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Taunus/Oberbayern: Die Partnerschaft zwischen Apfeldorf und Wehrheim rückt näher

Von Es wird wohl nichts aus der royalen Hochzeit zwischen dem Gauschützenkönig von Apfeldorf in Oberbayern und der Apfelblütenkönigin aus Wehrheim. Doch nachdem diese Zeitung das bayerische „Original“ ausgekundschaftet hat, bahnt sich eine Gemeindepartnerschaft zwischen den Orten im Lechtal und im Taunus an.
Wehrheims Ortsvorsteher Stefan Velte (Mitte) hat im oberbayerischen Apfeldorf offizielle Kontakte mit Bürgermeister Georg Epple (links) und der Lokaljournalistin Rosi Geiger aufgenommen. Das traditionsreiche alte Pfarrhaus aus dem Jahr 1749 beherbergt das Büro des ehrenamtlichen Bürgermeisters. Bilder > Foto: Pieren Wehrheims Ortsvorsteher Stefan Velte (Mitte) hat im oberbayerischen Apfeldorf offizielle Kontakte mit Bürgermeister Georg Epple (links) und der Lokaljournalistin Rosi Geiger aufgenommen. Das traditionsreiche alte Pfarrhaus aus dem Jahr 1749 beherbergt das Büro des ehrenamtlichen Bürgermeisters.
Wehrheim. 

Der Überraschungs-Coup war perfekt: im Wehrheimer Rathaus hatte noch niemand von Apfeldorf in Oberbayern gehört, als die Taunus Zeitung in einer Sommer-Serie Apfeldorf im Landkreis Landsberg am Lech und den Alltag der Menschen dort portraitierte.

Der Wehrheimer Ortsvorsteher Stefan Velte hat sich davon inspirieren lassen und erste offizielle Kontakte zum echten Apfeldorf aufgenommen. Alljährlich macht der 52-jährige Schuhmachermeister einen Kurzurlaub in Hopfen am See bei Füssen. Am verlängerten Wochenende über den Tag der Deutschen Einheit ist er den Lech rund 50 Kilometer stromabwärts gefahren, um das dortige Apfeldorf kennen zu lernen.

Freilich nicht, ohne sich zuvor mit dem Bürgermeister Georg Epple und der dortigen Lokaljournalistin Rosi Geiger zu verabreden. Die Beiden hatten unsere Leser bereits während unserer Sommer-Serie durch ihr Heimatdorf geführt. Nach dem Besuch aus dem Taunus wollen sie ebenfalls den Namensvetter ihres Heimatdorfes in Hessen kennenlernen.

Idee kommt gut an

„Ich bin dort so herzlich empfangen worden und habe mich sehr willkommen gefühlt. Wir haben uns auf Anhieb wunderbar verstanden“, berichtet Stefan Velte. „Rosi Geiger und Georg Epple sind von der Idee einer Partnerschaft sehr angetan. Sie sagten zum Abschied, dass sie am liebsten einen Bus chartern und uns mit einer großen Delegation besuchen würden.“

Und genau dieses Vorhaben wollen sie in gar nicht so weiter Ferne umsetzen – mit ziemlich großer Resonanz und Tamtam für das Apfeldorf Wehrheim. Nach dem ersten Beschnuppern und Kennenlernen in dieser Woche haben Geiger, Velte und Epple nämlich bereits einen konkreten Termin mit möglichem Besuchsprogramm ins Auge gefasst.

„Der Bürgermeister und Rosi Geiger als Mitglied der Trachtenvereins können sich gut vorstellen, dass die Trachtengruppe mitsamt der 30-köpfigen Trachtenkapelle zum Apfelblütenfest hier auflaufen werden“, berichtet der Wehrheimer Ortsvorsteher immer noch voller Begeisterung. „Das wäre der Knaller, wenn das klappt. Echt bayerische Blasmusik und Trachten im Taunus . . .“

Engagierter Bürgermeister

Beim Gespräch mit dem 69-jährigen Bürgermeister Epple, der sein Amt nach der Pensionierung ehrenamtlich ausübt, hat Velte dessen Motivation und Engagement beeindruckt. „Sein spartanisch eingerichtetes Büro hat Epple im traditionsreichen alten Pfarrhaus aus dem Jahr 1749“, erzählt Stefan Velte. „Der Mann kämpft für seinen Heimatort. Nachdem die Einwohnerzahl zuletzt immer weiter gesunken ist, hat er das Dorf davon überzeugt, dass unbedingt ein Neubaugebiet erschlossen werden muss.“ Weil das Bauland billig ist, seien 30 Familien von außerhalb, zum Teil sogar von weit her, zugezogen.

Was dem Touristen aus dem Taunus aber besonders gut gefallen hat, war nicht nur der geruhsam in Richtung Landsberg dahinziehende Lech. „Das Leben und der Alltag sind dort spürbar langsamer. Alles ist ruhiger und gelassener, keine Hektik“, schwärmt Stefan Velte.

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