela Wolf.

Popularität gestiegen

Wie Wolf berichtet, haben auch Initiativen des Vereins wie ein Newsletter und der über den Stadtteil hinaus bekannte Flohmarkt im Licht- und Luftbad dessen Popularität befördert. Seit zwei Jahren stiegen zudem die Anfragen für private Feste wie Geburtstagsfeiern, Schulsommerfeste und Grillabende. „Auch sonntags lassen sich immer mehr Menschen hier blicken. Das war früher nicht so“, sagt Wolf.

Im Jahr 2019 darf sich das Liluba über einen weiteren Zuschuss freuen, auch wenn Wolf noch nicht weiß, wie hoch dieser sein wird. Bei der Stadt und im Verein kann man sich vorstellen, den Kiosk zu verpachten. „Vielleicht könnte dort dann ein Café einziehen, zumindest saisonal“, sagt Wolf. Der Verein könnte in diesem Fall auch sein jetziges, in der Küche untergebrachtes Café einstellen und seine Angebote auf dem Gelände ausweiten.

Aus Sicht von Wolf wäre dies die ideale Zukunft für das Liluba, das im Stadtteil, aber auch darüber hinaus seinesgleichen sucht. „Vor allem für Kinder, die hier frei rumlaufen können, ohne dass man sich Sorgen um Autos machen muss. Für sie ist das Liluba ein Paradies“, findet die Vereinsvorsitzende, die sich für eine ideale Zukunft des Licht- und Luftbades und des gleichnamigen Vereins nur noch eines wünscht: „Mehr Aktive, denn daran hapert’s bei uns noch.“

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