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Schwierige Umbauzeit: Wieder ein neuer Chef im Hessen-Center

Nach nur einem Jahr ist der Manager des Hessen-Centers weitergezogen. Nun ist Olaf Maria Kindt der Neue im Chefsessel. Er musste sich erst einarbeiten. Nun hat er selbst einen Plan für das Einkaufszentrum und wie es sich stärker mit dem Stadtteil vernetzt.
Den Plan im Hinterkopf: Olaf Maria Kindt muss mit dem Platz im Hessen-Center wirtschaften, den es schon gibt. Das Einkaufszentrum wird wohl erstmal nicht erweitert. Foto: Leonhard Hamerski Den Plan im Hinterkopf: Olaf Maria Kindt muss mit dem Platz im Hessen-Center wirtschaften, den es schon gibt. Das Einkaufszentrum wird wohl erstmal nicht erweitert.
Bergen-Enkheim. 

Olaf Maria Kindt musste sich in den vergangenen Monaten erst einarbeiten. Anfang April trat er als neuer Chef des Hessen-Centers an und übernahm die Nachfolge von Stephan Thiel. Der war nach nur einem Jahr an der Spitze des Bergen-Enkheimer Einkaufszentrums weitergezogen. „Das passiert schon mal“, antwortet Kindt auf die Frage nach dem überraschend schnellen Personalwechsel.

Nun ist also Kindt der neue neue Center-Manager. Nicht das erste Mal ist er auf dieser Position. Vor 45 Jahren ist Kindt in der Lüneburger Heide geboren. Nach dem Studium in Hamburg – Betriebswirtschaftslehre bei Karstadt mit Schwerpunkt Handel – wechselte er zur ECE Projektmanagement. Die betreibt auch das Hessen-Center (siehe Box). Kindt wurde bei der ECE Center-Manager in Köln im Olivandenhof, ging dann für ein paar Jahre nach Russland, Kasachstan, Katar, Passau. Wegen der Familie wollte Kindt nach Frankfurt und als Thiels ging, wurde da auch die Stelle frei.

„Ein alter Kasten“

Der Job macht ihm Spaß, sagt er. Merkt aber auch an: „Hier wartet auch manche Herausforderung.“ Das Hessen-Center werde zwar von den Händlern liebevoll mit Leben gefüllt. „Einige haben eben seit über dreißig Jahren hier ihren Laden und das spürt man.“ Das Gebäude sei aber „ein alter Kasten.“

1971 wurde das Center eröffnet. An der Waschbetonfassade kann man das auch sehen, dass der Bau schon 47 Jahre auf dem Buckel hat. „Das Center müssen wir attraktiver machen.“ Bauarbeiten seien aber eben alles andere als gemütlich und darum immer das Schlimmste für ein Einkaufszentrum.

Mit dem Parkhaus geht es los. Der Bauantrag wurde jetzt genehmigt. Der Abriss kann also im kommenden Monat beginnen. Auch drinnen müsse einiges passieren, sagt Kindt. „Das Zentrum braucht etwa dringend einen Kinderspielplatz.“ Die hölzernen Sitzbänke seien ebenfalls nicht mehr zeitgemäß und sollten gegen bequeme „Lounges“ ersetzt werden. Etwa 45 Millionen Euro werden die Baumaßnahmen insgesamt wohl kosten, schätzt Kindt.

Die Gestaltungsmöglichkeiten des Chefs sind allerdings begrenzt. Die Erweiterung des Zentrums von 39 000 auf 53 500 Quadratmeter, die im vergangenen Jahr noch diskutiert wurde, sei vom Tisch, sagt Kindt. Sie hätten dem Center zwar auf der einen Seite gut getan. Immerhin muss es sich gegenüber der Konkurrenz, etwa zum Nord-West-Zentrum oder zum Skyline Plaza im Europaviertel, behaupten. „Vermutlich ist der Markt für Einkaufszentren in Frankfurt tatsächlich gesättigt“, sagt Kindt.

„Es ist eine Institution“

Auf der anderen Seite waren aber einige Bürger und vor allem die Einzelhändler in Bergen-Enkheim von dem Vorhaben nicht begeistert. Mit denen will es sich Kindt nicht verscherzen. Nicht nur weil viele Bergen-Enkheimer Stammkunden seien, wie die halbjährigen Umfragen zeigten. Er sieht in Shoppingzentren mehr als bloße Einkaufsmöglichkeiten. „So ein Center ist eine Institution“, sagt Kindt. „Hier können sich Vereine präsentieren oder, so wie jüngst erst, Kindergärten zum Frühstücken vorbeikommen.“ Darum sei es ein Problem, dass die Stimmung zwischen den Händlern im Stadtteil und dem Hessen-Center früher so schlecht war. „Klar glaubt mancher, wir hätten die kleinen Geschäfte im Ortskern kaputt gemacht. Aber wir sind auch ein Anziehungspunkt für Käufer von außerhalb.“ Davon profitiere Bergen-Enkheim.

Kindt will auf die Händler zugehen. Dass das Center beim Triebstraßenfest im Mai mit einen kleinen Stand vertreten sein durfte, sei ein erster Schritt gewesen.

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