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Zum Schulstart einen Ranzen

Durch die AWO-Initiative "Mein erster Schulranzen" bekommen 900 Kinder aus bedürftigen Familien einen Ranzen zum Schulstart. Die Leberecht Stiftung der Frankfurter Neuen Presse unterstützt die Initiative mit 7000 Euro.
Barbara Schwarz (li.) und Daniela Birkenfeld schultern jeweils einen Schulranzen und freuen sich, dass 900 Kinder über die Initiative der AWO einen Ranzen bekommen.	Foto: Schulte Barbara Schwarz (li.) und Daniela Birkenfeld schultern jeweils einen Schulranzen und freuen sich, dass 900 Kinder über die Initiative der AWO einen Ranzen bekommen. Foto: Schulte
Ostend. 

Mitte August beginnt für Mädchen und Jungen mit der Einschulung ein neuer Lebensabschnitt. So manche Familie allerdings hat das Geld für einen Schulranzens nicht. Damit die Einschulung für alle ABC-Schützen in Erinnerung bleibt, gibt es seit 2008 das Projekt "Mein erster Schulranzen" der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Frankfurt (AWO). Die Idee: Kindern aus Familien mit geringem Einkommen einen eigenen Schulranzen ermöglichen. Zum fünften Mal wurde jetzt symbolisch ein Schulranzen an Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU), die Schirmherrin des Projekts ist, übergeben.

"Es ist wichtig, Kindern den ersten Schultag so schön wie möglich zu gestalten. Die Erinnerung an den Schulranzen wird immer bleiben", betont Birkenfeld. Sie begrüßt das bürgerschaftliche Engagement, das hinter dem Projekt steckt. "Ich wünsche mir, dass sich noch viele Menschen finden, die es mit unterstützen."

Was einst mit 60 Schulranzen begann, stieg in den vergangenen Jahren kontinuierlich bis auf die heutige Zahl von 900 Stück. "Einerseits gibt es immer mehr Familien, die sich einen Ranzen für ihr Kind nicht mehr leisten können, andererseits ist die Vernetzung in diesem Projekt stetig größer geworden", schildert Barbara Schwarz, Initiatorin des Projekts und Vorsitzende des AWO-Ortsvereins Bergen-Enkheim. Sie engagiert sich in einem sechsköpfigen Team ehrenamtlich. Sie betrachte die aktuelle Situation mit einem lachenden und einem weinenden Auge: "Einerseits können wir die Kinder mit einem Ranzen glücklich machen, andererseits ist es traurig zu sehen, dass es so viele Familien gibt, die sich das nicht leisten können. Das dürfte nicht sein."

Sonderkonditionen

Wie hoch die Kosten für die Anschaffung aller 900 Ranzen sind, bleibt ein Geheimnis. "Die Schulranzen bekommen wir zu Sonderkonditionen, daher dürfen wir den Stückpreis nicht verraten", sagt Projektleiterin Pilar Madariaga. Neben dem Schulranzen bekommen alle Kinder einen passenden Turnbeutel und ein gefülltes Mäppchen. "Zusätzlich hat der Hersteller Scout eine Geldbörse für Mädchen und ein weiteres Mäppchen für die Jungen dazugegeben."

Um zu erfahren, welches Kind einen Ranzen benötigt, setzen sich die AWO-Ortsvereine mit den Leitern von Kindertagesstätten in Verbindung. "Sie können für uns am besten sagen, wie viele Mädchen und Jungen in der jeweiligen Einrichtung einen Ranzen benötigen. Zudem wird so auch die Anonymität der Kinder und Familien gewahrt", betont Schwarz.

Viel Unterstützung

Bestimmte Wünsche hinsichtlich der Motive könnten den künftigen ABC-Schützen leider nicht erfüllt werden. Das sei aber auch nicht so wichtig. "Die Schulranzen werden den Eltern gegeben, die ihn dann ihrem Kind überreichen können. So kommt der Schulranzen von Mama und Papa", sagt Jürgen Richter, Geschäftsführer der AWO Kreisverband Frankfurt. "Das Projekt ist eine tolle Idee. Es hat so viele Menschen begeistert und zum Mitmachen motiviert, Stiftungen, Unternehmen, Banken und Privatpersonen." Er sei stolz auf den heutigen Tag und könne sich noch gut daran erinnern, als die ersten 60 Ranzen im Hessen-Center übergeben worden seien.

Dass soziales Engagement auf vielfältige Art erfolgen kann, zeigt der Einsatz von Ulli Nissen (SPD), die 1950 Euro für das Projekt gespendet hat. "Ich fertige Glasperlenketten an, die ich auf SPD-Festen oder Parteitagen für den guten Zweck verkauft habe", schildert sie. Sie habe zum Frauentag 2011 damit angefangen und den kompletten Betrag, der seitdem zusammengekommen ist, für das Projekt gespendet. "Ich freue mich, dass ich hiermit etwas Gutes tun kann."alf

Weitere Informationen zum Projekt "Mein erster Schulranzen" gibt es unter www.freiwillig-agentur.de im Internet

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(Alexandra Flieth)
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