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Bauarbeiten: Das Gemeindehaus in Wehrheim wird modernisiert

Von Das evangelische Gemeindehaus in der Oranienstraße hat schon einige Jährchen auf dem Buckel. Jetzt soll es außen und innen saniert werden. Während die Landeskirche die energetische Erneuerung bezuschusst, muss die Kirchengemeinde die Innenrenovierung selbst zahlen, und freut sich daher über Geldgeber.
Der Erdaushub zeigt’s: Die Bauarbeiten am Gemeindehaus haben begonnen. Foto: Gerrit Mai Der Erdaushub zeigt’s: Die Bauarbeiten am Gemeindehaus haben begonnen.
Wehrheim. 

Bei seinem Bau Anfang der 1960er Jahre war das evangelische Gemeindehaus einzigartig, und die Wehrheimer Protestanten waren stolz darauf. Pfarrer Heinrich Weber war es gelungen, der Landeskirche die erste Genehmigung für ein solches kirchliches Haus im Usinger Land zu entlocken. Doch inzwischen ist es in die Jahre gekommen und entspricht schon lange nicht mehr den neuesten Anforderungen an eine umweltschonende Heizung und Wärmedämmung. Deshalb hat sich der Kirchenvorstand zu einer energetischen Sanierung entschlossen. Immerhin: Die Dächer von Gemeinde- und Pfarrhaus sind bereits ertüchtigt worden.

Mittlerweile haben die Kanalarbeiten begonnen und eine neue Pelletheizung ist eingebaut. Im Keller war es nass, weil die Räume – Küche (später Jugendraum) und Heizung – nie so richtig isoliert waren. Deshalb musste auch das Kanalsystem kontrolliert und erneuert werden, Kunststofffenster wurden gegen Holzfenster mit besserer Verglasung ausgetauscht. Und zu guter Letzt soll das Dach des Pfarrhauses eine Solarthermie-Anlage erhalten. Kosten soll das Ganze rund 200 000 Euro. Finanziert werden die Bauarbeiten durch Zuschüsse der Landeskirche, aus Rücklagen und durch Darlehen.

Für die Innensanierung erarbeiten die Mitglieder des Bauausschusses mit ihrem Vorsitzender Hans-Jürgen Groß derzeit ein Konzept, in dem Akustik, Beleuchtung, eine neue Schrankwand und Gardinen enthalten sind. Die Kosten sind noch nicht ausgerechnet, aber klar ist, dass die Gemeinde sie selbst tragen muss. Ein Großteil der Arbeiten soll in den Sommerferien erfolgen, um den laufenden Betrieb möglichst wenig zu stören. Bis spätestens Jahresende soll die Renovierung abgeschlossen sein.

Genehmigung abgetrotzt

Das Haus wurde seinerzeit unter ganz anderen Voraussetzungen gebaut, berichtet der langjährige Pfarrer Ulrich Tauber. Sein Vorgänger Heinrich Weber habe der Landeskirche die Genehmigung für einen großen Saal abgetrotzt, die allerdings nicht so weit ging das Gebäude auch zu unterkellern. „Damals wurde die Baugenehmigung aber ziemlich großzügig umgesetzt“, hat Tauber vom früheren Nachbarn des Gemeindehauses erfahren, Unterlagen gibt es dazu kaum. Anfang der 60er Jahre sei da auch noch nicht so genau hingeguckt worden.

Gebaut wurden schließlich ein großer und ein kleiner Saal, die miteinander verbunden werden können. So erkläre es sich auch, dass die Küche sich zunächst im Keller befand, was bei Veranstaltungen beschwerlich war. Aber die Ausschachtung für die Küche war im Plan nicht vorgesehen. Ebenso wenig wie die beiden Toiletten darüber. Aber die Gemeinde war glücklich, und die Protestanten im Umkreis schauten ziemlich neidisch auf Wehrheim.

Anbau aus Verkaufserlös

Allerdings war das Haus für die in den 1970er Jahren neu entstandenen Gruppen bald zu klein. Daher kaufte die Gemeinde ein Haus gegenüber. Doch schon bald stieß man die Immobilie wieder ab. Es hatte sich als zu gefährlich erwiesen, dass Kinder und Jugendliche ständig die Straße überquerten. „Vom Verkaufserlös bauten wir dann an das Gemeindehaus an“, so Tauber. Das war während seiner Zeit als Pfarrer. Es entstanden zwei Büros, endlich eine ebenerdige Küche, ein Konferenz- sowie ein Musikraum, und der Weltladen kam auch unter. Als Anfang der 90er Jahre die Diakoniestation Platz brauchte, kam die Idee auf, die Garage zu überbauen und so entstand in Zusammenarbeit und mit finanzieller Unterstützung der Zivilgemeinde das Gebäude, wie es heute zu sehen ist.

Wer zur Finanzierung beitragen möchte, kann auf das Konto der evangelischen Kirchengemeinde, Raiffeisenbank Oberursel, IBAN DE 85 5006 1741 0005 0109 42, Stichwort: „Renovierung Gemeindehaus“ spenden.

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