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Eintracht-Säulen helfen Leberecht

Auf zwölf Säulen der U-Bahn-Station Willy-Brandt-Platz prangen seit gestern zwölf große Bilder von Fußball-Legenden der Frankfurter Eintracht. Fans hatten im Internet abgestimmt, wer dort zu sehen sein soll. Zwölf Paten haben die Säulen für insgesamt etwa 15 000 Euro ersteigert. Das Geld kommt der Leberecht-Stiftung dieser Zeitung zugute.
Eintracht-Legende Karl-Heinz Körbel (Mitte) mit dem schwäbischen Fan-Ehepaar Gabi und Armin Schwenninger, das die Säule rechts mit dem Foto des "treuen Charly" in der U-Bahn-Station Willy-Brand-Platz ersteigert hat. Foto: Rainer Rüffer Eintracht-Legende Karl-Heinz Körbel (Mitte) mit dem schwäbischen Fan-Ehepaar Gabi und Armin Schwenninger, das die Säule rechts mit dem Foto des "treuen Charly" in der U-Bahn-Station Willy-Brand-Platz ersteigert hat. Foto: Rainer Rüffer
Frankfurt. 

Eintracht-Fan sei er seit seinem elften Lebensjahr, sagt Armin Schwenninger (50). Die SGE spielte damals, – im Jahr 1974 – im DFB-Pokalfinale gegen den Hamburger SV und gewann mit 3:1. Von denen "die da gewinnen", wollte er künftig Fan sein, entschied Schwenninger.

Gestern hat der Unternehmer aus dem schwäbischen Bopfingen der Eintracht die wohl größte Liebeserklärung gemacht, seit er zur "Diva vom Main" hält. Ebenso wie elf weitere SGE-Anhänger ist Schwenniger Pate von einer der "Säulen der Eintracht". Die stehen seit einigen Tagen in der U-Bahn-Station Willy-Brandt-Platz. Die jeweiligen Paten wurden natürlich namentlich auf ihrer Säule verewigt.

Versteigerung

Die rund 15 000 Euro, die die VGF und die Frankfurter Eintracht mit der Versteigerung der Säulen-Patenschaften eingenommen haben, gehen vollständig an die Leberecht-Stiftung "Kinder in Not" der Frankfurter Neuen Presse und ihrer Schwesterzeitungen Höchster Kreisblatt, Taunus-Zeitung und Nassauische Neue Presse.

Auf den zwölf Stützsäulen zwischen den Gleisbetten sind zehn ehemalige und ein noch aktiver Eintracht-Spieler zu sehen sowie der im Jahr 2010 verstorbene Trainer Jörg Berger (siehe Info). Über die "Legenden" war im Internet abgestimmt worden. Zur Wahl gestanden hatten insgesamt 44 Spieler und vier Trainer. Mehr als 15 000 Eintracht-Fans haben sich an der Abstimmung beteiligt.

In die Wege geleitet wurde die Aktion durch die Verkehrsgesellschaft VGF. Deren Geschäftsführer Werner Röhre möchte damit die Begeisterung aus der Commerzbank-Arena ins Herz der Stadt tragen. "Die Station Willy-Brandt-Platz wurde ausgewählt, weil sie einerseits mitten im kulturellen Mittelpunkt Frankfurts liegt. Zudem eignen sich die Säulen gut, weil sie in enger Folge zueinander stehen", so Röhre. Für Armin Schwenninger sollte es nicht irgendeine Säule sein. "Die mit Körbel wollte ich", erzählt er. Schwenninger verehrt den Bundesliga-Rekordhalter (602 Spiele) genauso lange, wie er auch schon zur Eintracht hält. Auch Körbel gehörte zur 1974er-Pokalsieger-Mannschaft. Er spielte ausschließlich für die Eintracht.

Vorbild für Vereinstreue

Aus Sicht von Schwenninger ist Körbel somit das ultimative Vorbild in Sachen Vereinstreue: "Charly stand nie für das Pharisäer-Gehabe, das im Fußball heute gang und gebe ist." 250 Kilometer einfache Strecke hatte der Schwabe gemeinsam mit seiner Frau Gabi in Kauf genommen, um gestern der Säulenaktion der VGF beizuwohnen. Die beiden durften dabei nicht nur "Charly" Körbels Hand schütteln.

Auch die beiden ehemaligen Eintracht-Torjäger Anthony "Tony" Yeboah und Bum-Kun Cha wurden von den Fans auf die Säulen gewählt. Yeboah war eigens für die Einweihung der Säulen aus der ghanaischen Hauptstadt Accra angereist, Cha aus dem südkoreanischen Seoul. In der Panorama Bar im Schauspiel, wo die Säulen-Aktion durch einen kleinen Festakt eingeläutet wurde, traf Yeboah auf seinen einstigen Mannschaftskollegen Uwe Bindewald, der ebenfalls auf einer der Säulen verewigt wurde. Körbel wiederum konnte seine ehemaligen Weggefährten Jürgen Grabowski und Bernd Hölzenbein begrüßen.

Armin und Gabi Schwenninger wollen für die Eintracht bald auch in Südostasien Werbung machen. Im Dezember dieses Jahres möchte das Ehepaar nach Thailand fliegen und mit einem schwarz-rot lackierten Motorrad durchs Land fahren. bki

(Benni Kilb)
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