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Kinder lernen Solarenergie zu nutzen: Was die Sonne so alles kann

Der Aktionstag „Sonnenfest für Kindertagesstätten“ verwandelt den alten Flugplatz in ein großes Labor. Trotz Hitze und Ferien lernen dort über 80 Kinder in spielerischen Experimenten alles, was die Sonne kann.
Chayene, Lexa und Nelia probieren mit der Lupe aus, die Kraft der Sonne zu verstärken. Foto: Leonhard Hamerski Chayene, Lexa und Nelia probieren mit der Lupe aus, die Kraft der Sonne zu verstärken.
Bonames. 

Es sind 30 Grad, die Sonne strahlt und am Himmel über dem Alten Flugplatz in Bonames sind kaum Wolken zu sehen – beste Voraussetzungen, um auf Erkundungstour zu gehen und zu entdecken, was die Sonne alles kann. Das herausfinden wollen auch Jakob und André. Über ein großes Plantschbecken gebeugt, beobachten die beiden gespannt die Fahrt ihres selbstgebauten Boots. „Sieh mal da! Der Propeller muss unter Wasser sein“, ruft der fünfjährige André aufgeregt und deutet auf das aus leeren Plastikflaschen gebastelte Wasserfahrzeug mit Solarantrieb. „Das ist doch kein U-Boot“, entgegnet ihm Jakob fachmännisch und gibt dem Boot einen Stoß.

Info: Das Ferienprogramm

Allen Kindern und Jugendlichen mit ihren Familien, die in den Sommerferien selbst die Natur erleben möchten, bietet die Grüngürtel-Sommerwerkstatt am Alten Flugplatz Bonames/Kalbach, Am Burghof 55,

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Trotz Ferien und bestem Schwimmbadwetter sind die beiden Jungs mit ihrer Gruppe samt Erziehern extra aus Bad Homburg gekommen, um beim „Sonnenfest für Kindertagesstätten“ dabei zu sein. Bei einer Rallye mit insgesamt zwölf Stationen lernen dort über 80 Kinder aus sechs Frankfurter Kindertageseinrichtungen spielerisch und unmittelbar alles rund um das Thema Sonne und Solarenergie.

Solarenergie

Ziel ist es, dabei durch eigene Versuche einen Fragebogen zu beantworten. So lernen die Kleinen zum Beispiel, wie eine Sonnenuhr funktioniert und wie man sie selbst basteln kann, dürfen mit einer Lupe Muster in ein Stück Holz kokeln oder eben wie man mit Solarenergie ein Schiff bewegen kann. „Wir haben einfach zwei Flaschen genommen und mit Kleber zusammengebunden – und fertig“, erklärt Jakob schon einmal, wie das kleine Boot gebaut wird, das später das große Rennen gewinnen soll, den Höhepunkt der Rallye.

Am Wiesenrand stehen derweil Alexey, Alexander, Elaysa und Angelina um einen großen Spiegel herum, in dessen Mitte ein Topf mit einigen Würstchen darin steht und staunen ungläubig über das kochende Wasser. „Könnt ihr hören, wie es rauscht? Fasst mal unter den Topf, dann merkt ihr, wie heiß das Wasser ist“, erklärt Kirsten Reichelt-Färber vom Verein Umweltlernen den fünf- und sechsjährigen Kindern, wie die Sonnenstrahlen es schaffen, ihre Würstchen zu kochen. So richtig glauben können es die vier jedoch erst, als sie probieren dürfen. Mit einem schmatzenden „Wow, lecker“ drücken sie ihre Verwunderung über das Ergebnis aus.

Das Sonnenfest wird in diesem Jahr schon zum elften Mal veranstaltet. Im Rahmen des städtischen Bildungsprogramms „Entdecken, Forschen und Lernen im Grüngürtel“ bieten das Netzwerk Nachhaltigkeit, Kita Rhein- Main und der Verein Umweltlernen in Frankfurt Kindern vom Vorschulalter bis zu elf Jahren die Möglichkeit, in Kleingruppen selbständig auf Entdeckungstour zu gehen und selbst aktiv zu werden.

Die drei Landschaftsräume

„Es geht darum, erneuerbare Energien näherzubringen. Die Kinder nehmen mit, dass es sich lohnt, sich damit zu beschäftigten“, sagt Organisatorin Barbara Clemenz vom Verein Umweltlernen. Neben dem Erforschen und Entdecken der Sonnenenergie sollten die Kinder aber auch die drei Landschaftsräume des Grüngürtels – Aue, Hügel und Wald und deren Vielfalt – kennenlernen. Dabei soll der Spielcharakter einer Rallye helfen, einen spielerischen Umgang zu finden, schließlich solle es ja locker zugehen in den Ferien, findet Clemenz.

Das haben die Kinder auch verstanden und rennen, mit Mützen und Creme vor den Sonnenstrahlen geschützt, umher, spielen oder gönnen sich eine Pause bei einem Picknick auf der großen Wiese neben dem Rollfeld. Forschen und Entdecken kann schließlich auch ziemlich anstrengend sein.

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