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Leberecht hat im Taunus viele Helfer

Die Lebensqualität steigern für Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen – das ist das Anliegen der Leberecht-Stiftung. Dabei unterstützt die Einrichtung vor allem Projekte, bei denen Behinderte im Mittelpunkt stehen. Und sie hat im Taunus viele engagierte Unterstützer.
Die Gastronomen des Hotel- und Gaststättenverbandes Hochtaunus haben um die Wette massenweise Spargel geschält – und verkauft. Der Erlös der sympathischen Aktion ging an Leberecht: 1500 Euro. Jakov Ursic (links), Joachim Werner und Gertrud Stöckl überreichten einen entsprechenden Scheck an Markus Gorisch von der Leberecht-Stiftung.	Foto: jr Die Gastronomen des Hotel- und Gaststättenverbandes Hochtaunus haben um die Wette massenweise Spargel geschält – und verkauft. Der Erlös der sympathischen Aktion ging an Leberecht: 1500 Euro. Jakov Ursic (links), Joachim Werner und Gertrud Stöckl überreichten einen entsprechenden Scheck an Markus Gorisch von der Leberecht-Stiftung. Foto: jr
Hochtaunus. 

Wenn Sabina Bodenschatz vom Internationalen Bund (IB) in Oberursel über die Zusammenarbeit mit der Leberecht-Stiftung berichtet, gerät sie ins Schwärmen. "Ich brauche nur aus dem Fenster in der Bommersheimer Straße auf den Sinnesgarten und den Pavillon, der gerade errichtet wird, zu schauen. Ohne die Leberecht-Stiftung hätten wir das nicht geschafft", sagt sie.

25 000 Euro hat die Stiftung der Frankfurter Neuen Presse und ihren Regionalausgaben, zu denen auch die Taunus Zeitung zählt, erst jüngst für den Bau des Pavillons zur Verfügung gestellt. Den Sinnesgarten mit Wasserspiel, Kräuterschnecke, einem Naschgarten mit Obstbäumen und -sträuchern, der vor drei Jahren fertiggestellt wurde, wurde ebenfalls von Leberecht mit rund 50 000 Euro unterstützt.

"Für unsere Einrichtung sind Pavillon und Garten ganz wichtige Elemente für die Betreuung unserer Klienten", sagt Bodenschatz. Beim IB werden 24 Personen mit einer geistigen Behinderung betreut, die auch in der Einrichtung leben und in den Werkstätten des IB arbeiten. Aber es gibt auch Bewohner, die nicht in der Lage sind, einer Tätigkeit nachzugehen.

Der Garten soll den Klienten zur Meditation und Erholung dienen, erklärt Bodenschatz. Durch die optischen und akustischen Reize sollen zudem die Sinne der Personen angeregt werden. Deshalb seien auch überall im Garten Sitzgelegenheiten aufgestellt worden. "Die Leute sollen sich hier wohlfühlen und entspannen", sagt Bodenschatz. Das sei auch im Hinblick auf die Tätigkeit in den Werkstätten enorm wichtig. Denn die Klienten ermüdeten erheblich rascher als Menschen ohne Behinderung.

An manchen Stellen im Garten sind auch Skulpturen aufgestellt, die von den Bewohnern im Rahmen der Kunsttherapie geschaffen wurden. Gut möglich, dass so manche Werke künftig unter dem Dach des neuen Pavillons entstehen werden. "Hier soll bei gutem Wetter unsere Speckstein-Truppe arbeiten können", erzählt Bodenschatz. Auch die Fahrrad-Werkstatt könnte künftig hier werkeln. Das sei ebenfalls eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität. "Unsere Klienten können jetzt geschützt im Freien arbeiten", so Bodenschatz.

Doch die Unterstützung von Leberecht für den IB erstreckt sich nicht nur auf Oberursel. Für die Einrichtung in Kirdorf konnte ein Auto angeschafft werden, mit dem auch Ausflüge unternommen werden.

Kerzen-Werkstatt

In Grävenwiesbach konnte zudem eine Kerzen-Werkstatt eingerichtet werden, die ein Angebot für schwerstmehrfachbehinderte Menschen darstellt. "Dazu braucht es natürlich eine besondere Werkstatt, die auf die Bedürfnisse der Nutzer zurechtgeschnitten sein muss", sagt Bodenschatz. Um die Betroffenen nicht zu überfordern, ist die Arbeitszeit auf zwei Termine à 45 Minuten in der Woche beschränkt. "Es ist erstaunlich, welche wunderbaren Kerzen in verschiedendsten Formen und Farben dort entstehen", sagt Bodenschatz.

Die Tätigkeit in der Kerzen-Werkstatt sei unglaublich wichtig für die Behinderten. "Wir erhalten Fertigkeiten und erweitern ihre Fähigkeiten", sagt Bodenschatz. "Sie lernen dabei das Durchhalten, bis eine Sache beendet ist." Auch psychologisch sei der Effekt der Werkstatt nicht zu unterschätzen. "Oft erleben die Behinderten hier, dass sie in der Lage sind, etwas von Wert zu schaffen." Ein solcher Effekt stärke das Selbstbewusstsein ungemein – und das sei für die therapeutische Behandlung immens wichtig.

Familienfest in Usingen

Um auch weiterhin in so vielfältiger Weise Einrichtungen unterstützen zu können, ist die Leberecht-Stiftung auf Unterstützung angewiesen. Sie freut sich daher besonders, dass der gesamte Erlös des Familienfestes am kommenden Sonntag im Usinger Schlossgarten der Stiftung zugute kommt. Wer von 11 Uhr an einen unterhaltsamen Tag mit vielen Attraktionen erleben und dabei Gutes tun möchte, ist hierzu herzlich eingeladen. Weitere Infos hierzu auf Seite 22. aw

(Alexander Wächtershäuser)
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