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Hundesteuer in Grävenwiesbach wird teurer: 600 Euro für Kampfhunde

Für Halter von sogenannten gefährlichen Hunden wird es teuer. Die Hundesteuer wurde zwar in Stufen, aber dennoch drastisch hochgesetzt.
(Symbolbild) (Symbolbild)
Grävenwiesbach. 

Ist es wirklich gerecht, die Hundesteuer für gefährliche Hunde auf 600 Euro pro Jahr zu erhöhen? Die Gemeindevertreter hatten es schwer, diese Entscheidung zu treffen. Ja, sie möchten keine gefährlichen Hunde im Ort, lautete der Tenor. Gibt es denn überhaupt gefährliche Hunde in Grävenwiesbach?

Bernd Bierwirtz (FWG), der sich als Hundehalter eines Rottweilers outete, berichtete, noch von keinem Vorfall durch gefährliche Hunde in Grävenwiesbach gehört zu haben. Auf seinem Hof übe der Hund einen effektiven Schutz- und Wachdienst aus.

Wer sein Hab und Gut von einem Hund beschützen lassen wolle, komme um solch einen Hund nicht herum, sagte er. Das Tier bleibe aber immer dort, wo es eingesetzt werde und streune nicht herum, wie das etwa ein Schäferhund von Natur aus machen würde.

Auswirkungen

Für Christian Tramnitz (Grüne) stellte der Wesenstest das Signal dar. „Wir als Politik können nicht auf die Hundehalter einwirken“, befand er. Und auch Laurenz Fangmann (UB) konnte diese enorme Erhöhung der Hundesteuer nicht nachvollziehen. „Hunde werden nicht ungefährlicher mit der Erhöhung der Hundesteuer“, urteilte auch Rudi Tillig (SPD). Wer einen solchen Hund halte, werde ihn auch trotz Erhöhung behalten.

Den eigentlichen Effekt, den Hund abzuschaffen und somit eine höhere Sicherheit zu erhalten, gebe es durch die Erhöhung der Hundesteuer nicht.

Doch Tobias Stahl (CDU) sah keine andere Möglichkeit, als es über die Hundesteuer zu versuchen. Und so erfolgte die Beschlussfassung demokratisch. Sprich: CDU und FWG hatten die Mehrheit auf ihrer Seite und entsprachen dem HFA-Vorschlag, im kommenden Jahr die Steuer für gefährliche Hunde auf 300 Euro und ab 2018 auf jährlich 600 Euro festzusetzen. Dagegen stimmten SPD, Grüne und UB. Bernd Bierwirtz enthielt sich der Stimme. msc

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