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Tierfiguren verewigt: Ein echter Hingucker für den Sportplatz

Von Der Arnoldshainer Sportplatz ist dort, wo Eule, Wildsau und Maus sich gute Nacht sagen oder tagsüber den Spaziergänger begrüßen. Zwei Holzgestalter haben dort einen Hingucker geschaffen.
Initiator Gerd Kinkel (von links) hat für die Skulptur am Sportplatz in Arnoldshain die Holzgestalter Matthias Schmidt und Pentti Lepistö gewonnen, die hätten aber ohne das Gerüst von Erhard Moos nichts machen können. Initiator Gerd Kinkel (von links) hat für die Skulptur am Sportplatz in Arnoldshain die Holzgestalter Matthias Schmidt und Pentti Lepistö gewonnen, die hätten aber ohne das Gerüst von Erhard Moos nichts machen können.
Arnoldshain. 

Dem Blick der Eule, die in drei Metern Höhe auf dem Baumstumpf sitzt, kann man sich nicht entziehen. Wer am Vereinsheim der Spielvereinigung (Spvgg) Hattstein vorbei auf dem Krötenbachweg oberhalb des Sportplatzes weiterläuft, schaut unwillkürlich auf die imposante Holzfigur. Erst auf den zweiten Blick entdeckt man in der Mitte des Stammes einen Waldgeist. In Richtung Baumwurzel lugt dann noch eine Wildsau um die Ecke, und ganz unten zeigt sich auch ein Mäuschen.

Derzeit kann man den Erschaffern der im Holz verewigten Tierfiguren ab und zu noch bei der Arbeit zusehen. Der gebürtige Finne Pentti Lepistö und der aus dem Erzgebirge stammende Matthias Schmidt leben schon lange in Arnoldshain. Werke von den beiden sind in der ganzen Gemeinde zu bewundern. Die beiden sägen und schnitzen wie immer mit Bedacht, aber zügig. Doch von der Idee bis zur Umsetzung hat es rund fünf Jahre gedauert.

Schon als 2011 die rund 80 Jahre alte Eiche aus Sicherheitsgründen gefällt werden musste, hatte Gerd Kinkel, der ehemalige Spvgg-Vorsitzende, die Idee, aus dem noch gesunden Stamm eine Skulptur werden zu lassen. Seinem Vorschlag, so viel wie möglich davon stehen zu lassen, stand nichts im Weg. Einen guten Draht zu Lepistö und dem direkt gegenüber dem Vereinsheim wohnenden Schmidt hatte er ohnehin, und die sagten auch gleich zu.

Eigentlich sollte dort ein ganz anderes Motiv entstehen. Kinkel konnte sich als Anbindung an den Verein einen Zuschauer, der auf den Sportplatz schaut, vorstellen. Weil dafür der Stamm nicht dick genug war, rieten die Holzspezialisten davon ab. Außerdem waren sich alle drei einig: „Den Zuschauer würde man dann nur vom Sportplatz aus erkennen, besser wäre also etwas, wovon auch Spaziergänger etwas haben.“ Nur was sollte daraus entstehen?

Kinkel hat schließlich den beiden freien Lauf gelassen. Also durften Lepistö und Schmidt das machen, was ihrer Meinung nach am besten aus diesem Stück Holz werden kann. Beide Holzschnitzer lassen sich nämlich nach eigener Aussage zu ihren Arbeiten immer auch von der Holzstruktur inspirieren. Inzwischen ist das Holz trocken genug, und jeder kann es auf seine Weise bearbeiten.

Damit der Finne ab Juli am oberen Ende die Kettensäge ansetzen und der Mann aus dem Erzgebirge am Mittelteil das Bildhauereisen und den Holzhammer ansetzen konnte, musste noch ein Gerüst her. Dafür konnte Kinkel Erhard Moos (Gerüstbau und Bedachung) gewinnen, der das ohne Berechnung machte. Auch wenn die beiden Holzgestalter noch an den Feinheiten schnitzen, ist ihre Natur-Plastik schon sehenswert.

Bisher verraten nur die Initialen, wer hier künstlerisch am Werk war. Kinkel hätte gerne aber direkt daneben noch eine Infotafel, um das Engagement der Wahl-Arnoldshainer entsprechend zu würdigen. Um sich alles in Ruhe anschauen zu können, will die Spvgg auf der anderen Seite des Weges noch eine Bank aufstellen. Und auf der darf nach der Vorstellung von Lepistö und Schmidt eine Plakette, die auf den Sportverein und den Krötenbachweg hinweist, nicht fehlen.

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