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Spezialausstellung für Terrier: Köpperns next Top-Terrier: Hier kommt Casting auf den Hund

Vierbeinige Schönheiten zogen am Samstag in Köppern die Blicke der Juroren auf sich. TZ- Reporterin Manuela Reimer nahm die 16. Spezialausstellung für Terrier zum Anlass, einmal nachzufragen, was den Reiz für Herrchen wie für Frauchen ausmacht, den eigenen Liebling auf den Cat-, besser gesagt Dogwalk zu schicken.
Ganz ein Hübscher: Eva Kox bereitet ihren Cairn-Terrier auf den großen Auftritt vor. Foto: Jochen Reichwein Ganz ein Hübscher: Eva Kox bereitet ihren Cairn-Terrier auf den großen Auftritt vor.
Köppern. 

„Wenn man einen guten Hund gezüchtet hat, dann möchte man ihn auch ausstellen. Man möchte sich das von den Richtern bestätigen lassen“, weiß Mikela Haustein. Dass dabei die Beurteilung durchaus unterschiedlich ausfallen kann, diese Erfahrung hat die Züchterin selbst schon gemacht. Manchmal, so Haustein, bekomme ein Tier bei einer Schau die Bestnote, nach der alle streben, nämlich ein „Vorzüglich“. Und am nächsten Wochenende sei es dann nur noch ein „Sehr gut“.

„Da kann man halt nichts machen“, sagt die 62-Jährige kopfschüttelnd, in einer Mischung aus Unverständnis und Resignation. Doch sie weiß das Urteil der Jury zu tragen: Schließlich ist sie schon viele Jahre dabei und seit knapp fünf Jahren Vorsitzende der Ortsgruppe Bad Homburg-Friedberg im Verein Klub für Terrier von 1894 (KFT).

Seit der Gründung des Vereins vor 27 Jahren ist Haustein auch Zuchtwartin des KFT. Jack-Russell-Terrier züchtet sie allerdings noch länger – genau gesagt seit 1976. „Das war immer mein Hund. Auch wenn alle Terrier nette Hunde sind“, sagt Haustein. Vor 40 Jahren kam sie über ihre Springpferde an die lebhafte Rasse. In England ritt sie eine Master-Jagd mit. „Die Terrier werden dort in den Fuchsbau geschickt, sie dürfen den Fuchs ja nur sprengen, also verbellen.“

Vier Hunde hält Haustein zurzeit. Zwar wohnt sie mittlerweile in der Nähe von Bad Hersfeld, die Ortsgruppe aber leitet sie weiter. Ihre Teilnahme an der 16. Spezialausstellung für Terrier, die am Samstag auf dem Gelände des Schutz- und Gebrauchshundevereins Köppern stattfindet, versteht sich da von selbst. Die Schau der Schönheiten wird in Kooperation mit dem Deutschen Club für Bullterrier, dem Deutschen Foxterrier-Verband und dem Deutschen Mopsclub veranstaltet.

Lou ist die Beste

Mitgebracht hat Haustein hierzu Jack-Lady „Lou vom Ewaldshof“. Ganz eine Hübsche und der Stolz ihrer Züchterin. „Sie hat heute die ,Beste Junghündin’ gemacht“, sagt Haustein. Jetzt liegt Lou entspannt in der Transportbox, die zu Frauchens Füßen steht.

Viele andere Hunde, 160 sind gemeldet, haben den Gang durch den Ring noch vor sich. Sie müssen sich vor den strengen Augen der Juroren bewähren. „Es geht um den Gesamteindruck – den Kopf, die Augen, Ohren, Schultern, eine gerade Front, die Stellung der Beine, aber auch um ein gutes Wesen.“

Und damit dieser Gesamteindruck stimmt, wird noch mal Hand angelegt – ein glänzendes Fell etwa kommt schließlich nicht von ungefähr. Da hat jeder Züchter so sein eigenes Rezept.

Rund um die abgesperrten Ringe in der Mitte haben die Herrchen und Frauchen ihre Zelte und Pavillons aufgebaut, unter denen sie und die Hunde – gerne mit vorherigen Auszeichnungen geschmückt – auf ihren Einsatz warten.

Bevor es losgeht, werden die Vierbeiner auf Klapptische gehoben, auf denen die Halter sie bürsten, kämmen und sicherstellen, dass jedes Haar so sitzt, wie es soll.

„So glänzt das Fell schön“, sagt Marilyn Manns-Schmidt, die gerade ihre 16 Monate alte Hündin Jolie gekämmt hat. Um 14 Uhr soll es für deren Rasse, den walisischen Sealyham-Terrier, losgehen. „Sie ist eben da hinten noch durch die Büsche, da hatte sie eine Klette im Fell“, sagt Manns-Schmidt, die die fröhliche, spielfreudige und nervenstarke Rasse seit einigen Jahren züchtet.

Kleine Clowns

„Sie droht auszusterben – in Deutschland gibt es nur fünf Züchter“. Dabei seien das tolle Hunde. „Das sind Clowns, wenn ich schimpfe, machen sie alles, damit ich wieder lache. Und sie sind stur, wenn sie etwas erreichen wollen, wie alle Terrier“, erzählt die Züchterin, die zu den 55 Mitgliedern der Ortsgruppe gehört.

Heute laufe Jolie Jugendklasse. Bei solch kleineren Ausstellungen könnten die Tiere besonders gut die Abläufe lernen. „Das Fertigmachen auf dem Tisch – wenn man das von Anfang an übt, ist das kein Problem.“ Für ihren Schützling ist es die dritte Schau, bisher gab’s immer Bestnoten, wie Frauchen stolz berichtet. „Egal, welche Macken unsere Hunde haben – im Ring funktionieren sie immer.“

 

Übrigens: Die Ortsgruppe sucht noch Verstärkung. Mehr Informationen bei Mikela Haustein, Telefon (0 66 72) 8 69 99 89 oder per E-Mail an jack-russell-mh@t-online.de. Internet: www.kft-og-bad-homburg-friedberg.de.

 

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