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Zukunftstag der Jaspert-Schule: Wer lernt, kann viel erreichen

Von Zum zweiten Mal hatten die Viertklässler der August-Jaspert-Schule am Mittwoch die Chance, Ehemalige ihrer Grundschule und ihre Berufe kennenzulernen. Zu den Absolventen, die sich den Fragen der Schüler stellten, gehörten neben einem Polizisten, einem Feuerwehrmann und einer Psychologin auch Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD).
Der Feuerwehrmann Daniel Lippmann zeigt und erklärt den Kindern seine Ausrüstung beim Zukunftstag in der August-Jaspert-Grundschule. Der Helm mit der Nummer 2 des ehemaligen Schülers fasziniert die Kinder außerordentlich. Foto: Heike Lyding Der Feuerwehrmann Daniel Lippmann zeigt und erklärt den Kindern seine Ausrüstung beim Zukunftstag in der August-Jaspert-Grundschule. Der Helm mit der Nummer 2 des ehemaligen Schülers fasziniert die Kinder außerordentlich.
Bonames. 

Von der Entscheidung, welchen Beruf sie für den Rest ihres Lebens ergreifen wollen, sind die zehnjährigen Freundinnen Carla, Pina und Emilia noch ein wenig entfernt. Für sie steht nach den Sommerferien der Wechsel in die fünfte Klasse an. „Dass es an der August-Jaspert-Schule den Zukunftstag gibt, wo ehemalige Schüler ihre Berufe vorstellen, finden wir aber trotzdem spannend“, sagen die Mädchen und verfolgen interessiert, was die Erwachsenen vorne alles zu erzählen haben.

Der OB war hier Schüler

Der da vorne spricht, ist der vermutlich derzeit bekannteste Absolvent der Grundschule, Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Er erzählt den Viertklässlern von jenen Zeiten, in denen es eine kleine Sensation war, dass drei Bonameser Schüler aufs Gymnasium kamen. Ihm zur Seite stehen mit Ana Krizan, Mounir Chaikhoun, Daniel Lippmann und Brechna Helmand eine Psychologin, ein Koch, ein Feuerwehrmann und eine Lehrerin.

Initiiert hat den Zukunftstag zum zweiten Mal der Polizist Tarik Chaikhoun, der nicht nur selbst August-Jaspert-Schüler war, sondern hier auch als Vertretungslehrer im Projekt „Verlässliche Schule“ Sport unterrichtet. Er sagt: „Dabei habe ich festgestellt, dass viele Schüler Vertrauen fassen, wenn ich erzähle, dass ich vier Jahre in ihren Klassenzimmern verbracht habe. Viele zeigen auch früh Interesse an der Berufswahl und befragen mich zu meinem Job bei der Polizei.“

Gute Noten wichtig

Mit dem Zukunftstag wollte der 32-Jährige diese Möglichkeit für die Schüler der vierten Klassen ausweiten. Er kontaktierte frühere Klassenkameraden und Nachbarn und stellte schnell fest, dass er den Kindern damit ein klares Bild vermitteln konnte: „In Bonames leben – im Gegensatz zum schlechten Ruf des Stadtteils – ganz normale Menschen, die als Jugendliche die gleichen Chancen haben wie jeder andere Frankfurter auch.“ Was er und seine Mitstreiter den Kindern dabei auch zeigen wollen: „Dass man für seine Träume auch hart arbeiten und gute Noten mitbringen muss.“

So wie die 31-jährige Ana Krizan, die nach dem Abitur an der Ziehenschule Psychologie studierte und inzwischen in Kalbach ihr eigenes Lernförderzentrum für Schüler mit Lese- und Rechtschreibschwäche eröffnet hat. „Auch für mich war es in der Schule nicht immer einfach“, erzählt Krizan den Kindern. Dabei zeigt sie alte Zeugnisausschnitte, die ihr trotz kleiner Kritikpunkte und ihrer eigenen Rechtschreibschwäche immer wieder Mut gemacht hatten. Das Wiedersehen mit ihrer ehemaligen Lehrerin Sabine Petersen rührt sie darum fast zu Tränen.

Feuerwehrmann erzählt

Dass es auch über Umwege geht, beweist die Geschichte von Daniel Lippmann. Der Feuerwehrmann stand noch vor 15 Jahren ohne Schulabschluss da und kämpfte sich als junger Erwachsener zurück in die Karriere. „Ich habe innerhalb von einem Jahr meinen Hauptschulabschluss nachgeholt, in weiteren zweien meinen Realschulabschluss und mich erst vor wenigen Jahren für meinen heutigen Job als Feuerwehrmann entschieden“ erzählt er. Sein Ratschlag an die Kinder: „Habt nie Angst nach Hilfe zu fragen – gerade wenn mal irgendetwas schief geht.“

Allerlei gute Ideen für ihre Berufswahl haben die drei Mädchen aus der Klasse 4d aber nicht erst seit den Vorträgen im Musikraum ihrer Grundschule. Pina etwa will Schriftstellerin werden, weil Deutsch ihr Lieblingsfach ist und sie leidenschaftlich gern Geschichten schreibt. Emilia liebäugelt dagegen mit einer Karriere als Anwältin, weil sie als Streitschlichterin auf dem Schulhof auf den Geschmack gekommen ist und sich gerne für Gerechtigkeit einsetzt. Auch Carla träumt davon, anderen zu helfen: Entweder als Krankenschwester oder als Polizistin. Dass sie genug Zeit haben, um noch ein wenig über ihre Wünsche nachzudenken, kommt den drei Mädchen aber dennoch sehr gelegen. . .

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