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Bäppi la Belle: Stadtgeflüster: Theatrallalla macht jetzt Kindertheater

Bäppi la Belle sagt von sich selbst, dass er mit Kindern „so überhaupt nichts am Hut“ hat. Da scheint es nicht gerade folgerichtig, dass der Travestie-Darsteller gerade in seinem Jubiläumsjahr, in dem er feiert, dass er seit einem Vierteljahrhundert auf der Bühne steht, nun in Sachen Kindertheater mitmischen möchte.
Marcel Schilling kümmert sich im Theatrallalla um das Kindertheater. Foto: Bernd Kammerer (.) Marcel Schilling kümmert sich im Theatrallalla um das Kindertheater.
Frankfurt. 

Los geht’s im Juni mit „Alice im Wunderland“. „Theater für Kinder und Jugendliche ist in der heutigen Zeit wichtiger denn je“, gibt la Belle zu bedenken. Außerdem beruhe die Abneigung nicht auf Gegenseitigkeit. Im Gegenteil: „Sie lieben mich heiß und innig.“ Doch es bleibt dabei, dass Bäppi la Belle, der mit bürgerlichem Namen Thomas Bäppler-Wolf heißt, „fürs Kindertheater keinen Nerv“ hat.

Deshalb musste Hilfe her. Die war in Marcel Schilling schnell gefunden. „Wir wollen junge Menschen rechtzeitig an die Kultur heranführen“, beschreibt la Belle, der in dem Stück die Herzkönigin geben wird. „Das Kindermusical ist für Menschen von 6 bis 106 Jahren“, so Schilling, der zurzeit als Assistent der Intendanz am Theatrallalla arbeitet. Zu la Belles Theater kam Schilling durch seinen Lebenspartner, den Schauspieler Stefan Pascheck, der beim Theatrallalla engagiert ist.

„Bäppi schlug mir vor, das Kindertheater zu machen“, so Schilling, der bereits einige Erfahrung in diesem Genre sammelte. „Ich habe als Assistent und frei Kindertheater gemacht“, sagt Schilling, der Musik- und Literaturwissenschaften an der Goethe-Universität studiert hat. Aber der 30-Jährige kann mehr vorweisen. Etwa sein abendfüllendes Stück „Lystreia – Spiegelbild und Täuschung“, das vor zwei Jahren auf die Bühne kam.

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Ursprünglich wollte Intendant la Belle sein Kindertheater-Abenteuer mit einem anderen Stück beginnen. „Mit dem ,Räuber Hotzenplotz’, weil doch mein Vorbild, Gert Fröbe, ihn 1974 in einer Verfilmung spielte“, erklärt la Belle. „Aber mein Antrag wurde abgeschmettert.“ Da braucht der Hüne auf der Bühne nicht traurig sein, schließlich steht in diesem Jahr noch etliches an.

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Unter anderem eine 15-minütige „James Bond“-Adaption. Und – „darauf freut sich schon der halbe Römer“ – die Uraufführung des Stücks „Ben Hur und die Ratten der Rennbahn oder des Grafen bestes Stück“. Klar, dass la Belle im Jubeljahr nicht um eine große Show herumkommt. Das Jubiläumskonzert steigt am 2. Juni. Aber nicht in Frankfurt, sondern im Offenbacher Capitol. Die Frankfurter bräuchten aber nicht zu verzweifeln, in fünf Jahren könnte er sein Jubel-Konzert in der Alten Oper steigen lassen. „Wir sind auf dem besten Weg, uns der Mainmetropole zu nähern. Vor fünf Jahren waren wir zum Feiern im Amphitheater in Hanau, nun Offenbach und dann Frankfurt.“

(es)

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