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Durch Spenden finanziert: Büchertelefonzelle in Arnoldshain aufgestellt

Von Wenn alles so leicht gewesen wäre wie das Spendensammeln. In nur drei Monaten haben fünf junge Männer Geld für eine Büchertelefonzelle zur Dorfbelebung in Arnoldshain zusammenbekommen.
Marc Löwenstein hat sich Unterstützung beim Aufstellen der Büchertelefonzelle geholt. Marc Löwenstein hat sich Unterstützung beim Aufstellen der Büchertelefonzelle geholt.
Arnoldshain. 

Die rote Telefonzelle scheint schon immer am Brunnenplatz in Arnoldshain zu stehen. Das britische Design irritiert überhaupt nicht. Im Gegenteil: Es passt wunderbar in das klassische Dorfbild und zu den weiß-roten Fensterläden des benachbarten Alten Rathauses.

Wenn das Schmuckstück einen neuen Farbanstrich bekommen hat und Regale darin angebracht sind, kann es losgehen mit dem Büchertausch. Die Restarbeiten sollten für die fünf Initiatoren eher eine Kleinigkeit sein, und da hoffen sie wie bei den Spenden auch auf Unterstützung aus der Bevölkerung. Ihre Idee, eine Büchertelefonzelle genau dort aufzustellen, wo früher in Arnoldshain eine richtige Telefonzelle stand, fanden viele richtig gut. Mit Sponsoren und Spendern – insgesamt kamen 2290 Euro zusammen – und der Unterstützung von Bürgermeister Marcus Kinkel (FWG) und dem Bauhof lief alles wie am Schnürchen. Die Zelle wurde gekauft, Anfang September stand das Fundament mit einbetonierter Zeitkapsel. Nur: Die Telefonzelle stand immer noch in Bayern.

Weil der stabile Kasten stolze 800 Kilogramm wiegt, war die Suche nach einer preisgünstigen Spedition nicht einfach. Denn ohne Kran ging da nichts, und der kostete. In der vergangenen Woche war Anlieferung, und Marc Löwenstein holte sich Hilfe zum Aufstellen. Nachbar Frank Brich und Michael Hartmann vom Bauhof packten mit an. Nach mehrfachem Drücken und Zerren stand das Unikum dann auf dem kleinen Podest, und Löwenstein hatte schon Pläne für die Renovierung. „Wir haben noch ein bisschen Geld für die Farbe“, meinte er. „Ob wir die Originalfarbe kriegen können, wird sich zeigen“, sagte er und kündigte an: „Rot wird sie auf jeden Fall.“

Was noch fehlt, ist die Innenausstattung. „Vielleicht kann uns jemand noch ein paar Bretter für die Regale zur Verfügung stellen.“ Die ersten Bücher stehen bereits bei ihm und seiner Oma im Keller. Auch der Bürgermeister hat schon einige Bücher bereitstehen. Löwenstein und seine Kumpels kümmern sich dann darum, dass alles immer ordentlich aussieht. Zur offiziellen Einweihung wollen die Initiatoren zu Kaffee und Kuchen und einer Lesung einladen. Der Termin steht noch nicht fest, weil ja erst die Renovierung abgeschlossen sein muss. Wer die Jungs dabei unterstützen will kann sich bei Marc Löwenstein unter Mobilnummer (01 57) 84 44 85 72 melden.

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