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Auszeichnung: Ulrich Tukur erhält Ehrenpreis

Ob als Tatort-Kommissar Murot oder als Grzimek – Ulrich Tukur überzeugt in fast allen Rollen. Jetzt wird er dafür vom Land Hessen geehrt.
Ulrich Tukur Bilder > Foto: HR/Pressestelle Ulrich Tukur

Etwas vom Glanze des Geehrten möge auch auf den Ehrenden fallen – die stille Hoffnung, die hinter vielen Preisverleihungen steckt, ob sie auch im Fall des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) glimmt, wissen wir nicht. Doch der Ehrenpreis Bouffiers geht an den überaus renommierten Schauspieler Ulrich Tukur – und dieser hat, wie oft in solchen Fällen, die Ehrung gar nicht mehr nötig. Hessens Kunst- und Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU) verkündete es gestern in Frankfurt. „Tukur ist einer der renommiertesten Filmschauspieler seiner Generation in Deutschland“, so Rhein. Zudem sei er Hesse, verkörpere Hessen wie den Wiesbadener Tatort-Kommissar. Rhein vergab den Newcomerpreises (7500 Euro, erstmals vergeben) an Jasna Fritzi Bauer. „Sie stellt die Randexistenzen unter den Jugendlichen sehr überzeugend dar“, lobte Rhein und erinnerte an Fritzi Bauers Spielfilmdebut in „Axolotl Overkill“.

Insgesamt knapp 200 000 Euro vergibt die Filmförderung des Landes am 13. Oktober bei der festlichen Gala zur Verleihung des Hessischen Film- und Kinopreises. Die Veranstaltung wird von Jochen Schropp moderiert, auf der Bühne stehen Tänzer der Stage Musical School Frankfurt und Cassandra Steen .

Der Film- und Fernsehproduzent Hans Joachim Mendig , Geschäftsführer der neuen „Hessen Film und Medien“ GmbH, saß in der Jury für die Hessischen Film- und Kinopreis und stellte die Nominierten vor. In der Kategorie „Spielfilm“ ist der Film „Vorwärts immer!“ nominiert, bei dem Franziska Meletzky Regie geführt hat. Der Film erzählt witzig vom Ende der DDR. Zweiter Kandidat für den Preis ist „Ostwind – Aufbruch nach Ora“ (Regie: Katja von Garnier ), der dritte „Nur Gott kann mich richten“ von Regisseur Özgür Yildirim .

In der Kategorie „Dokumentarfilm“ ist Peter Rippls Film „A Gravame – Das Stahlwerk, der Tod und die Mütter von Tamburi“ nominiert, ebenso Isabel Gathofs Portrait von „Moritz Daniel Oppenheim“ und zuletzt Thomas Frickels Dokumentation „Wunder der Wirklichkeit“. Es ist die Erinnerung an einen toten Freund, den Filmemacher Martin Kirchberger aus Rüsselsheim, der 1991 bei einem Flugzeugunglück ums Leben kam.

„Alle Filme“, so Rhein, „sind vom Land Hessen gefördert worden.“ Dies sei allerdings keine Voraussetzung, um den Filmpreis zu bekommen. 74 Produktionen hatten sich in diesem Jahr beworben.

Die Summe, mit der Hessen Filmprojekte unterstützt, ist zuletzt auf zehn Millionen Euro angewachsen. Mendigs neue „Hessen Film und Medien“ ist jetzt der Hauptansprechpartner für Filmemacher im Land. (tjs)

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