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„Sonnenfest-Rallye“: Was die Sonne alles kann

Von Das Gelände des Alten Flugplatzes Bonames verwandelte sich gestern in ein großes Forschungs- und Experimentierfeld. 220 Mädchen und Jungen aus 13 Kindertagesstätten machten bei der „Sonnenfest-Rallye“ mit und gingen Fragen rund um die Themen „Sonne und Solarenergie“ auf den Grund.
Denise (links, 10) und Marie-Sophie (9) versuchen beim Sonnenfest auf dem Alten Flugplatz, mit der Lupe ein Motiv in die dünne Holzscheibe zu brennen. Wegen der Wolken ist das aber schwer. Foto: Salome Roessler Denise (links, 10) und Marie-Sophie (9) versuchen beim Sonnenfest auf dem Alten Flugplatz, mit der Lupe ein Motiv in die dünne Holzscheibe zu brennen. Wegen der Wolken ist das aber schwer.
Bonames. 

Eine große Wolke zieht für einen kurzen Augenblick vor die Sonne. Denise (10) blickt zum Himmel und wartet, dass sich der helle Himmelskörper wieder zeigt. Zum Schutz trägt sie eine Sonnenbrille. Lange dauert es nicht und bereits kurz darauf wird der Himmelskörper wieder sichtbar. Das ist die Voraussetzung, damit das Mädchen das Experiment fortsetzen kann.

Mit Hilfe von Sonnenstrahlen und einer Lupe, möchte Denise nämlich ein Motiv in eine dünngeschnittene Holzscheibe einbrennen. Dabei bündelt sich das Licht zu einem Punkt, der auf der Fläche zu sehen ist. Dieser ist heiß, denn die Lupe funktioniert wie ein Brennglas. Dort, wo sich die Lichtstrahlen bündeln, wird das Holz erhitzt und verfärbt sich. Es kokelt. Nach diesem Prinzip kann ein Bild gemalt oder Buchstaben auf die Holzfläche geschrieben werden. Doch das ist gar nicht so einfach. Am Ende hat die Zehnjährige einen größeren runden Fleck auf die Holzscheibe gebrannt, mehr geht wegen der immer wieder aufziehenden Wolken in diesem Moment nicht.

Von fünf bis elf Jahre

Zusammen mit Marie-Sophie (9), Darian (6) und weiteren Kindern aus dem städtischen Kinderzentrum Euckenstraße in Höchst ist Denise auf dem Gelände des Alten Flugplatzes Bonames unterwegs. Die Gruppe macht beim diesjährigen „Sonnenfest“ mit. Hierzu eingeladen haben der Verein „Umweltlernen in Frankfurt“ und das Netzwerk „Nachhaltigkeit lernen Kita Rhein-Main“. 13 Kindertagesstätten mit rund 220 Mädchen und Jungen im Alter von fünf bis elf Jahren haben ihr Kommen zu diesem Anlass angemeldet und machen mit bei einer Rallye rund um die Themen „Sonne und Solarenergie“. Das Motto des Festes lautet: „Was die Sonne alles kann!“

„Die Kinder können an den verschiedenen Stationen selbst tätig werden und ausprobieren, wie Menschen früher die Sonne als Energiequelle genutzt haben und es noch heute tun“, erklärt Barbara Clemenz. Sie ist vom Verein „Umweltlernen in Frankfurt“, der auf dem Alten Flugplatz Bonames, mitten im Grüngürtel, immer wieder Angebote rund um die Themen Natur und Nachhaltigkeit macht. Die Idee sei, den Mädchen und Jungen zu vermitteln, dass die Sonne eine wichtige Quelle erneuerbarer Energien ist, sagt sie.

In welcher Reihenfolge die 13 thematischen Stationen mit insgesamt 17 Angeboten abgegangen werden, bleibt jeder Gruppe selbst überlassen. „Sie können sich die Rallye erschließen, wie sie möchten“, sagt Clemenz. Neben der Kokel-Station ist eine Rennstrecke mit Solarflitzern aufgebaut. Mit Hilfe von Spiegeln und Sonnenlicht können die Kinder solarbetriebene Modell-Autos zum Laufen bringen. Nach demselben Prinzip funktioniert das Spiel „Sonnen-Dart“, bei dem mit Spiegeln Sonnenstrahlen in die Mitte der Scheibe gelenkt werden sollen. Die Mädchen und Jungen können einen Finger-Sonnen-Kollektor oder ein Solarkarussell basteln, außerdem ihren eigenen Schattenumriss auf den Boden malen oder mit Hilfe des Schattens die Uhrzeit bestimmen.

Emil, Silas (beide 5 Jahre) und Carla (6) vom Kinderzentrum Schweinfurter Weg in Sachsenhausen sitzen auf einer in Schwarz gestrichenen Bank auf der Wiese und warten. Nicht weit hiervon steht ein Sonnen-Ofen. Hiermit kann man Wasser in einem Topf erhitzen und beispielsweise Würstchen kochen. Das möchten sich die drei Knirpse gerne mal anschauen.

Die warme Bank

„Es ist ganz schön heiß“, findet Carla und die beiden Jungs nicken. Spontan suchen sie sich ein kühleres Plätzchen, erfahren jedoch schon kurz darauf von Sarah Spichal vom Verein „Umweltlernen in Frankfurt“, warum ihnen auf der schwarzen Bank so warm wurde. „Die schwarze Farbe speichert die Wärme, nimmt sie auf. Deswegen ist es viel wärmer, wenn man darauf sitzt“, erklärt sie den drei Kindern. „Schaut mal. Gleich hier steht eine weiße Bank. Die Farbe Weiß nimmt die Sonnenstrahlen nicht auf, sondern wirft sie wieder zurück. Daher ist diese Bank nicht warm.“

Schwarz ist auch der Topf, der im Sonnen-Ofen steht. Der wiederum ist eine Art Kiste, die durch eine Scheibe abgedeckt ist, an der Sonnenspiegel befestigt sind. Im Topf sind Mini-Würstchen, die erhitzt werden. Die Sonnenstrahlen werden durch die Spiegelflächen auf den Topf gelenkt. Das dauert, die Temperatur steigt kontinuierlich, aber langsam. Carla darf es mit einem Messgerät überprüfen, Silas liest die Zahl auf dem Gerät ab: „Es sind 49 Grad“, sagt der Junge. Die Würstchen sind bereits warm, doch probieren möchte er sie lieber nicht. Die Neugierde ist dennoch geweckt und für sie gibt es noch einiges zu entdecken. Die kleinen Forscher machen sich auf den Weg zur nächsten Station.

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