Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Neu-Isenburg 21°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Leberecht-Stiftung: Traumhafter Abend im Zoo

Der Zoo lud behinderte und benachteiligte Kinder zur „Dreamnight“ kostenlos auf sein Gelände ein. Es gab ein tolles Programm. Die Leberecht-Stiftung der Frankfurter Neuen Presse beteiligte sich hieran.
Stockbrotgrillen gegen den Hunger. Bilder > Foto: Christian Christes Stockbrotgrillen gegen den Hunger.
Frankfurt. 

Die Löwen Kashi und Zarina des Frankfurter Zoos blicken neugierig vom Außengehege in ihre „warme Stube“. Dort tummeln sich zahlreiche Kinder und Erwachsene. Die Besucher schauen sich neugierig im Löwen-Zuhause um. Die beiden Großkatzen scheint dies sichtlich zu irritieren, schließlich gehört dies nicht zu ihrem gewohnten Alltag.

Auch für die Anwesenden ist der Besuch im Löwengehege etwas Besonderes, ganz wie die Veranstaltung, die dies ermöglicht. „Dreamnight“ heißt das Ereignis, das von Zoo-Mitarbeitern, zahlreichen Institutionen wie der Jugend- und Berufsfeuerwehr Frankfurt, von Künstlern und von Vereinen wie der Lebenshilfe Frankfurt einmal jährlich auf die Beine gestellt wird. Die Leberecht-Stiftung der Frankfurter Neuen Presse und ihrer Regionalausgaben beteiligt sich hieran.

Alle haben ein Ziel: sie engagieren sich an diesem Abend für behinderte und benachteiligte Kinder. Der Zoo öffnet hierfür kostenlos seine Türen. „Wir haben 1700 Karten an Einrichtungen und Organisationen ausgegeben, die verteilt werden“, sagt Christine Kurrle vom Zoo. Die Nachfrage an der Veranstaltung steige jährlich.

 

Froh, dabei zu sein

 

Ildikò (10) hat das Asperger-Syndrom und ist zusammen mit ihren Schwestern Enikö und Fritzi (beide 7 Jahre) sowie mit ihrer Mama Marta Kiss gekommen. „Wir freuen uns so, dass wir hier sein dürfen“, sagt Marta Kiss. Ihren Mädchen jedenfalls macht der Besuch sichtlich Spaß, sie warten schon gespannt darauf, dass die Löwen eingelassen werden. Tierpfleger Hans Karer holt das Fleisch für die Löwen, einige Kinder dürfen ihm beim Auslegen der Stücke mithelfen. Dann müssen alle das Gehege verlassen. Mo (9) durfte beim Fleischauslegen dabei sein. Der aufgeweckte Junge, der im Rollstuhl sitzt, hat sich dabei ein eigenes Bild von der Wohnsituation der Löwen gemacht.

„Man hat schon gemerkt, wie die Tiere sich fühlen müssen, wenn die Menschen dauernd durch die Scheibe auf die Löwen blicken“, sagt er. „Ich denke, viele Gehege im Zoo sollten einfach größer sein, auch das der Schnee-Eulen und der Nilpferde.“ Der Knirps mag es dennoch, in den Zoo zu gehen, und kommt öfters mit seinem Papa Claudius Vollmer. Die Leberecht-Stiftung hat auf dem Gelände einen Stand aufgebaut, an dem die Kinder T-Shirts bedrucken können. Die Geschwister Mia (4) und Kristjan (8) probieren es aus. „Wir haben die Eintrittskarten vom Verein Hilfe für krebskranke Kinder bekommen“, erzählt Mama Isabel Josipovic. Die Diagnose Leukämie, die Mia im vergangenen Jahr bekam, war für die Familie ein großer Schock. Ein Besuch im Zoo ist daher eine schöne Abwechslung für das Mädchen.

Tierpfleger Karlheinz Jahnel, unter anderem zuständig für die Flusspferde, hat das Becken der Dickhäuter fleißig gesäubert. Kinder können mit Flaschen darin tauchen. Erfahrene Taucher wie Frank Blank helfen ihnen dabei. Lisa (13) versucht es. Die Eltern Silke und Marc Klement schauen zu.

 

Glückliche Kinder

 

„Wir haben im vergangenen Jahr ein Kind verloren“, erzählt Silke Klement. In dieser schweren Zeit stand ihnen der ambulante Kinderhospizdienst zur Seite. „Hierüber haben wir auch die Karten für den Zoobesuch bekommen.“ Kaum ist Lisa im Wasser und taucht, möchte sie gar nicht mehr raus. „Es ist so schön, die glücklichen Kindergesichter zu sehen und die Eltern, die mit Tränen in den Augen hier stehen und sich einfach nur freuen“, sagt Tierpfleger Jahnel. alf

Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse