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Baugebiet Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße: Angst vor den Anliegern und dem Lärm

Von Die Stadt braucht Wohnraum, und deshalb ist das geplante neue Baugebiet in der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße oberhalb der Sporthalle überaus willkommen. Eine Sorge treibt die Kommunalpolitiker aber um.
Die Lage oberhalb von Neu-Anspach ist bei dem neuen Baugebiet toll, aber nicht weit davon entfernt wird geschossen und Fußball gespielt. Die Lage oberhalb von Neu-Anspach ist bei dem neuen Baugebiet toll, aber nicht weit davon entfernt wird geschossen und Fußball gespielt.
Neu-Anspach. 

Der Schützenverein oberhalb des geplanten Baugebietes in der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße, die Fußballer unterhalb. Kein Wunder also, dass die Mitglieder des Bauausschusses befürchten, dass sich die künftigen Grundstücksbesitzer von dem Lärm der Sportler gestört fühlen könnten und dass in Folge dessen der Spielbetrieb eingeschränkt werden muss.

Rudi Maas (CDU) war es, der am Donnerstagabend, als es im Bürgerhaus um den Bebauungsplan ging, als Erster das Wort ergriff und „schlechte Aussichten“ sowohl für die Sportler als auch für die künftigen Anwohner befürchtete. Er schlug deshalb vor, auf die Bebauung zweier nördlich gelegener Grundstücke zu verzichten und stattdessen Parkplätze einzurichten sowie den Schallschutz für die übrigen Anlieger zu verbessern.

Der Christdemokrat kam nicht umsonst darauf zu sprechen, hat die Stadt doch wegen der Sportanlage schon seit vielen Jahren mit Beschwerden der umliegenden Bewohner zu kämpfen. Jetzt haben im Zuge der ersten Offenlage des Bebauungsplanes sowohl das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt als auch der Schützenverein Freischütz noch einmal auf die Problematik der Lärm-Emission hingewiesen.

Die Schützen befürchten „massive Beschwerden“ der künftigen Anwohner wegen Lärmbelästigung und infolgedessen im schlimmsten Fall die Einstellung des Schießbetriebes für Großkaliberwaffen. In der Stellungnahme des RP wiederum geht es auch um den benachbarten Sportplatz sowie um Nutzungsänderungen in der Zukunft – also um mögliche Ausweitungen des Spielbetriebes. Die Fußballer haben sich nach Informationen von Bürgermeister Thomas Pauli (SPD) bislang nicht zu Wort gemeldet. Auch über Gespräche sei ihm nichts bekannt, erklärte er auf Anfrage.

Spielbetrieb funktioniert

Anwesend war am Donnerstagabend auch Julian Adler vom Planungsbüro Holger Fischer. Dieser informierte über das vorliegende schallschutztechnische Gutachten und versuchte, die Bedenken der Politiker zu zerstreuen. Weil es sich hier um ein allgemeines Wohngebiet handele, seien die Grenzwerte einzuhalten, leitete der Planer seine Worte ein. Adler versicherte aber, dass der Spielbetrieb mit dem B-Plan sowohl im Bestand – also ausgehend von der aktuell stattfindenden Nutzung anhand des aktuellen Belegungsplanes – als auch „in der Perspektive“ funktioniert: „Auch bei mehr als 18 Spieltagen.“ Zudem sei geregelt, dass für die betroffenen Fassaden entweder keine „schutzbedürftigen Räume“ oder Fenster, die nicht geöffnet werden können, angeordnet wurden. Kurzum: Laut Gutachter seien Konflikte auszuschließen, erklärte Adler.

Grundbucheintrag

Till Kirberg (b-now) stellte ebenfalls fest, dass die Stadt mit der Wohnbebauung „nah an die Vereine heranrückt“ und plädierte dafür, dass Emissionsrecht ins Grundbuch eintragen zu lassen, um mögliche Proteste auszuschließen. Ein Vorschlag, der auf Gegenliebe stieß. Fraktionskollege Bernd Töpperwien wiederum kam auf das schon häufiger diskutierte Problem der „feuchten Wiesen“ auf dem Gelände zu sprechen. Dies soll nun mit in die Kaufverträge aufgenommen werden. So schließlich wurde der B-Plan bei acht Ja-Stimmen, einer Gegenstimme von Rudi Maas sowie zwei Enthaltungen vonseiten der CDU beschlossen. Dieser wird jetzt erneut offengelegt.

Übrigens: Als im Februar 2016 der Bebauungsplan für das rund 5000 Quadratmeter große Gelände auf den Weg gebracht wurde, hatten die Stadtverordneten gefordert, die Grundstücke in der Größe von 400 bis 600 Quadratmeter zu verkleinern, um dort mehr Menschen ansiedeln zu können. Jetzt sind die Flächen zwischen 300 und 600 Quadratmeter groß, so dass zehn statt neun Baugrundstücke sowie ein Streifen zur Ausweisung von öffentlichen Parkplätzen eingeplant werden konnte. „Eine weitere sinnvolle Optimierung war nicht möglich“, heißt es in der Vorlage.

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