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Architektur des neuen EZB-Baus: Transparenz und Stabilität

Auf dem Gelände der Europäischen Zentralbank gibt es einen Bananenkran, und immer wieder beschäftigen sich dort einige Mitarbeiter mit Blüten. Jedoch: Obst und Blumen werden dort nicht gehandelt.
Groß und stattlich: Das neue Gebäude der Europäischen Zentralbank (EZB) ragt stolz in den Himmel über der Mainmetropole Frankfurt. Groß und stattlich: Das neue Gebäude der Europäischen Zentralbank (EZB) ragt stolz in den Himmel über der Mainmetropole Frankfurt.
Frankfurt. 

Der EZB-Neubau am Osthafen ist ein gigantischer Bau: Er ist 185 Meter (mit Antenne 201) hoch und hat 41 begehbare Stockwerke. Der Neubau entstand auf dem Gelände der ehemaligen Großmarkthalle, und ein denkmalgeschützter Teil wurde integriert.

Aus der Zeit, in der an dieser Stelle noch mit Obst und Gemüse gehandelt wurde, steht heute noch der „Bananenkran“. Das Gelände wurde gewählt, weil es genug Platz und hohe Sicherheit bietet. Die Planung begann 2003 mit einem Wettbewerb zwischen Architekten. Baubeginn war 2007/8 und der Einzug im November 2014. Vorher war die EZB zum Teil im Euro-Tower am Willy Brandt Platz und zum Teil in anderen Gebäuden in Frankfurt untergebracht.

Im Neubau arbeiten die meisten EZB-Mitarbeiter unter einem Dach, somit können Konferenzen einfacher ermöglicht werden. Besonderheit des Hochhauses ist die außergewöhnliche Architektur – diese soll symbolisch „Transparenz und Stabilität“ darstellen. Weiter ist es in diesem Hochhaus möglich, dass auch in den obersten Stockwerken die Fenster geöffnet werden können, da zwei Glasscheiben hintereinander gebaut wurden.

Hauptaufgabe der EZB ist es, darauf zu achten, dass nicht zu viel Geld im Umlauf ist, damit es nicht an Wert verliert. In der EZB selber wird kein Geld gelagert. Die EZB wurde am 1. Juli 1998 gegründet. Vorher gab es das EWI (Europäisches Währungsinstitut). In der Europäischen Union sollte es eine gemeinsame Währung geben, das war der Plan. 1991 wurden im „Maastrichter Vertrag“ erste Vereinbarungen zwischen den europäischen Ländern getroffen. Der Chef der EZB heißt Mario Draghi, er und alle Mitarbeiter sprechen sich mit „du“ an und nennen sich beim Vornamen, da sie aus verschiedenen Ländern kommen. Im Gebäude am Osthafen arbeiten circa 2500 Mitarbeiter. Im 41. Stock finden regelmäßig wichtige Sitzungen statt, im Ratssaal werden dringende Angelegenheiten besprochen, beraten und der EZB-Rat trifft Entscheidungen.

Sicherheit geht vor

In der „Euroausstellung“ konnten die Besucher die Sicherheitsmerkmale der Euroscheine sehen. Diese wurden in die Scheine „eingebaut“, damit es schwer ist Geld zu fälschen. „Blüten“ nennt man Falschgeld, und es ist eine Straftat Blüten herzustellen oder in Umlauf zu bringen. Das Papier ist eine Art Baumwolle, damit das Geld nicht so schnell kaputt geht. Falls ein Schein in der Hosentasche mal in die Waschmaschine gerät, überlebt der Schein trotzdem.

In 19 Ländern wird mit dem Euro bezahlt. Auf der Rückseite der Euroscheine sind Brücken zu sehen, die eine Verbindung zwischen den Ländern zeigen sollen. Auf den neuen Scheinen ist die „Prinzessin Europa“ als Wasserzeichen zu sehen. Geld aus verschiedenen Ländern zeigte die Ausstellung ebenso. Hergestellt wird das Geld nur in wenigen Ländern: in Deutschland (in Berlin), Österreich und Italien. Nur wenige Menschen bekommen das besondere Papier in die Hand.

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