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Fußballfans gründen mit „EFC Riedberg Kabine 4“: Starke Männer für die Eintracht

Von Sie stehen hinter Eintracht Frankfurt – in guten, wie in schlechten Zeiten: die Gründer des ersten Eintracht Fan-Clubs auf dem Riedberg. „EFC Riedberg Kabine 4“ nennt sich die fußballbegeisterte Truppe, die jetzt um Mitglieder wirbt.
Einer für alle und alle für einen: Die Gründer des „EFC Riedberg Kabine 4“ haben noch Platz für viele Eintracht-Fans in ihrer Mitte. Foto: Rainer Rüffer Einer für alle und alle für einen: Die Gründer des „EFC Riedberg Kabine 4“ haben noch Platz für viele Eintracht-Fans in ihrer Mitte.
Riedberg. 

Wenn Andreas Beyer von seiner ersten Begegnung mit Eintracht Frankfurt zu erzählen beginnt, dann packt ihn das Feuer. Das Fußballfeuer. In der Saison 1974/75 war das, erinnert er sich. Er schnitt mit seinem Vater die Brombeerhecke im Garten, das Radio lief. Frankfurt spielte gegen den VfB Stuttgart. Es war ein Spiel, das in die Geschichte einging. 5:5 stand es nach dem Abpfiff – ein Ergebnis mit Seltenheitswert. „Da hat es mich gepackt und bis heute nicht mehr losgelassen“, sagt Beyer.

Da ist es für ihn keine Frage, dass er zu den Gründungsmitgliedern des ersten Eintracht-Fan-Clubs auf dem Riedberg zählt. „EFC Riedberg Kabine 4“ nennt sich der Fanclub, dessen Ursprünge schon ein Jahr zurückliegen. An einem Freitagabend, nach dem Training der Traditionself des SC Riedberg, saßen die Männer in der Kabine zusammen. In der Nummer 4. „Alle zwei Wochen fahren wir zum Bundesliga-Spiel. Mit der U-Bahn zum Südbahnhof und dann mit der Buslinie 80. Das hat Tradition“, erzählt Alexander Markert. Doch vor dem Stadion trennen sich die Wege. Manche haben eine Dauer-, andere eine Tageskarte. Während des Spiels sitzen sie deswegen über alle Tribünen verteilt. Das sollte sich ändern.

Herz am richtigen Fleck

Denn auf dem Riedberg stehen sie jetzt zusammen. In ihrem Fanclub für den sie nun Mitglieder suchen. Die müssen übrigens nicht vom Riedberg kommen, auch andere Stadtteile sind willkommen. Nur das Herz muss die richtigen Farben haben und für den einzig wahren Frankfurter Verein schlagen: für die Eintracht.

„Eintracht-Fan zu sein, das ist ein Charakterzug“, sagt Andreas Beyer, der es sich nicht vorstellen kann, eines Tages nicht mehr hinter den Adlerträgern zu stehen. Da spielt es keine Rolle, in welcher Liga die Eintracht spielt oder ob sie in dieser Saison tatsächlich den Einzug in die Euro League schafft. „Wenn man hier wohnt und fußballbegeistert ist, dann gibt es an der Eintracht eben keinen Weg vorbei“, sagt Alexander Markert.

Als Maskottchen hat sich der Fanclub ein ganz besonderes Exemplar ausgesucht: einen Hamster. Für das possierliche Nagetier ist das ein echter Aufstieg. Hatte es doch im vergangenen Jahr noch fast den Bau der neuen Sportanlage östlich der Altenhöferallee verhindert, so steht es jetzt für echte Sportlerleidenschaft und Eintracht-Liebe. Wer ein niedlich dreinschauendes Fellknäuel erwartet, der wird jedoch enttäuscht. Böse blickt der „Agro-Hamster“ seine Fans und Gegner an. Quatsch, meinen die Eintracht-Fans, die Augen sprühen nur vor Freude auf den nächsten Dreier.

„Der Hamster ist unser Alleinstellungsmerkmal, das Trikot ist obligatorisch, der Bembel auf dem Oberarm musste sein“, erklärt Florian Becker, der designierte Präsident des EFC.

Wer sich jedoch entscheidet, Mitglied im Fanclub zu sein, der muss vor allem eines sein: leidensfähig. Da sind sich die Männer einig. Denn wer sich zur Eintracht bekennt, der weiß manchmal nicht, was im nächsten Spiel passiert. Auch wenn die Adlerträger noch so gut dastehen. „Wir überwintern auf einem sehr guten Tabellenplatz. Doch nun sprechen alle von Europa. Das war vor einigen Jahren ähnlich. Und was ist passiert? Wir sind abgestiegen“, ist Tobias Huber vorsichtig mit einer Prognose, wie die aktuelle Saison abgeschlossen wird.

Europa ist machbar

Seine Fußballfreunde sehen das allerdings etwas anders. „Die Region ist bereit für Europa. Die Eintracht hat das Potenzial, dort etwas zu reißen“, ist Salim Hag sicher. Gerd Mander würde sich darüber nicht beschweren und versichert: „Ich habe im nächsten Jahr auf jeden Fall Zeit.“ Denn wenn die Eintracht die Qualifikation schafft, dann ist der EFC in Europa mit dabei. Wie vor drei Jahren in Bordeaux. „15 000 Fans – das schafft nur die Eintracht“, schwärmt Alexander Markert.

Derweil ist Andreas Beyer wieder in die Geschichte des Vereins eingetaucht. Von 1974 erzählt er, als Deutschland Weltmeister wurde. Mit den Eintrachtlern Jürgen Grabowski und Bernd Hölzenbein. „Als Frankfurter Bub war man stolz. Denn irgendwie war nicht nur Deutschland Weltmeister, sondern auch die Eintracht“, sagt er.

 

Für Interessenten gibt es eine Facebook-Gruppe: EFC Riedberg Kabine 4

 

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